Diesmal schwelgt der Stef bei seiner Markthallenbegehung in Erinnerung – hat er doch vor 20 Jahren zwei Straßen weiter gearbeitet – und hier damals die ein oder andere Mittagspause verbracht. Die ehemalige Markthalle X ist besser bekannt als Arminiusmarkthalle und liegt in Moabit, in unmittelbarer Nähe vom U-Bahnhof Turmstraße. Sie wurde 1891 erbaut, überstand den Krieg, wurde 1982 als Baudenkmal ausgewiesen und zu ihrem 100-jährigen Bestehen 1991 von außen, 1996 von innen renoviert. Ursprünglich fanden dort über 400 Stände Platz, heute wird ein Großteil von einem Discounter und einem Drogerieladen eingenommen, viele Stände werden von Flohmarktbetreibern genutzt.
Bereits vor 20 Jahren mussten immer mehr Marktleute aufgeben, immer häufiger stand man vor geschlossenen Ständen. Heute bekommt man nur noch eine Ahnung dessen, was ursprünglich in der Halle für eine Atmosphäre herrschte. Diese Markthallen waren nicht einfach eine Ansammlung von Geschäften. Hier traf man sich zu Klatsch und Tratsch, viele Marktleute kannten die Kunden mit Namen, und für einige Kiezbewohner war die Markthalle das zweite – wenn nicht gar erste – Wohnzimmer. Mag jetzt manch einer meine Betrachtungsweise als nostalgisch oder verklärend empfinden, aber, ach ja, lasst mich doch ein wenig den Nostalgiker spielen.
Einen Besuch der Arminiushalle kann man mit einem kleinen Turmstraßenbummel verbinden, Öffnungszeiten 7.30 bis 18.00, Freitags bis 19 und Samstags bis 14 Uhr. U-Bahnhof Turmstraße, nördlicher Ausgang, dann Richtung Rathaus Tiergarten und rechts in die Jonasstraße einbiegen.

















Mache doch mal Fotos von den “Arcaden”. Dann kannst Du in 20 Jahren von den heutigen Konsumtempeln schwärmen
“Da gab es Subway, dort ‘nen Starbucks, hier war der NanuNana. Ach war das schön!”