Ich kenne die östlichen Teile Berlins zu meinem Bedauern fast nicht. Wie günstig, dass der Mike kleine Spaziergänge genau so gerne mag wie ich – und mir “Wessi” dabei einige Ecken zeigen kann. Heute war Mikes alte Heimat dran…

Hier verbrachte Mike seine Kindheit. Als er auszog richtete sich dort eine Spielbank ein, die leider pleite ging. Danach verfiel das Schloss. Dieses Haus war einer der ersten Eindrücke, nach dem wir den maroden und im Umbau befindlichen Bahnhof Ostkreuz verlassen hatten. Weiter führte uns der Weg über Strahlau – wovon ich vorher nun wirklich noch nichts gehört habe…

…zum Treptower Park. Der war mir wenigstens vom Namen her bekannt. Dass es irgendwo dort ein Sowjetisches Ehrenmal gibt hatte ich vielleicht irgendwann schonmal gelesen. Gesehen hatte ich es bis heute noch nicht.

Offensichtlich neigte man hier beim Bau zu leichtem Bombast. Aus der Nähe sieht dat Ding das Ehrenmal noch beeindruckender aus.

Weiter ging’s in Mikes alte Heimat – nach Treptow. Während dieser Teil des Weges für mich eher “ein paar neue Ecken” waren, begab sich Mike auf eine Zeitreise. Ob Treptow nun unbedingt meine “neue Heimat”werden müsste weiß ich nicht – interessant war’s allemal.

Man beachte die oberen Balkons…
Nach einem Abstecher zu Mikes alter Wohnung, der direkt nebenan nicht mehr stehenden Mauer und zum Berliner Hallenmarkt begaben sich die alten Männer auf den Heimweg.
Schön war er, der “Ost-Trip”, und wir haben beschlossen, dass dies nicht der letzte war. Wie meintest du so treffend, Mike: Wenn sich die Menschen öfter mit Respekt und Interesse begegneten, wäre die Mauer in den Köpfen vielleicht schon verschwunden. Danke dir für einen sehr interessanten Ausflug!
Nachtrag: Auf der Sprengel-WG-Seite gibt’s die etwas andere Version der Geschichte…
Gefällt dir der Beitrag?
Zuletzt gesagt