Archiv für Juni 2008...
Montag, 30. Juni 2008 - Software
Eine Erweiterung, die ich im Firefox nicht mehr missen möchte ist SpeedDial. Opera-User kennen diese Funktion: Man kann sich seine Lieblingsseiten mit Screenshots auf einer Übersichtsseite abspeichern und hat diese dann immer auf einen Blick. Diese Erweiterung verfügt über viele Einstellungsmöglichkeiten: Man kann sie als Startseite einrichten, auf Wunsch startet sie mit jedem neuen Tab, die ersten 9 Favoriten sind über Shortcuts erreichbar, der Tabfokus lässt sich auswählen und das Erscheinungsbild anpassen. SpeedDial gibt es auch auf deutsch und ist sowohl für FF 2 und 3 nutzbar.

Eine Alternative ist FastDial. Diese Erweiterung verfügt anscheinend über etwas mehr Möglichkeiten, ist allerdings nur auf englisch erhältlich.
Sonntag, 29. Juni 2008 - Kurz notiert
Mal ehrlich, die Spanier haben’s verdient. Aber “wir” sind wenigstens Tipmeister: Beim ersten mal bei so ‘nem Spiel mitgemacht und Dank fundierten Fachwissens Glück direkt gewonnen. Kann man ja mal erwähnen.
Auch wenn der Tip fürs Finale etwas gewagt war…

Wenn das spanische Restaurant um die Ecke noch in Betrieb wäre steppte dort bestimmt der Bär Stier. So gibt’s hier nur ein wenig deutsches Frustgeböller.
So, EM vorbei. Und was mache ich jetzt abends?
Sonntag, 29. Juni 2008 - Kiez, Schnappschüsse

