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Es geschah an der Mauer…

 Veröffentlicht vom Stef um 12:40  Berlin, Mottenkiste
Jul 102007
 

Buch Es geschah an der MauerAls 18jähriger Mitte der 80er vom Dorf nach Berlin – das ist nicht nur ein Alltags- und Kulturschock, sondern auch ein politischer Wirbelsturm – jedenfalls wenn man vorher für das Thema Teilung, DDR oder Mauer nicht sonderlich sensibilisiert war. Und welcher 18jährige war das schon, wenn er nicht direkt im Grenzgebiet oder eben Berlin wohnte…

Natürlich gab’s damals auch einen Besuch am Checkpoint Charlie, dem Grenzübergang für Alliierte. Damals war dort schon ein kleines “Museum” untergebracht, und heute erinnert eben dieses Museum noch an den Grenzübergang.

Lange Zeit hingen damals die berühmten Poster* mit dem “flüchtenden Volksarmisten” und dem “Kind über den Stacheldraht hebenden Grenzposten” an meiner Zimmerwand – damals waren die Che Guevara- oder Free Tibet-Poster nicht mehr (oder noch nicht wieder) en vogue… ;)

Das Buch “Es geschah an der Mauer” hatte ich mir seinerzeit auch am Checkpoint Charlie gekauft. Es ist der Katalog zur Ausstellung: Auf Bildern, in Schaukästen und, wenn ich mich recht erinnere, auch kleinen Filmen gab es die “Dokumentation des Sperrgürtels um Berlin (West), seine Entwicklung vom 13.August 1961 bis heute mit den wichtigsten Geschehen”. Das Buch ist übrigens weitaus spannender, als es der etwas hölzerne Titel vermuten lässt. Neben einem kurzen politischen Abriss gibt es Bilder und Berichte von zahlreichen Fluchtversuchen – geglückten und misslungenen.

Ein Besuch im Museum stand eigentlich auch auf meiner “Todoliste”, wenn ich demnähx dort wohne. Allerdings finde ich 9 € Eintritt etwas happig, zudem meinte Marcus, dass andere Gedenkstätten wesentlich objektiver seien. Na, schaunmermal, Zeit genug werde ich wohl auftreiben können. ;)

*Die Poster hatte ich eingescannt, aber leider hat der die Rechte innehabende Verlag nicht auf meine Mails reagiert. Und wer heutzutage noch fremde Bilder online stellt, wenn er keine schriftliche Genehmigung hat…

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