Im Neuen Deutschland gibt es ein Interview mit Günter Sölken, dem Mitinitiator der Woche des Grundeinkommens.
Zum Artikel | Woche des Grundeinkommens 15.-21. September 2008
Im Neuen Deutschland gibt es ein Interview mit Günter Sölken, dem Mitinitiator der Woche des Grundeinkommens.
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Vor einigen Tagen ist gegen den Autor der unsäglichen Chemnitzer Studie zum Hartz IV-Regelsatz Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet worden. Seitdem ist auf der Website des Instituts nur noch die Präambel zu finden, nicht mehr aber die Studie selbst.
Aus der Begründung:
Herr Prof. Dr. Thießen hat eine Studie veröffentlicht, nach der der Regelsatz für Harz IV-Empfänger zwischen 132 € Minimum und278€ Maximum zu liegen habe. Mit dieser Studie wird der Eindruck erweckt, der jetzige Harz IV Satz sei völlig überhöht. Die Studie ist geeignet, die gesellschaftliche Akzeptanz von Harz IV Empfängern zu untergraben, deutlicher ausgedrückt: den Haß auf Harz IV Empfänger anzustacheln und weiter zu schüren. Harz IV Empfängern werden Bedingungen zugemutet, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind. Der soziale Frieden in der Bundesrepublik Deutschland wird gefährdet.
Quelle: Mailingliste des Netzwerks Grundeinkommen.
Die liebste Freundin auf dem platten Land besucht. Schöne Fete, schön auch, liebe Menschen wieder zu sehen und neue kennen zu lernen. Zwischen dem Trubel gab’s einen kleinen “Erholungsspaziergang” durch die Natur:

Herrlich zum Kraft tanken. Trotzdem wieder mal festgestellt, dass ich zur Zeit nicht auf dem Lande wohnen möchte…
Interessant, wie voll Züge zu den unmöglichsten Uhrzeiten sein können. Und dass Kleinkinder mitten in der Nacht so munter sind – gibt’s nicht in den ICEs spezielle Käfige Kleinkinderabteile?
Der morgige Sonntag wird hiermit zum Tag des Schlafes erklärt! *herzhaft gähn*
Wenn man Stef an seinem freien Samstag noch weit vor dem Morgengrauen aufsteht muss das schon gewichtige Gründe haben. Zum Beispiel die Einweihungsfeier der ältesten Freundin im Land der Deiche und Dünen. Nachdem der erste Kaffee ansatzweise die noch gut ruhenden Lebensgeister geweckt hat sitzt man am Laptop, weil man doch eben noch wasauchimmer im Netz nachsehen will, und plötzlich wird man sich des Vogelkonzerts vor dem Fenster bewusst. Man sieht hinaus, genießt die Morgenfrische um die Nase, hört und sieht den Vögeln zu, und freut sich, den grauenden Morgen ganz ohne Alltagsstress genießen zu können. Nicht, dass so etwas jetzt häufiger vorkommen muss – ich bin kein Frühaufsteher und werde nie einer sein. Aber heute war das schon okay. Kann ja im Zug den Schlaf nachholen – sofern ich nicht vom freundlichen Servicepersonal, welches mir als Entschuldigung für die Fahrpreiserhöhung einen Orangensaft gratis aufnötigen will, geweckt werde…
So, Fahrpreiserhöhung. Und für diejenigen, die am Schalter die Fahrkarten kaufen wollen wird ein Bedienzuschlag in Höhe von 2,50 € erhoben, und zwar pro Strecke. Pro Strecke! Wenn ich also eine Hin- und Rückfahrt löse zahle ich 5 Euro. Das gilt zwar nicht für Senioren, aber auch nur, wenn diese eine Bahncard haben. Meine Bahncard habe ich gekündigt. Von Berlin aus sollten Reisen via Mitfahrzentralen kein großes Problem darstellen. Pech für Kunden, die auf dem Lande wohnen. Aber die besitzen sowieso ein Auto – kein Wunder, bei den Verbindungen dort. Pech haben die weniger rüstigen Rentner, die nicht mehr Auto fahren. Aber die sollen ja um den Zuschlag rumkommen – sofern sie… siehe oben.
