Archiv für Dezember 2008...
Samstag, 13. Dezember 2008 - Misc, Politik
Tja, liebe Mutter Erde, wir würden ja gerne den Klimawandel bekämpfen – das hat dir die Jeanne d’Arc des Umweltschutzes unsere Volkskanzlerin ja versprochen – aber du musst verstehen, dass wir jetzt, in dieser völlig unerwarteten Wirtschaftskrise, natürlich die Prioritäten ändern müssen. Oder willst du verantworten, dass deutsche Arbeitsplätze gefährdet werden? Wir Deutschen können nun mal nix anderes als SUVs zu bauen. Und von unseren osteuropäischen Nachbarn mit ihrer Strom- und Schwerindustrie mal ganz zu schweigen. Aber versprochen, sobald die Wirtschaftskrise vorbei ist werden wir uns um dich kümmern, bestimmt!
Treffen sich zwei Planeten.
“Du siehst aber schlecht aus!”.
“Ja, mir geht’s auch nicht gut, ich habe ‘homo sapiens’”.
“Mach’ dir nichts draus, das hatte ich auch mal, das geht vorbei!”
Freitag, 12. Dezember 2008 - Fundstücke
…kann gar nix schiefgehen, wenn man dem Hauptstadtblogschen Horoskop glauben will. Und wer will das nicht, wenn die Vorhersage so klingt:
2009 wird in vieler Hinsicht besser. Zwar muss das Wasserwesen auch weiterhin für ein ordentliches Gericht hart schuften, aber es geht ihm deutlich besser. Waren die vergangenen drei Jahre Zeiten des Umbruchs und der Neuorientierung, so kann der Fisch sich 2009 auf ruhigeres Fahrwasser freuen.
Ja dann…
Zum gesamten Text…
Freitag, 12. Dezember 2008 - Schnappschüsse
Kein Wunder, dass Berlin die Single-Hauptstadt ist…

Im Volkspark Rehberge stehen dutzende dieser “Singlestühle”. Ist dies dem Bedarf geschuldet oder ein Versuch, die Kontaktaufnahme zu erschweren?
Donnerstag, 11. Dezember 2008 - Berlin, Misc
Ich gestehe, ich bin empfänglich für weihnachtlichen Lichterglanz – allerdings eher außerhalb meiner Wohnung. Glücklicherweise komme ich hier in Berlin auf meine Kosten – nicht nur an den Fenstern der umliegenden Häuser blitzt und blinkt es, auch viele Plätze in der Stadt leuchten alles andere als dezent vor sich hin. Anke behauptete nun, dass die Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm viiiel schöner aussieht als die unter den Linden. Natürlich muss ich mich davon selbst überzeugen, selbst das schietige Wetter kann mich nicht von einem Kudammbummel abhalten. Den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz nehme ich bei der Gelegenheit auch direkt mit (Wertung: Durchschnitt, kann man ansehen, muss man nicht), und zum Vergleich der Lichterpracht gibt’s dann auf dem Heimweg noch Unter den Linden einen kleinen Zwischenstopp. Und siehe da: Anke hat Recht. Bilder gibt’s natürlich keine, da meine Cam bei Dunkelheit doch etwas überfordert ist. Hilft also nur: live ansehen!
Mittwoch, 10. Dezember 2008 - Berlin, Misc, Politik
Arbeitslos zu werden ist für viele Menschen der Horror – obwohl dies mittlerweile zum Alltag gehört. Treffen kann es jeden. Wenn es denn soweit ist führt der erste Weg zur Arbeitsagentur. Hier in Berlin gibt es mehrere Standorte der Agentur, und wer diese erstmals betritt hat nicht das Gefühl, die Arbeitslosigkeit sei so schlimm. Man wird freundlich empfangen, Warteschlangen sind selten, man ist keine Nummer sondern ein Kunde, dem ein Service zu Teil werden soll: Man möchte dem Kunden nach Möglichkeit einen neuen Arbeitsplatz zukommen lassen.
Wer nun aber nach geraumer Zeit – besser gesagt, nach dem sein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I aufgebraucht ist – noch keinen Job gefunden hat, der merkt schnell, dass es in Deutschland ein Kastenwesen gibt, zumindest aber eine Mehrklassengesellschaft auch unter den Arbeitslosen. Wer ALG II beziehen möchte stellt sich erst mal hinten an – in den Schlangen vor den Jobcentern. Unter den Blicken der Wachmänner landet man bei gestressten – und zumeist trotzdem noch freundlichen – “Empfangsdamen” und darf dann erstmal seine Nummer ziehen. Bis man dann bei seinem Vermittler angekommen ist vergehen aber locker ein bis drei Stunden – wenn man überhaupt so weit vorgelassen wird.

