
Das nenne ich mal Vielfalt… (gesehen im Volkspark Rehberge).
Ich gehöre nicht zu den Leuten, die ständig unter Heim- oder Fernweh leiden, aber ein “Weh” gibt es, nämlich das “Meerweh”. Seit meinem ersten Besuch vor über zehn Jahren in Zeeland habe ich mich in die dortige Ecke verliebt und war, solange ich noch “in der Nähe” wohnte, mindestens einmal im Jahr dort. Morgens sehr früh (ja, ehrlich!) losgefahren, knappe 3 Stunden Fahrt, und abends, nach dem man dem Meer gute Nacht gewünscht hat, ging es wieder zurück. Jeder, mit dem ich dort war, hat den Tagesausflug genossen, und da ich nie alleine dorthin gefahren bin, hielten sich sogar die Spritkosten in Grenzen.
Von Berlin aus wäre die Fahrt an die zeeländische Küste doch etwas weit, aber auch die Ostsee hat ja durchaus schöne Ecken. Dort habe ich schon den ein oder anderen Urlaub verbracht, überlegte lange Zeit, dort hinzuziehen. Naja, hat ja bislang nicht so ganz geklappt, womit ich aber auch ganz gut leben kann. Tagesausflüge sollten dennoch machbar sein, wobei sich hier die Autolosigkeit – wie vorausgesagt – als kleiner Schwachpunkt erweist. Da ich allerdings sowieso lieber in Gesellschaft am Meer bin – nein, nicht (nur) wegen der Spritkosten – lässt sich sowas ja vielleicht doch irgendwann mal organisieren. Wird auch Zeit – ich habe nämlich mittlerweile seit zwei Jahren keinen Strandtag mehr genossen, und so langsam setzt es wieder ein, das Meerweh…
Ich finde es immer wieder amüsant, mich beim nach-denken zu beobachten: Du betrachtest etwas, die Situation hast du intuitiv erfasst und begriffen, und dann fängt das Hirn an, eben diese Situation zu beschreiben, zu erklären und zu interpretieren. Nachdenken eben, zumeist ein völlig überflüssiges geistiges Blabla, welches die Ironie in dem gern in Gegenwart von Schwätzern angewandten Satz “wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage” wieder mal wunderbar betont.
Ich denke also bin ich meinte einst Monsieur Descartes. Irgendwie fände ich “ich denke also war ich” passender. Das Ich, welches sich durch Denken manifestiert, ist doch nix weiter als ein Gebilde von Erinnerungen und Interpretationen. Aber vielleicht verstehe ich Monsieur Descartes auch falsch, da kann ich dann auch mit leben, schließlich halte ich es ja eher mit Sokrates’ Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß. Schließlich basiert Wissen – zumindest in Form von Allgemein- und zumeist auch Fachwissen – auf Übernommenen, meist ungeprüften Theorien und Aussagen. Und wenn sie dann doch mal überprüft werden geschieht auch dies unter einer gewissen Erwartungshaltung. Aber auch das “erlebte Wissen” hat mit der Realität nichts zu tun, wird doch jeder Augenblick von uns interpretiert – meist bereits wenige Zehntelsekunden nach dem Erleben, spätestens jedoch im Gedächtnis. Wobei sich mal wieder die Frage stellt, ob es die Realität an sich wirklich gibt. Ich behaupte: Nein. Jeder hat seine eigene Realität, die er sich selbst schafft.
(Nö, ich habe keine in Rotwein getränkte Philosophierlaune – mag ja auch keinen Rotwein – sondern nehme mir endlich wieder die Zeit – oder sollte ich sagen, die Zeit ist einfach wieder reif? – mich mit anderen Philosophien zu befassen. Dazu könnte die Tage noch der ein oder andere Gedankenschnipsel hier niedergeschrieben werden…)
…denn am kommenden Wochenende / übermorgen Abend / nächstes Jahr Ostern? Ach ihr Lieben, woher soll ich das denn jetzt schon wissen? Am Ende eines – zur Zeit sehr langen – Arbeitstages bin ich eigentlich nur noch platt und zu nix nicht mehr all zu viel zu gebrauchen. Bin ja schon froh, heute auf dem Heimweg mal auf nen Kaffee in der Ex-WG reingeschaut zu haben. Abgesehen davon, dass ich seit längerem eh nicht mehr der große Planer bin (zumindest was die Freizeit angeht) weiß ich doch nicht, ob ich morgen wieder aufwache zu irgendwas Lust habe – also sind wir bitte mal etwas spontan. Diese Spontaneität passt irgendwie auch recht gut zu dem Thema, mit dem ich mich – nach langer Auszeit – endlich wieder mal befasse, aber dazu später mehr. Vielleicht…
Also, über spontane Aktionen freue ich mich sehr (winkewinke Iris), aber mehr ist gerade nicht zu wollen.
Kleines Fundstück bei der Bildersuchtour: Alt und neu, hübsch und hässlich, oder einfach nur typisch Berlin…

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