Die Bahn – Unternehmen Zumutung.
Der gestern wegen akutem Sommereinbruch verschobene Museumsbesuch wurde heute nachgeholt – allerdings entschied ich mich spontan nicht für das DHM, sondern für das Museum der schwedischen Gegenwartskunst. Bereits von außen überzeugt das Haus durch eine gewisse Luftigkeit durch die Verwendung von viel Glas, innen sind die Ausstellungsräume großzügig angelegt.
Witzigerweise herrscht hier, wie in vielen alten Schlössern, Puschenpflicht. Verständlich, wie sähe sonst das historische Parkett bei dieser häufigen Nutzung aus? Das Museum beherbergt die größte Sammlung schwedischer Gebrauchsgegenstände, aber auch eine
große Sonderausstellung mit nordischer Kunst der Gegenwart. Abstrakte Gebilde aus Formen und Farben findet man ebenso wie wunderschöne Illumi… Iluma… Lichtgebilde. Einige Ausstellungsstücke können sogar käuflich erworben werden – bereits auf dem Hinweg kamen mir viele glückliche Sammler mit den blauen Taschen des Museums entgegen. Wer nach dem langen Rundgang erschöpft ist kann im eigenen Restaurant volkstümliche Gerichte kosten.
Die Ausstellung ist montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr, am Freitag sogar bis 21 Uhr geöffnet, Sonntag ist Ruhetag. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Museum am besten über den S-Bahnhof Südkreuz zu erreichen.
Auf Grund des unerwartet hereinbrechenden Sommer-Revivals wurden die Pläne, das Deutsche Historische Museum zu besuchen, auf später verschoben. Stattdessen gab’s den schon länger geplanten Ausflug zum Kulturpark Plänterwald. Der Kulturpark – den etwas jüngeren als Spreepark, den noch jüngeren gar nicht mehr bekannt – war ein knapp 30 ha großer Vergnügungspark, der 1969 im Norden des Plänterwaldes, direkt an der Spree eröffnet wurde. Die höchste, noch heute weit sichtbare Attraktion war das 45 Meter hohe Riesenrad. Nach der Wende wurde der Park teilweise umgestaltet und von der Spreepark GmbH Berlin mit dem Geschäftsführer Norbert Witte verwaltet.
Ab 1999 hatte der Park immer mehr mit Schulden zu kämpfen, 2001 meldete die GmbH Insolvenz an. 2002 wurde der Park geschlossen – nachdem Witte sechs Attraktionen abgebaut und nach Peru verschifft hatte. Mehrere Versuche, den Park wieder zum Leben zu erwecken, scheiterten. Mittlerweile ist das Gelände ziemlich verwildert – Gestrüpp und die Ruinen der Fahrgeschäfte ergeben ein morbides Bild.
Der Mike und ich hatten neben vielen Eindrücken – für mich war alles Neuland, Mike konnte mal wieder in Erinnerungen schwelgen – noch einen wunderschönen Spaziergang durch den mittlerweile als Naturschutzgebiet bestehenden Plänterwald. Ein Ausflug lohnt sich, am besten fährt man ab S-Bahnhof Treptower Park mit dem Bus 265
bis zur Haltestelle “Am Plänterwald”. Oder man plant mehr Zeit ein und spaziert ab S-Bahnhof Treptower Park immer an der Spree entlang, an der Insel der Jugend vorbei bis zum Plänterwald. Leider ist das Betreten des Geländes verboten, so mussten wir uns mit Knipsversuchen jenseits des Zaunes beschränken. Beim Mike gibt’s weitere Fotos – mittlerweile ist er also mit seinem Drachenschlitten glücklich zuhause angekommen.
Die ausführliche Geschichte des Parks mit vielen Bildern findet man auf der Webseite von Christopher Flade, weitere Eindrücke gibt’s auf der letzten offiziellen Seite des Parks.
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