Berlin hat so viele Museen, bisher habe ich allerdings – meist aus Zeitmangel – die wenigsten besucht. Da nutzt man dann doch gerne den “monatlichen Kulturbefehl”: Einmal im Monat sollte man mit seinen Teilnehmern einen Gruppentag verbringen, und zumindest hin und wieder kann man diese davon überzeugen, dass ein Museumsbesuch ein ebenso netter Zeitvertreib ist wie Bowlen oder Dampferfahrt.
Gestern ging es dann nach Kreuzberg ins Technikmuseum. Das ehemalige Museum für Verkehr und Technik wird nach dem Abschluss aller Ausbauphasen über 50.000 qm Ausstellungsfläche verfügen und zu den größten Technikmuseen der Welt gehören.
Gegenwärtig werden auf rund 25.000 qm Exponate zu den Themen Kulturgeschichte der Verkehrs-, Kommunikations-, Produktions- und Energietechniken gezeigt. Das Museum bietet eine der größten Sammlungen zum Schienenverkehr in historischen Lokschuppen, eine mehrstöckige Dauerausstellung zur Luft- und Raumfahrt sowie einen Museumspark mit einer Brauerei und mehreren Mühlen. Ferner findet man Webstühle, Haushalts- und Werkzeugmaschinen, Koffer- und Schmuckproduktion, Computer, Radios, Foto- und Filmkameras, Papiermaschinen, Druckpressen und vieles mehr.
Bei dieser großen Themenvielfalt dürfte für fast jeden etwas dabei sein. Besonders für Kids ist das Museum ein Knüller, zumal sie im benachbarten Spektrum bei vielen Experimenten auch selbst “Hand anlegen” können. Wer sich also an quietschenden Pubertierchen nicht stört sollte sich das Museum ansehen, zumal die Preise (4,50 € für Erwachsene, 2,50 € für Kinder, Ermäßigung für Gruppen) akzeptabel sind.
Technikmuseum, Trebbiner Str. 9, Kreuzberg. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 9.00 bis 17.30 Uhr,Samstag/Sonntag/feiertags: 10.00 bis 18.00 Uhr. Anfahrt mit der U1, U2 oder U 7, “U Gleisdreieck” oder “U Möckernbrücke”.