Verfallen aber unvergessen

 Veröffentlicht vom um 15:11  Berlin
Sep 092008
 

Eingänge geschlossenAuf Grund des unerwartet hereinbrechenden Sommer-Revivals wurden die Pläne, das Deutsche Historische Museum zu besuchen, auf später verschoben. Stattdessen gab’s den schon länger geplanten Ausflug zum Kulturpark Plänterwald. Der Kulturpark – den etwas jüngeren als Spreepark, den noch jüngeren gar nicht mehr bekannt – war ein knapp 30 ha großer Vergnügungspark, der 1969 im Norden des Plänterwaldes, direkt an der Spree eröffnet wurde. Die höchste, noch heute weit sichtbare Attraktion war das 45 Meter hohe Riesenrad. Nach der Wende wurde der Park teilweise umgestaltet und von der Spreepark GmbH Berlin mit dem Geschäftsführer Norbert Witte verwaltet. Wahrzeichen - verrostetAb 1999 hatte der Park immer mehr mit Schulden zu kämpfen, 2001 meldete die GmbH Insolvenz an. 2002 wurde der Park geschlossen – nachdem Witte sechs Attraktionen abgebaut und nach Peru verschifft hatte. Mehrere Versuche, den Park wieder zum Leben zu erwecken, scheiterten. Mittlerweile ist das Gelände ziemlich verwildert – Gestrüpp und die Ruinen der Fahrgeschäfte ergeben ein morbides Bild.

Immer am Wasser entlangDer Mike und ich hatten neben vielen Eindrücken – für mich war alles Neuland, Mike konnte mal wieder in Erinnerungen schwelgen – noch einen wunderschönen Spaziergang durch den mittlerweile als Naturschutzgebiet bestehenden Plänterwald. Ein Ausflug lohnt sich, am besten fährt man ab S-Bahnhof Treptower Park mit dem Bus 265 Mike auf dem Heimweg. Kann dauern!bis zur Haltestelle “Am Plänterwald”. Oder man plant mehr Zeit ein und spaziert ab S-Bahnhof Treptower Park immer an der Spree entlang, an der Insel der Jugend vorbei bis zum Plänterwald. Leider ist das Betreten des Geländes verboten, so mussten wir uns mit Knipsversuchen jenseits des Zaunes beschränken. Beim Mike gibt’s weitere Fotos – mittlerweile ist er also mit seinem Drachenschlitten glücklich zuhause angekommen.

Die ausführliche Geschichte des Parks mit vielen Bildern findet man auf der Webseite von Christopher Flade, weitere Eindrücke gibt’s auf der letzten offiziellen Seite des Parks.

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