Es gibt so Tage, an denen ist man einfach dabbich ein Opfer mysteriöser Verschwörungen: Böse Möbelstücke werfen sich einem in den Weg, Dinge stürzen sich aus den Händen suizidal zu Boden, und die Erdanziehungskraft ist stärker als sonst. Kann passieren. Ärgerlich nur, wenn sich solche Tage häufen… *soifz*
Was bitte soll es mir sagen, wenn auf einem Bäckerei-Schaufenster “Gutes von Gestern” steht?

Fundstück von Iris.
Im Rahmen des Bundesweiten Aktionstages gegen die zunehmende Überwachung findet morgen in Berlin – genauer gesagt im RAW-Tempel in der Revaler Straße 99 – ab 12 Uhr das Grundrechtsfest statt.
Highlights:
- Kostenlose Vorträge, Workshops und Mitmachworkshops
- Kostenlose pseudoregistrierte Handy-SIM-Karten zum anonymen Handy-Telefonieren ab! Die Anzahl der Karten ist begrenzt! Spenden hierfür sind gerne willkommen!
- Kostenlose “Polippix”-CD mit Anleitungen und Software zum anonymen Surfen und Verschlüsseln für jederfrau/mann.
- Unterschriften gegen das neue BKA-Gesetz (Petition an den deutschen Bundestag).
- Gegen die Einführung der eGesundheitskarte bieten wir Informationen und sammeln Unterschriften!
- Kunst und Kultur zum Thema Demokratie und Überwachung
- Überwachungsdrohnen selber bauen – Vorstellung und Anleitung zum Eigenbau
Das umfangreiche Programm finden Sie hier.
Mehr dazu auf der Webseite des AK-Vorrat, wo man natürlich auch Infos zu Aktionen in anderen Städten findet. [via]
Fahrtipp: Tram M 10, M 13 “Revaler Straße”, S 3, 5, 7, 75, 9 “Warschauer Straße”.
Mitunter kann eine Großstadt einfach zu hektisch sein. Wie schön, wenn es ein paar Schritte weiter eine Ruheoase gibt, in der man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Glücklicherweise hat diese Oase auch noch recht viel Schatten anzubieten, ansonsten wäre es auch dort kaum auszuhalten. Selbst auf der “großen Spielwiese”, auf der es normalerweise nur so von Hobbyfußballern wimmelt, herrscht eher mäßiger Betrieb:

Wenn jetzt noch die Eisdiele etwas näher am Park läge…
Seit Wochen werden in Berlin immer wieder Autos angezündet – meist trifft es größere Limousinen oder vielverbrauchende SUVs. Nach einer längeren Pause brennen seit dieser Woche weitere Autos, letzte Nacht wurde der Fuhrpark einer bekannten Berliner Fahrzeugvermietung – die angeblich einst aus der linken Szene entstand – angezündet.
Was soll das? Ich bin weder ein Freund von diesen Spritfressern noch von der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Armut und Reichtum. Auch bejahe ich es, wenn Menschen auf die Straße gehen und für ihre politischen und gesellschaftlichen Anliegen eintreten. Wenn dies ein politisches Zeichen sein soll ist es das falsche: Es ist destruktiv, spaltet die Bevölkerung und fördert den zunehmenden Sicherheitswahn. Aber diese Brandanschläge haben nichts mit politischen Zeichen zu tun, sondern sie sind schlichtweg pubertärer Schwachsinn. Aber vielleicht bin ich ja auch zu alt oder zu spießig…

Diesmal schwelgt der Stef bei seiner Markthallenbegehung in Erinnerung – hat er doch vor 20 Jahren zwei Straßen weiter gearbeitet – und hier damals die ein oder andere Mittagspause verbracht. Die ehemalige Markthalle X ist besser bekannt als Arminiusmarkthalle und liegt in Moabit, in unmittelbarer Nähe vom U-Bahnhof Turmstraße. Sie wurde 1891 erbaut, überstand den Krieg, wurde 1982 als Baudenkmal ausgewiesen und zu ihrem 100-jährigen Bestehen 1991 von außen, 1996 von innen renoviert. Ursprünglich fanden dort über 400 Stände Platz, heute wird ein Großteil von einem Discounter und einem Drogerieladen eingenommen, viele Stände werden von Flohmarktbetreibern genutzt.
Bereits vor 20 Jahren mussten immer mehr Marktleute aufgeben, immer häufiger stand man vor geschlossenen Ständen. Heute bekommt man nur noch eine Ahnung dessen, was ursprünglich in der Halle für eine Atmosphäre herrschte. Diese Markthallen waren nicht einfach eine Ansammlung von Geschäften. Hier traf man sich zu Klatsch und Tratsch, viele Marktleute kannten die Kunden mit Namen, und für einige Kiezbewohner war die Markthalle das zweite – wenn nicht gar erste – Wohnzimmer. Mag jetzt manch einer meine Betrachtungsweise als nostalgisch oder verklärend empfinden, aber, ach ja, lasst mich doch ein wenig den Nostalgiker spielen.
Einen Besuch der Arminiushalle kann man mit einem kleinen Turmstraßenbummel verbinden, Öffnungszeiten 7.30 bis 18.00, Freitags bis 19 und Samstags bis 14 Uhr. U-Bahnhof Turmstraße, nördlicher Ausgang, dann Richtung Rathaus Tiergarten und rechts in die Jonasstraße einbiegen.

Ein Traum in… lila???
Der Tag danach:
- Ein wenig mit den Brauseboys (oder besser gesagt mit deren Buch) im Park zu sitzen und zu lesen ist die adäquate einzig mögliche Gestaltung für den “Tag danach”
- Warum hat Iris als Nüchternste des Vorabends heute den dicksten Kater?
- Wer opfert sich für den Rest Prosecco im Kühlschrank?
- Wetten, dass wir Islands Beitrag beim CSD bis zum Abwinken hören?
- Hoffentlich brauche ich nicht bis zum nächsten Grand Prix um die Pfunde, die ich mir bei der gestrigen Fressorgie draufgepappt habe, wieder runter zu bekommen. *soifz* War aber auch lecker…


