Mrz 262008
 

Die Überwachung der Lidl-Mitarbeiter geht durch Presse und Klein-Bloggersdorf, und auch ich habe – nach dem der Entrüstungsreflex abgeklungen war – überlegt, dazu was zu schreiben. Aber zum einen ist da wieder die Frage, was denn dort nun wirklich passiert ist, und zum anderen: sollte sowas Thema in einem “privaten Blog” sein? Zum gegenseitigen ankacken in die Pfanne Hauen der amerikanisch-demokratischen Präsidentschaftskandidaten – und der damit wunderbar ausgelebten Vorbildfunktion für die Ellbogengesellschaft – hatte ich auch schon ein Posting in den Gehirnwindungen, und zum Tibet-Konflikt habe ich ja eh schon meinen Senf abgegeben.

Gehören entsprechende Gedanken und Statements zum “Flaggezeigen” – und damit publiziert? Oder gehört das eher in die Kategorie “ein weiteres Blog mit pseudopolitischen Gedanken, die niemanden interessieren?” Mit der Tibet-Problematik befasse ich mich schon seit einigen Jahren, aber interessiert die Leserschaft wirklich des Stefs unmaßgebliche Meinung zum Weltgeschehen an sich? Na gut, man könnte sich bei der Gelegenheit auch fragen, interessiert des Stefs Alltag überhaupt einen Menschen, aber zum einen bin ich mit den Besucherzahlen zufrieden, zum anderen “blogge ich ja eh nur für mich”. Womit ich mir diese Gedanken eigentlich auch wieder sparen könnte *hüstel*. Ich werde es also so halten wie bislang: Wenn’s auf der Seele – oder wo auch immer – brennt wird es rausgelassen, und gut ist.

Übrigens reagierte der Lidl-Konzern umgehend und gab für seine Newsletterempfänger eine Stellungnahme raus:

“Die im Stern skizzierten Vorwürfe und Feststellungen haben uns sehr betroffen gemacht. Insbesondere der damit vermittelte Eindruck, wir würden unsere Mitarbeiter “bespitzeln”, entspricht in gar keinem Fall unseren Führungsgrundsätzen und dem praktizierten fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern”, sagt Jürgen Kisseberth, Geschäftsleitungsmitglied Mitarbeiter und Soziales der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.

Um durch Diebstahl verursachte Inventurverluste zu vermeiden, arbeitet auch Lidl – wie im gesamten Handel üblich – mit Kameraanlagen, um Diebstähle aufzuklären. Im Jahr 2007 gab es in 8 Prozent der deutschen Filialen aber besonders auffällige Inventurdifferenzen. Deshalb wurde in diesen Filialen zusätzlich für einen begrenzten Zeitraum mit Detekteien zusammengearbeitet.

Die Hinweise und Beobachtungen, die vom Stern veröffentlicht wurden, entsprechen weder im Umgangston noch im Stil unserem Verständnis von einem fairen Umgang mit unseren Mitarbeitern. Deshalb hat Lidl die Zusammenarbeit mit einem der betroffenen Dienstleister schon vor längerer Zeit beendet. Wir haben uns zudem entschieden, unser Eigentum zukünftig ausschließlich mit sichtbar angebrachten Kamerasystemen und gemeinsam mit unseren Mitarbeitern zu schützen.

Ich kenne keine Lidl-Mitarbeiterin näher und kann also dazu auch niemanden befragen. Mal abgesehen davon, ob die Angestellten dazu etwas sagen könnten, wöllten oder dürften. Wahrscheinlich werde ich also weiterhin meine Apfelschorle dort kaufen…

Cat-Content

 Veröffentlicht vom um 07:47  Misc, WG
Mrz 262008
 

Wie geschrieben hat der Dicke ja eine Ausnahmestellung bei meiner Distanz zu Haustieren. Man sitzt am PC, plötzlich öffnet sich die Tür einen Spalt, der Dicke stolziert rein, schaut sich ein wenig um, setzt sich dann auffordernd zu meinen Füßen hin. Und wehe, er wird nicht sofort gestreichelt.

Ich habe mich sehr daran gewöhnt, und mir wird der Pöngelflokati ziemlich fehlen. Da aber – siehe oben – der Dicke eine Ausnahme war wird es hier in Zukunft wohl keinen deutlich weniger Catcontent geben. *soifz*

© 2007-2012 StefBlog | Credits | WordPress Deutschland Nach oben
Suffusion theme by Sayontan Sinha