Mit dem interessierten Gast gab es am Sonntag einen Besuch im Mauermuseum, bzw. dem Museum im Haus am Checkpoint Charlie. Über drei Stockwerke und mehrere kleine Räume hinweg verteilt findet man diverse Ausstellungen, wovon die Geschichte der Mauer und der geglückten und missglückten Fluchtversuche sicher die interessantesten sind. Anhand vieler Schautafeln, mancher Nachbildung und einiger Originale wird aufgezeigt, auf welche zum Teil abenteuerliche Weise Menschen versuchten, aus der DDR und vor allem Ostberlin zu fliehen.
Das Museum wurde 1962 gegründet und zog 1963 ins Haus am Checkpoint Charlie um. Neben der Ausstellung selbst finden regelmäßige Vorführungen in dem kleinen Kino statt – unter anderem wird mehrmals täglich der Film “Mit dem Wind nach Westen” gezeigt. Nach Voranmeldung kann man in einer Bibliothek stöbern oder auch Vorträge buchen. Ein kleines Café ist auch dort, und natürlich der obligatorische Shop. Die Produkte dort finde ich in erster Linie recht peinlich, aber den Touri freut’s wahrscheinlich.
Bei meiner Bewertung des Museums bin ich sicherlich befangen: Ich hatte die Ausstellung bereits vor 20 Jahren gesehen – damals hatte sie mich sehr beeindruckt – und auch das Buch zur Ausstellung gekauft, weshalb sich mir nun nicht all zu viel Neues bot. Außerdem waren mir die Räume zu eng, vor allem bei den Massen an Besuchern. Auch Andis Begeisterung hielt sich ziemlich in Grenzen – und sie kannte das Museum bislang noch nicht. Trotzdem: Wen vor allem die Fluchtgeschichten rund um die Mauer interessieren, der sollte einen Abstecher wagen. Einen Tag mit wenigen Besuchern wird man wohl nicht finden, also sollte man zum Besuch viel Zeit und Ruhe mitbringen. Einen ganz klaren Abzug gibt es auf Grund des Preises: 12,50 € ist definitiv zu teuer!
Information: 
Gruselfaktor: 
Touriquote: 
Adresse: Friedrichstraße 43-45, U Kochstraße oder U Stadtmitte, geöffnet täglich 9 bis 22 Uhr. Webseite: www.mauermuseum.de

















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