Eigentlich bin ich ja kein “Sammler” (mehr), spätestens seit dem Umzug nach Berlin habe ich so gut wie alles Unnötige entsorgt. Dass sich noch einiges mehr angesammelt hat, was einem gar nicht so auffällt, merkt man irgendwann an den Datenmassen auf der Festplatte. Das Sammeln geht sowieso mehr und mehr in die digitale Welt über. So hat sich zum Beispiel das Fotografierverhalten schwer geändert: Früher überlegte man sich zweimal, ob man das Motiv wirklich knipsen soll – schließlich kostete die Entwicklung ja Geld – heute arbeitet man nach dem Motto “einfach 100 mal draufhalten, ein Bild wird schon gut sein”. Über die unnötige Datenflut staunt man spätestens beim jährlichen Festplattenputz – das Entsorgen uralter Fotos und Negative entfällt also nicht, es verlagert sich nur.
Zur Zeit durchstöbere ich meine Lesezeichen. Dank guter Ex- und Importfunktionen schleppe ich diese Sammlung schon seit gut einem Dutzend Browser mit mir rum, so richtig ausgemistet wurden sie nie. Jetzt wird gnadenlos aussortiert – zum einen ändern sich die Interessen ja doch mit der Zeit, zum anderen existieren viele Seiten auch nicht mehr. Besonders auffällig ist dies im Bereich Webdesign / Blogszene. Jaja, das Netz ist ein schnelllebiges Geschäft.


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