vagina business

 Veröffentlicht vom um 21:15  Misc
Jan 262009
 

Endlich mal meinen Lieblingsfilm “Peter’s friends” mit englischem Originalton gesehen. Freundlicherweise sprachen die Darsteller ein verständliches Englisch – im Gegensatz zu “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, bei dem ich irgendwann aufgegeben habe. Bei letzterem Film, so steht auf WikiPedia, hätten Teile für den us-amerikanischen Markt noch mal gedreht werden müssen, nämlich die mit dem bösen F-Wort. Ähnliches ist von “Peter’s friends” nicht überliefert, aber im Original ist die Sprache doch etwas derber. ;) Insgesamt ist die deutsche Synchronisation gut gelungen, zwei “Holperer” im Deutschen klangen im Englischen verständlicher, und einige Formulierungen waren im Original noch göttlicher – siehe Titel. Filme im englischen Original anszusehen könnte mir Spaß machen, allerdings verstehe ich die Filme auch nur dann wirklich, wenn ich sie vorher bereits drei, vier, fünf… mal auf deutsch gesehen habe. ;)

Vor ein paar Jahren wurde im belgischen Fernsehen die Serie “Das Haus am Eaton Place” – übrigens im Original von Peter’s friends auch nett zitiert – gezeigt: Im englischen Original mit flämischen Untertiteln. Mit dieser Kombination konnte ich die Serie prima verfolgen, jedenfalls bis zu der Folge, in der die aufgenommen valonischen Flüchtlinge auch noch auf französisch sprachen… ;)

(Gegen die) Präkariatszucht

 Veröffentlicht vom um 12:03  Berlin, Misc, Politik
Jan 262009
 

Laut Abendschau melden in Berlin immer mehr Eltern ihre Kinder bei Privatschulen an. Da geht es nicht immer nur um Eliteaufzucht, sondern um die Suche nach Alternativen zu Lehrermangel, miserabler Bausubstanz, schleppenden Unterricht, da zu viele Schüler mit Sprachproblemen in den Klassen sind – und zum klassischen Frontalunterricht insgesamt. Kleinere Klassen, gemischtes Lernen, qualifizierte Pädagogen, Ermunterung zum selbständigen, auf Interesse beruhendem Lernen – wer wünscht sich das nicht. Gegönnt allen Kindern, die in diesem alternativen Schulsystem lernen können. “Das ist mir ein bisschen Schulgeld wert” sagt eine Mutter. Schön, wenn sie das Geld hat! Aber genau das droht immer häufiger zu passieren: Familien mit dem entsprechenden finanziellen Möglichkeiten können ihrem Nachwuchs optimale Bildungsmöglichkeiten bieten – der Rest bleibt auf der Strecke. Wissen und Bildung hängen vom Einkommen ab, wir züchten uns das “Präkariat” wunderschön zusammen. Hartz IV wird von Generation zu Generation vererbt.

Aber es gibt auch Lichtblicke: An der Willy-Brandt-Oberschule in Gesundbrunnen, also einem der Kieze, in denen nicht gerade der Nachwuchs der Besserverdienenden zuhause ist, versucht man seit einem halben Jahr einen etwas anderen Schulalltag: Ohne Noten, Projekt- statt Frontalunterricht, individuelles Lernen. Jeden Morgen beginnt man mit einer “Gruppenzeit”, in der aktuelle schulische oder soziale Themen besprochen werden. Mittwochs gibt es das – reguläre – Unterrichtsfach “Verantwortung”, in dem die Schüler an Kitas oder im Hort den ganz Kleinen vorlesen, mit ihnen basteln oder bei der Betreuung helfen. Dieses Konzept, das ohne begeisterte, motivierte und unterstützende Eltern und ohne private Schulgelder auskommen muss, kann nur mit sehr engagierten Lehrern mit Mut zu Neuem umgesetzt werden. Morgen findet an der Schule ein Tag der offenen Tür statt: Von 9 bis 13 Uhr können Grundschullehrer, Eltern und Kinder hospitieren und Fragen stellen: Willy-Brandt-Schule, Grünthaler Straße 5, Tel. 90 18 473 10.

(Die Informationen zur Willy-Brandt-Schule sind aus dem “Berliner Abendblatt” (Ausgabe für den Wedding), einem kostenlosen Wochenendblättchen.)

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