Archiv für März 2008...
Samstag, 22. März 2008 - Software
Eigentlich sind ja der FeedReader und GreatNews meine Standard-RSS-Reader. Beide gut – auch wenn sie nicht 100%ig überzeugen. Dank Sylkes Tipp habe ich mal den FeedDemon von NewsGator ausprobiert – und bin schwer begeistert. Das Programm ist sehr schnell, die Oberfläche schmeichelt dem Auge, es gibt vielfältige Einstellungsmöglichkeiten – und seit Anfang des Jahres gibt’s das Programm auch kostenlos! Zwei Schönheitsfehler hat der Reader allerdings: Er ist nicht portabel, und es gibt ihn nur auf englisch. An ersterem kann ich nix ändern, und mein Englisch reicht auch aus, das Programm zu bedienen.

Trotzdem juckt es mich ja in den Fingern, den FeedDemon einzudeutschen. Vor einigen Jahren hatte Stefan damit mal begonnen, verfolgt das Projekt aber nicht weiter, da er zum Mac konvertiert ist. Und nachdem ich vor Ewigkeiten mal die deutsche Sprachdatei für Thingamablog und die deutsche Anleitung für den FeedReader geschrieben habe wage ich mich nun also an die Schweinearbeit Herausforderung. Zur Zeit zeigt mein Reader noch einen netten Mischmasch aus deutsch, englisch und dinglisch an, aber man muss ja nicht alles an einem Abend machen…
Wer den FeedDemon nutzt und Lust hat, kann sich gerne an der Übersetzung beteiligen oder sie testen.
Freitag, 21. März 2008 - WG
Bald fängt sie für mich ja wieder an, die netz- und telefonlose Zeit. Ich rechne mal mindestens mit vier, eher mit sechs Wochen, bis das – heute georderte – Alice-Paket verfügbar ist. Auf nem kleinen Karfreitagsspaziergang – ja, es war zwischendurch sogar mal sonnig – meinte Mike so, vielleicht klappt der Anschluss ja diesmal viel schneller. Nach einem dezenten Hinweis auf fliegende Schweine bot mir Mike eine kleine Wette an, nämlich dass ich innerhalb der nächsten 14 Tage über Netzzugang verfüge. Klar, dass ich darauf einsteigen musste. Wetteinsatz: Ein lecker Essen bei unserem Stamminder. Freue mich nun auf ein köstliches Essen, dass ich nicht bezahlen muss. Naja, und wenn doch, dann nehme ich das gerne in Kauf, denn für einen kleinen Internetjunkie wären zwei Wochen gerade noch so zu verkraften…
Freitag, 21. März 2008 - WG
Ich schrub ja, dass ich einen nochmaligen Umzug mit so vielen Treppen meinen Helfern und mir nicht mehr zumuten mag. Der Seebär empfahl mir nun MyHammer, eine “Online-Handwerker-Rückwärts-Auktions-Plattform”. Oder so. Auf jeden Fall kann man dort seinen Auftrag (Handwerker, Dienstleister wie zum Beispiel Umzug) kostenlos einstellen, seinen Höchstpreis eingeben und drauf warten, dass sich die einzelnen Firmen gegenseitig unterbieten. Ja, ich habe meinen Umzug dort “angeboten”, und ja, ich genieße es, jetzt bereits ungefähr 40% weniger zu zahlen, als ich maximal angesetzt hatte. Dennoch ist für mich ein schaler Geschmack bei der Sache: Geiz ist meiner Meinung nach gar nicht geil, und von Dumpinglöhnen halte ich auch nix. Okay, ich bin finanziell wirklich nicht gerade auf Rosen oder sonstigem Gestrüpp gebettet, trotzdem werde ich diese Auktion wohl nicht bis zum Letzten ausreizen. Mindestens ebenso wichtig wie ein gutes Preisangebot ist für mich im Übrigen die Bewertung der Kunden, ähnlich wie bei der bekannten Online-Auktionsplattform, um die ich normalerweise nen Bogen mache.
Wie auch immer das “Gehämmer” ausgeht – ich werde berichten…
Donnerstag, 20. März 2008 - WG
Ich hatte ja erwähnt, dass die Wand zwischen Mikes und meinem Zimmer die dickste in der Wohnung sei. Im Grunde genommen ist es die einzige dicke Wand, und wenn man es näher betrachtet, könnte es die einzige Wand überhaupt sein. Alle anderen “Wände” scheinen aus Papier zu bestehen – auch die zu Nachbars. Hatte ich Mikes Gezeter über die Nachtaktivität seiner Nachbarn bisher noch ein wenig ob seiner Überempfindlichkeit Sensibilität belächelt, wurde ich heute Nacht eines besseren belehrt. Ja, nachtaktiv passt! Nein, es wurde nicht wie damals (manch einer kennt noch meinen russischen Nachbarn in Köln) wild gefickt kopuliert, stattdessen fingen die Nachbarn dann kurz nach Mitternacht an, ihre Wohnung umzustellen. Oder abzureißen. Oder einfach zum beginnenden Frühling den entsprechenden Putz zu starten. Wie auch immer, wenn ich schon nicht schlafen kann, dann lieber im eigenen Bett.
Ich freue mich auf den Umzug. Noch zehn Tage Nächte…
Dienstag, 18. März 2008 - Berlin, Schnappschüsse

