Eines hat sich seit dem Umzug vom Leo doch deutlich verschlechtert*, nämlich die Sonntagsbrötchensituation an sich. Unter der Woche bin ich ja eher der Brotesser, aber am Wochenende dürfen’s gerne Brötchen sein, vielleicht noch ein lecker Stück Kuchen für den Nachmittag. Zumindest für den sonnabendlichen Frühstückstisch gab’s am Leo den Laugengebäckverkaufsstand direkt gegenüber (okay, ich war letztens in Schwaben, ich weiß wieder, wie richtiges Laugengebäck schmeckt), und am Sonntag sorgte die freundliche Bäckereifachverkäuferin Aushilfskraft beim Billigbäcker für die Magenfülle. Das Gebäck dort war nämlich nicht nur billig, sondern überraschenderweise auch recht gut! Tja, und nun?
Hier gibt es einen kleinen Kiezbäcker, also ein übersichtlich sortiertes Café mit Brötchenverkauf. Je nun, nicht der Brüller, aber bezahlbar und geschmackstechnisch passabel. Eines jedoch geht dem – immer freundlichen – Verkäufer ab: Der Wiedererkennungswert! Nein, ich erkenne ihn schon wieder, aber er… Nun ist es nicht erste Pflicht eines Ladeninhabers, den “Wochenendstammkunden” mit Handschlag, Namensnennung und großartigen Rabatten zu empfangen. Aber jedesmal das gleiche Nachfragen – wenn auch meist nur im Gesichtsausdruck – nee, da kommt kein Stammbäckerfeeling auf. Und ich brauche das einfach, das ist vielleicht so ein kleines, meinetwegen spießiges Gefühl von Heimat.
Zwei weitere Bäcker Brötchenverkaufsstellen habe ich hier in der Umgebung getestet, beide deutlich weiter entfernt, dafür nicht wesentlich besser als mein momentaner Behelfsstammbäcker. Einen Versuch habe ich noch, wobei ich bislang nicht in Erfahrung bringen konnte, ob dieser Laden Sonntags morgens, ja ob er überhaupt mal geöffnet hat. Diesen – deutlich längeren – Weg hebe ich mir aber für einen Sonntag auf, an dem es nicht stürmt und schüttet.
Und, liebe Neunmalkluge: Nein, Brötchen sonntags aufzubacken ist bei den Energiepreisen keine Alternative!
* Es gäbe da noch ein paar weitere Verschlechterungen, aber die haben nix mit meinem Bäcker zu tun, werden bzw. wurden von daher an anderer Stelle abgehakt.

















hihi, meine stammbäckerei für brot packt mir schon mein lecker brot (“goldstück” aus roggenvollkorn mit rübenkraut und sesamkruste) ein, wenn ich draussen vor dem laden mein fahrrad abschliesse

mein wiedererkennungsspruch für die verkäuferin war “einmal ihr goldstück, bitte”
ein paar mal diesen spruch aufgesagt und schon wird man wiedererkannt *freu*
Tja, lecker Brot… *soifz* Einer der Brauseboys schrieb mal, dass es im Wedding keinen richtigen Bäcker gebe. Scheint nicht so ganz Unrecht zu haben…
Und was deinen Wiedererkennungswert angeht: So’n – zugegeben netten – Spruch brauchst du gar nicht. Wer dich einmal erlebt hat…