Lauschiges Plätzchen im Volkspark Rehberge
Samstag, 28. Juni 2008 - Berlin
Nach jahrelanger Abstinenz hat mich Anke genötigt überredet, mir die CSD-Parade anzusehen – von wegen Event, Historie, Spaß und so. Nach dem obligatorischen Chaos und fast ohne Verspätung zockelten wir also mit einem kleinen Tross los, fanden unter den Linden noch ein lauschiges, halbwegs trockenes Plätzchen, und harrten der Dinge, die da unausweichlich kommen würden… Erfreulicherweise gab es – im Gegensatz zu früheren Kölner CSDs – kaum Wartezeiten, und genügend Platz in der ersten – und einzigen – Reihe war auch vorhanden. Vielleicht lag’s am Wetter, vielleicht an der neuen Route, der Besucherstrom war jedenfalls recht übersichtlich.
Relativ schnell wurde aber klar, warum ich dieser Festivität so lange aus dem Weg gegangen war: Mit einer politischen Demonstration, die der CSD ja ursprünglich war, hatte das ganze – bis auf wenige Ausnahmen – nichts mehr zu tun. Fast jede Partei meinte, sich beim homosexuellen Urnenpöbel anbiedern zu müssen, und auch die Wirtschaft erinnerte sich wieder der zahlungskräftigen Kundschaft. Lebhaft und bunt war’s allerdings: Es gab viel für die Augen, und – leider – noch mehr für die Ohren. Hieß es früher noch “wer hat den längsten”*, war diesmal wohl das Motto “wer hat den lautesten”. Offengestanden habe ich
es nicht lange ausgehalten – als wir minutenlang von einem Wagen (war das Werbung für einen Club? Oder für ne Disco? Oder für die Hörgeräteindustrie?) mit ohrenbetäubendem Krawall gefoltert beschallt wurden, und sich dies offensichtlich bei den folgenden Wagen fortsetzen würde, habe ich die Flucht ergriffen. Vielleicht fehlten mir Ohrstöpsel, vielleicht auch nur eine gewisse Menge an – durchaus vorhandenem – Prosecco, oder das ganze erinnerte mich einfach zu sehr an Karneval… wie auch immer, ich sitze jetzt in meiner ruhigen Wohnung, sehe bei geöffnetem Fenster lächelnd dem Wolkenbruch zu, und werde sicherlich am Montag brühwarm erfahren, wie der Rest der Fete abgelaufen ist.
Memo an mich: Sollte mich im nächsten Jahr wieder jemand versuchen zu überreden, vor der Antwort dieses Posting lesen!
* Ende der 90er war beim CSD die wichtigste Frage, wer denn den längeren Umzug und mehr Besucher hat – Köln oder Berlin.
Samstag, 28. Juni 2008 - Berlin
Der Verein deutsche Sprache hat uns Wowi für den Titel des Sprachpanschers des Jahres nominiert. Zurecht – wobei der “Stottererslogan” be berlin* zwar nicht von ihm erfunden wurde, aber wer wird schon so kleinlich sein. Außerdem gilt er als Wiederholungstäter.
[Quelle] [via]
* Achtung, bei Betrachtung der Webseite besteht Gefahr von Augenkrebs, optischem Overflow und Schwindelgefühl.
Freitag, 27. Juni 2008 - Misc, Politik
Zur Zeit berät der Bundestag – mal wieder – darüber, Patientenverfügungen endlich bindend werden zu lassen. 200 Abgeordnete der Grünen, der Linken, SPD und FDP haben dazu einen Antrag eingereicht. Kritik gibt es – welch Überraschung – von der christlich-demokratischen Union. [Quellen 1, 2] Die bislang geschätzt zehn Millionen Verfügungen sind nicht bindend, der Bundesgerichtshof hat 2003 die Gültigkeit der Verfügungen ferner auf Fälle beschränkt, in denen der Krankheitsverlauf unweigerlich zum Tod führt. [Quelle].
Natürlich wird dieses Thema kontrovers diskutiert: Man trifft Entscheidungen für einen Fall, den man sich zwar meint vorstellen zu können, aber wie würde man reagieren, wenn er dann wirklich mal einträfe? Dass man nicht mal eben beim Käffchen aufschreibt, was mit einem in einem solchen Fall passiert, dürfte klar sein. Beratungen gibt es bei Ärzten und in Krankenhäusern, man sollte bei den Überlegungen enge Freunde und die Familie mit einbeziehen, aber entscheiden muss man letztendlich selbst. Ich habe mich lange Zeit mit diesem Thema auseinandergesetzt bevor ich dann vor einigen Jahren eine solche Patientenverfügung erstellt habe. Auch heute wird sie – im Schnitt einmal im Jahr – hinterfragt und ergänzt.
Wenn man sich dann entschieden hat ist es wichtig, die Verfügung sehr genau zu erstellen. Allgemein gehaltene Verfügungen führen nicht nur zur Verunsicherung von Angehörigen und Ärzten, auch ist ihr Vollzug unwahrscheinlich. Es empfiehlt sich ferner, noch eine kurze Darstellung seiner persönlichen Wertevorstellung beizufügen. Tipps und Vorlagen findet man unter anderem bei der Deutschen Hospizstiftung und beim Justizministerium – hier kann man Textbausteine als Word-Dokument herunterladen. Juristische Grundlagen zu Patienten- und Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Sterbehilfe findet man auf der privaten Seite Patiententestament.com.
Donnerstag, 26. Juni 2008 - Berlin
So, das war’s also mit der kleinen Reihe über die Berliner Markthallen. Mir haben die Spaziergänge zu und durch die Hallen Spaß gemacht, ebenso wie die Recherche im Web. Auch wenn mitunter kleine Schmunzeleien dabei waren – keine Ahnung wie viele Treffer ich bei der Recherche nach “Müllerhalle” über einen Herrn Müller (Halle) fand.
Und auch wenn die Reaktionen in Form von Kommentaren ausblieben hoffe ich, dem ein oder anderen Leser hat’s auch gefallen.
Auch wenn die Zeiten der alten Markthallen vorbei zu sein scheinen lohnt sich in einigen noch ein Besuch – bevor auch die letzten Reste des Flairs wegsaniert werden oder alle kleinen Händlern größeren Discountern weichen müssen. Schwer mit dem Niedergang tut sich vor allem die ältere Bevölkerung, viele Jüngere können mit den Hallen wohl gar nix mehr anfangen. Schade. Aber vielleicht gehen ja neue Konzepte und Ideen wie die in der Marheinekehalle oder der Eisenbahnhalle auf, wer weiß.
Die entsprechenden Quellen habe ich ja bei den jeweiligen Kapiteln angegeben, weitere, allgemeine Infos findet man noch in folgenden Artikeln:
Zu den Artikeln über die Berliner Markthallen im StefBlog
Donnerstag, 26. Juni 2008 - Kurz notiert
Keine sichtbaren Feierreste am Morgen danach, weder Sach- noch Personenschaden. Vielleicht war dazu das Spiel ja auch zu grottig. Egal: Finale, o-oh…
Hm, wie mögen meine Nachmieter die Nacht am Leo verbracht haben…?
Mittwoch, 25. Juni 2008 - Kiez, Schnappschüsse
…auf das Halbfinale:


Hoffentlich ist das Bild nach dem Spiel auch so friedlich…
Dienstag, 24. Juni 2008 - Berlin
Bei der letzten Tour geht’s in die Kreuzberger Eisenbahnhalle. Sie wurde 1891 als Markthalle IX eröffnet und liegt zwischen Eisenbahn- und Pücklerstraße. So schön sie von außen aussieht – das Innenleben dürfte das trostloseste aller alten Hallen sein. Während hier in den 70ern noch richtig was los gewesen sein soll, sorgen jetzt lediglich ein Supermarkt, ein Textil- und ein Drogierdiscounter für ein wenig Leben. So werden nun auch neue Nutzungsformen überlegt, zum Beispiel ein Orient-Basar oder ein “international ausgelegter Handelsplatz”.
Die Halle, die 1991 renoviert wurde, steht unter Denkmalschutz. Einen Besuch der Eisenbahnhalle kann man wunderbar mit einer Tour durch den Wrangelkiez verbinden. Die Anfahrt gehört sich aber “klassisch” mit der Hochbahn der U 1 (sofern es die Bauarbeiten an der Hochbahntrasse zulassen), Haltestelle Schlesisches Tor (dann durch die Wrangelstraße bis zur Eisenbahnstraße) oder Görlitzer Bahnhof, dann über den sehr schönen Lausitzer Platz hoch zur Halle.
Quellen: [1] [2]
Zu den anderen Artikeln über die Berliner Markthallen im StefBlog
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