Und da sage einer, Berlin hätte nicht genügend Grünflächen.
[An einer Hauswand in Mitte gesehen]
Montag, 17. März 2008 - Misc, Mottenkiste
Die bei anstehendem Wohnungswechsel üblichen Gedanken nach Strom-, Gas- und Telefonanbieter bringen ein nettes Gespräch, das mit dem Satz “jaja, damals ging man einfach zur Post und…” endete. Fast, bis Mike und ich uns angrinsten und “die gute alte Zeit” Revue passieren ließen: Angerufen wurde konsequent nach 18 Uhr (da isses ja billiger), nach ner knappen Stunde Telefonat fiel häufiger der Satz ‘lass uns auflegen, ich rufe dich mal zurück, weil sonst zu teuer’, und bei den kruden Takten blickte sowieso niemand so richtig durch. Mal ganz abgesehen von den technischen Raffinessen der damaligen Telefonapparate: Von einer Wahlwiederholungstaste wagte man in meiner Jugend Kindheit gar nicht zu träumen, geschweige denn von einer Rufnummernanzeige und Kurzwahltasten. Na gut, dafür erklärte sich das Gerät von selbst. Jaja, die gute alte Zeit… Kackfass!
Da man zu dem Thema sicherlich noch das ein oder andere schreiben könnte nun also willkommen zur neuen Serie “Die gute alte Zeit”. Vorschläge werden gerne entgegen genommen.
Sonntag, 16. März 2008 - Berlin, Schnappschüsse

Ein ganz normaler Sonnabend Mittag. Wird Zeit für den Umbau…
Samstag, 15. März 2008 - Berlin, Politik
Aus aktuellem Anlass wird der Samstagsspaziergang vor der chinesischen Botschaft stattfinden:
Seit dem 10. März 2008 spitzt sich die Lage in Tibet zu. Es wird derzeit von mehreren Tausend Demonstranten in Lhasa sowie von brennenden Autos, Schüssen, zahlreichen Verhaftungen und sogar Toten berichtet. Lhasa ist abgeriegelt und der Nachrichtenfluss aufgrund der chinesischen Kontrollen praktisch zum Erliegen gekommen. Man spricht von den größten Protesten seit 1989.
International finden Protest- und Solidaritätskundgebungen statt. So auch in Berlin:
Wann: Samstag, 15. März 2008, 12.00 Uhr
Wo: vor der Chinesischen Botschaft (S Jannowitzbrücke)
Man sieht sich?
Nachtrag:
Ungefähr 70 Personen hatten sich vor der Botschaft versammelt, viele von ihnen mit der – in China verbotenen – tibetischen Nationalflagge. Es gab ein paar kurze Wortbeiträge, ein Gebet in Gedenken an die Opfer, und zum Schluss sangen die anwesenden Exil-Tibeter noch ihre Nationalhymne.

[Man beachte die Symbolik: Die tibetischen Flaggen von der Sonne angestrahlt, die chinesische Flagge an der Botschaft im Schatten, und es ist kurz vor zwölf...]
Weitere Aktionen wurden angekündigt, auf der Webseite der Tibet-Initiative Deutschlands und von Save Tibet kann man sich auf dem Laufenden halten.

Samstag, 15. März 2008 - Stadtleben, WG
Die Frühlingsgefühle scheinen einige postpubertäre Rennfahrer erwischt zu haben. Natürlich weiß jeder, dass man mit KavalierDeppenstarts die Frauen beeindrucken kann *hüstel*, aber sie verringern auch rapide Tankinhalt und Reifendicke. Und Stefs Schlaf. Der wankt dann gegen halb fünf in die Gästekammer… und ist mal wieder erstaunt über die dortige Stille. Fast so ruhig wie damals.
Freitag, 14. März 2008 - Stadtleben
eines Großstadtbewohners: Sobald er eine S- oder U-Bahn sieht fängt er an zu rennen. Und zwar völlig unabhängig davon, ob er auch nur die geringste Chance hat sie zu erwischen oder nicht und ob die Bahnen nun im Fünfminuten- oder im Stundentakt fahren. Dieser Reflex geht mit Taubheit einher – zumindest dann, wenn der Wagenführer mitteilt, dass die Bahn völlig überfüllt sei und man die nächste nehmen möge, die in knapp zwei Minuten da ist. Großstädter halt…
Da er immer noch nicht beendet ist an dieser Stelle nun die letzte noch kurz eine Anmerkung zum BVG-Streik. Ja, er beschäftigt nach wie vor den Bekanntenkreis. Ich weiß nicht, was an den Zahlen dran ist, die zur Zeit durch die Presse gehen, aber sie vermitteln nicht das Gefühl, dass die Alt-BVGler am Hungertuch nagen – da verdient so mancher deutlich weniger. Und in zwei Monaten wird niemand sagen “weißt du noch, als der Senat keine höheren Löhne zahlen wollte und deshalb die Bahnen stehen blieben”, sondern man wird hören “*Schimpfwort deiner Wahl einsetzen* BVG. Pünktlich kommen können se nich – aber streiken!” So sorgt halt jeder für sein Image…
Zuletzt gesagt: