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Archiv für Januar 2009...

Samstag, 31. Januar 2009 - Kurz notiert

Grüner, Schwarzer, Weißer, Gelber, Assam, Darjeeling, Oolong, Earl Grey, Rooibos natur, Rooibos Karamel, Rooibos Vanille, Rooibos Orange, Indian Chai, Chai natur, Apfel-Koriander, Grüner Kokos, Pink Grapefruit…

Kleine Auswahl

…Ananas-Brennessel-Ingwer, Sanddorn-Sahne, Honeymoon, Honeybush, Hawaii Cocktail, Ayurveda, Omas Früchtekorb, Gummibären, rote Grütze, Apfelstrudel, Chili-Schoko, dazu so was Profanes wie Pfefferminz, Hagebutte, Fenchel. Alles – nur kein Yogi-Tee.


Freitag, 30. Januar 2009 - Kurz notiert

Du merkst dass du zu häufig in Blogs liest wenn du in einem Buch am Ende des Kapitels nach den Kommentaren der Leser suchst…


Donnerstag, 29. Januar 2009 - Berlin, Schnappschüsse

Das Gerücht, dass der Fernsehturm von “höheren Mächten” okkupiert wurde, gab’s ja schon immer. Aber selten war es so klar: Der Fernseh- ist in Wirklichkeit ein Kirchturm!

Fernsehturm hinter St. Marien

Nein, keine Fotomontage. Es kommt – wie immer – auf den Blickwinkel an… ;)


Mittwoch, 28. Januar 2009 - Berlin, Schnappschüsse

Nicht heimelig, aber Imposant: Die drei Torbauten am Potsdamer PlatzIch habe den Potsdamer Platz als öde, trostlose Brache kennengelernt. Ein paar Würstchen- und Souvenirbuden, eine Aussichtsplattform und eine Horde Touris, die Bilder von dieser Ödnis knippsten. Ich Dussel habe damals keine Fotos gemacht, weshalb ich an dieser Stelle mal auf ein externes verlinken muss. Anfang der 90er gehörte ich zu den Zigtausenden, die sich in Infoboxen und Aussichtsplattformen über die irrsinnig rasante Bebauung informierten. Schon damals konnte einem schwindelig werden… Seit ein paar Jahren ist der Platz – oder besser gesagt das Areal drum herum, denn der eigentliche Potsdamer Platz ist nur der östliche Eckpunkt des ganzen – fertig gestellt. Tja, wie soll ich sagen…

Das blitzen Geld und Glamour: Potsdamer Platz von der neuen Nationalgalerie aus geknipstDrücken wir es mal positiv aus: Man hat sich an der Geschichte des Platzes in den späten 20ern des letzten Jahrhunderts orientiert – damals war er einer der belebtesten Plätze Europas, eine Amüsiermeile in großstädtischer Hektik, mit ein wenig Prunk und Protz. Heute findet man in, neben und zwischen den riesigen Bürogebäuden vor allem Hotels, Kinos, Theater, Einkaufspassagen. Also eine Amüsiermeile in großstädtischer Hektik mit massenhaft Prunk und Protz. ;)

Das Beisheim-Center. Nicht in New York sondern in Neu-BerlinDie Begeisterung über die Gestaltung des Areals ist unterschiedlich: Die Berliner nutzen zwar gerne die “Arcaden” genannte Einkaufsmeile (was ich nicht so wirklich verstehe, es gibt schönere), aber ansonsten ist die Meinung über die “neue Stadt in der Stadt” gespalten. Die Touris finden das Areal klasse, Bettler, Straßenkünstler und Punks finden es – gar nicht. Das “Public Private Partnership” genannte Konzept gibt den Grundstücksbesitzern mehr oder weniger das Recht zu bestimmen, wer ihr Areal betritt. Und da sind eben zahlungskräftige Kunden gerne gesehen. Punkt.

Die Park Kolonnaden. Könnten überall stehen.Ich fühle mich am Potsdamer Platz nach wie vor nicht sonderlich wohl. Gewiss, die Architektur ist zum Teil imposant, das wenige Alte wurde halbwegs integriert wie das ehemalige Weinhaus Huth; der Kaisersaal des alten Hotel Esplanade wurde sogar 75 Meter versetzt um ins Sonycenter integriert zu werden. Aber irgendwie wirkt alles steril und kalt – und das liegt nicht nur an dem eisigen Wind, der durch die vielen Schluchten zieht. Es ist unpersönlich, viele der neuen Gebäude könnten an jedem Ort der Welt stehen. Naja, in ein paar Jahren wird es ja zumindest an anderer Stelle “wieder historisch”. Da hätte man von mir aus aber gerne den Palast stehen lassen können. Ach ja, wie man’s macht isses falsch. ;)

Ein lesenswerter Beitrag über den Potsdamer Platz mit einigen Bildern auf WikiPedia.


Montag, 26. Januar 2009 - Misc

Endlich mal meinen Lieblingsfilm “Peter’s friends” mit englischem Originalton gesehen. Freundlicherweise sprachen die Darsteller ein verständliches Englisch – im Gegensatz zu “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, bei dem ich irgendwann aufgegeben habe. Bei letzterem Film, so steht auf WikiPedia, hätten Teile für den us-amerikanischen Markt noch mal gedreht werden müssen, nämlich die mit dem bösen F-Wort. Ähnliches ist von “Peter’s friends” nicht überliefert, aber im Original ist die Sprache doch etwas derber. ;) Insgesamt ist die deutsche Synchronisation gut gelungen, zwei “Holperer” im Deutschen klangen im Englischen verständlicher, und einige Formulierungen waren im Original noch göttlicher – siehe Titel. Filme im englischen Original anszusehen könnte mir Spaß machen, allerdings verstehe ich die Filme auch nur dann wirklich, wenn ich sie vorher bereits drei, vier, fünf… mal auf deutsch gesehen habe. ;)

Vor ein paar Jahren wurde im belgischen Fernsehen die Serie “Das Haus am Eaton Place” – übrigens im Original von Peter’s friends auch nett zitiert – gezeigt: Im englischen Original mit flämischen Untertiteln. Mit dieser Kombination konnte ich die Serie prima verfolgen, jedenfalls bis zu der Folge, in der die aufgenommen valonischen Flüchtlinge auch noch auf französisch sprachen… ;)


Montag, 26. Januar 2009 - Berlin, Misc, Politik

Laut Abendschau melden in Berlin immer mehr Eltern ihre Kinder bei Privatschulen an. Da geht es nicht immer nur um Eliteaufzucht, sondern um die Suche nach Alternativen zu Lehrermangel, miserabler Bausubstanz, schleppenden Unterricht, da zu viele Schüler mit Sprachproblemen in den Klassen sind – und zum klassischen Frontalunterricht insgesamt. Kleinere Klassen, gemischtes Lernen, qualifizierte Pädagogen, Ermunterung zum selbständigen, auf Interesse beruhendem Lernen – wer wünscht sich das nicht. Gegönnt allen Kindern, die in diesem alternativen Schulsystem lernen können. “Das ist mir ein bisschen Schulgeld wert” sagt eine Mutter. Schön, wenn sie das Geld hat! Aber genau das droht immer häufiger zu passieren: Familien mit dem entsprechenden finanziellen Möglichkeiten können ihrem Nachwuchs optimale Bildungsmöglichkeiten bieten – der Rest bleibt auf der Strecke. Wissen und Bildung hängen vom Einkommen ab, wir züchten uns das “Präkariat” wunderschön zusammen. Hartz IV wird von Generation zu Generation vererbt.

Aber es gibt auch Lichtblicke: An der Willy-Brandt-Oberschule in Gesundbrunnen, also einem der Kieze, in denen nicht gerade der Nachwuchs der Besserverdienenden zuhause ist, versucht man seit einem halben Jahr einen etwas anderen Schulalltag: Ohne Noten, Projekt- statt Frontalunterricht, individuelles Lernen. Jeden Morgen beginnt man mit einer “Gruppenzeit”, in der aktuelle schulische oder soziale Themen besprochen werden. Mittwochs gibt es das – reguläre – Unterrichtsfach “Verantwortung”, in dem die Schüler an Kitas oder im Hort den ganz Kleinen vorlesen, mit ihnen basteln oder bei der Betreuung helfen. Dieses Konzept, das ohne begeisterte, motivierte und unterstützende Eltern und ohne private Schulgelder auskommen muss, kann nur mit sehr engagierten Lehrern mit Mut zu Neuem umgesetzt werden. Morgen findet an der Schule ein Tag der offenen Tür statt: Von 9 bis 13 Uhr können Grundschullehrer, Eltern und Kinder hospitieren und Fragen stellen: Willy-Brandt-Schule, Grünthaler Straße 5, Tel. 90 18 473 10.

(Die Informationen zur Willy-Brandt-Schule sind aus dem “Berliner Abendblatt” (Ausgabe für den Wedding), einem kostenlosen Wochenendblättchen.)


Sonntag, 25. Januar 2009 - Berlin

klick mich

 (Zur Vergrößerung anklicken. Und, hat jemand alles erkannt?)


Samstag, 24. Januar 2009 - Software

Screenshot ChannelsucheDer letzte Satz in diesem Beitrag sollte wohl prophetisch sein: Bei miros integrierter Channelsuche kann man auch nach Sprache sortiert suchen. 517 deutsche Channels stehen zur Verfügung – darunter Unsägliches wie “Gülcan und Collien ziehen aufs Land”, Unnötiges wie “Eisbär Knut” oder der wöchentliche Salbader unserer Volkskanzlerin, Werbekäse wie “Bahn TV”, aber auch TV-Schmankerl wie “switch reloaded” oder “Neues aus der Anstalt” (sogar die komplette letzte Folge!) und eher weniger Mainstreamiges wie “Watch Berlin”. Die Überlegung, miro einmal in der Woche zu starten, wird hiermit revidiert. Ich schaue mir jetzt erst mal die extra 3-Podcasts der letzten anderthalb Jahre an… ;)


Freitag, 23. Januar 2009 - Software

Irgendwie ist das Thema Podcast bisher an mir vorüber gezogen. Die Möglichkeit, mir regelmäßig den “Podcast der Woche” von xtra3 anzusehen hat mich jetzt aber bewogen, mich zumindest rudimentär mit diesem Thema zu befassen. Rudimentär bedeutet in dem Fall: Wie vom NDR vorgeschlagen Miro runterladen, installieren und xtra3 abonnieren. ;) Der “Podcast der Woche” steht – wie es der Name ja schon andeutet – eine Woche lang zur Verfügung, und gerade der aktuelle Beitrag über den “neuen Messias” ist mal wieder ein absolutes Schmankerl der x3-Macher.

Screenshot

Miro ist opensource und kostenlos für Windows, Mac und Linux erhältlich, leider nicht portabel und nur in deutsch-englischem Mischmasch, aber man kann ja nicht alles haben. Installation und Handhabung scheinen sind auch für Laien machbar, um den wöchentlichen Podcast von x3 zu abonnieren benötigt man – nach der Installation von Miro – nur einen Klick. Das Programm automatisch bei jedem Rechnerstart zu starten kann ich mir allerdings verkneifen, einmal pro Woche langt das ja auch. Jedenfalls wenn ich nicht zum “Podcastjunkie” mutiere und weitere Angebote finde… ;)


Freitag, 23. Januar 2009 - Berlin, Mottenkiste

Meine ersten beruflichen Schritte in Berlin tat ich damals in Moabit. Da mein “Zu-Fuß-Stadtführer” zwei Touren durch diese Ecke anbot und ich außerdem ein kleiner Nostalgiker bin dazu der blaue Himmel zu einem etwas ausgedehnteren Die Heilandskirche in Moabit steht in Berlin kürzester Allee und verfügt über den höchsten Kirchturm der StadtSpaziergang einlud gab es also heute ein Wiedersehen mit den alten Ecken und Häusern von damals – oder besser mit dem, was seit dem noch nicht abgerissen wurde. Hutten-, Turm, später die Waldenserstraße und die Arminius-Markthalle… War ein netter Spaziergang. So einiges hat sich verändert, manche Erinnerung wird durch 20 Jahre wohl auch etwas verwässert, aber einiges habe ich doch wiedererkannt. Das praktische an solchen “Revivaltouren”: Die schönen Erinnerungen genießt man, die unschönen lässt man einfach weg. ;) Trotzdem – genug “olle Kamellen”, die nächste Tour soll durch noch “unbekanntes Gebiet” führen: Neukölln oder Weißensee warten schon…