Die Jobvermittler, die selbst häufig nur mit befristeten Vertägen ausgestattet sind, stehen unter Druck: Vermitteln, aus der Statistik streichen, Zahlungen kürzen – das wird von ihnen erwartet. Da werden dann auch mal 16jährige in “Ein-Euro-Job-Maßnahmen” gesteckt, auf die persönliche Situation des einzelnen wird keine Rücksicht genommen.
Dass sich diese Situation in absehbarer Zeit ändert ist kaum abzusehen – bei der momentanen Wirtschaftskrise ist eher zu erwarten, dass die Schlangen in den Jobcentern länger und länger werden. Aber nicht die Wirtschaftskrise ist das eigentliche Problem – sie nimmt nur vorweg, was über kurz oder lang sowieso eintritt: Es wird immer weniger Arbeitsplätze geben. Siehe hierzu auch den gestrigen Artikel des Spiegelfechters auf Telepolis und das Interview mit dem amerikanischen Ökonom Jeremy Rifkin in der Stuttgarter Zeitung.
Auch diese Entwicklung wäre kein Problem – zumal man sie sowieso nicht stoppen kann. Das Problem ist der nach wie vor existente Mythos der Vollbeschäftigung und der Irrglaube, dass der Lebenssinn des Menschen in der Erwerbsarbeit liege und er ohne diese nichts wert sei. Diesem Irrglauben hängen wir nach wie vor an, und keiner der Regierungstäter traut sich, eine “neue Glaubensrichtung” anzustoßen.
Eine Arbeitsagentur wird es auch in Zukunft geben. Wünschenswert wäre es nur, wenn die Menschen nicht mit Angst sondern mit einer Art Entdeckerlust hingingen.
[Siehe auch die Beiträge "Arbeit macht frei" und "Schönrechnerei".]
Dienstag, 09. Dezember 2008 - Pix
Hier sind sie also, die versprochenen Bilder von der diesjährigen Adventsparty:

Einen Dank allen Knipsern! Hier geht’s zur Galerie…
Dienstag, 09. Dezember 2008 - Kurz notiert
Seit 500 Tagen (wieder) in Berlin. Irgendwie kommt es mir länger vor…

Montag, 08. Dezember 2008 - Kurz notiert
Telefonat mit Benedikt, der mit dem Auto in den Niederlanden unterwegs ist. Im Hintergrund seine Uschi – also die Stimme seines Navigationsgerätes.
Stef: Komisch, wieso spricht die deutsch, du bist doch in Holland?
Benedikt: Ja, und dabei müsste die doch wissen, wo ich gerade bin…
Montag, 08. Dezember 2008 - Misc
Wie verbringt ihr eigentlich Silvester?
Sonntag, 07. Dezember 2008 - Misc
Kaum hat man sich von der einen Traditionsfete erholt ist auch schon die nächste dran: Alle Jahre wieder laden Marcus & Andreas zur Adventsparty, und alle Jahre wieder ist dies ein Ort der Besinnlichkeit, des gemäßigten Frohsinns und der angemessenen Festlichkeit:

Zugegeben, man könnte jetzt auf Grund dieses Fotos einen falschen Eindruck bekommen… Aber wenn mir die lieben Knipser des gestrigen Abends ein paar Fotos zukommen lassen würde ich wohl eine kleine, vielleicht etwas objektivere Galerie zusammenstellen…
Zuletzt gesagt: