Über 50.000 Menschen haben, trotz auch heute wieder auftretenden Serverproblemen, die Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen mitgezeichnet – weit mehr als erhofft. Wie es jetzt weitergeht wird man sehen. Wichtig war erst einmal, dass das Thema in immer mehr Köpfe findet. Noch ist aber viel zu tun: In einigen Foren stieß ich auf ziemliche Skepsis, es muss also noch fleißig Überzeugungsarbeit geleistet werden. Einen lesenswerten Artikel zum Thema gibt’s beim Spiegelfechter, wer mehr zum Grundeinkommen wissen möchte wird – wie schon das ein oder andere mal erwähnt – hier fündig.
Ich hatte sie ja schon mal geposted, damals “wortlos”. Nach ein wenig Bastelei – wie vertreibt man sich sonst einen Samstag Abend? – gibt’s jetzt die Erklärungen dazu. Und ein bisschen erweitert wurde die Minigalerie natürlich auch… Klick
Wenn man nachts vorm Schlafengehen noch aus dem Fenster auf eine friedliche, völlig verschneite Straße sieht, oder sich als erster Blick am Morgen die schön winterlich-weiße Hoflandschaft präsentiert, dann sieht das ja alles richtig nett aus. Wirklich. Trotzdem habe ich mittlerweile vom Winter einfach die Schnauze voll. Mag nicht mehr!
Ich will:

kann die Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen mitgezeichnet werden. Jetziger Stand: Über 40.000 Mitzeichner!
Menschen, die nach Berlin ziehen, wollen meist nach Mitte*. Oder Prenzlauer Berg. Oder Friedrichshain. Oder ins (westliche) Kreuzberg. Eben in die Ecken, von denen auch alle anderen Neuberliner schwärmen und bei denen man beim letzten Berlin-Besuch so begeistert war. In diese hübsch sanierten Altbauten. An den netten Plätzen. Oder den Straßen mit den tollen, trendigen Kneipen.
Wirklich hübsche Plätze muss man hier, wo ich wohne, lange suchen, ebenso trendige Kneipen. Aber dafür wohne ich hier authentischer. Hier hört man nur drei Sprachen: Berlinerisch, türkisch und wedding, einem Gemisch aus berlinerisch und türkisch, ergänzt durch “Alder”, “eyh” und “Respekt”. Hier hört man kein rheinisch, schwäbisch, vorder- oder hinnerpälzisch. Hier ist noch das alte, das echte Berlin: Hier sind die Einzelhändler noch muffelig, hier tritt man noch alle drei Meter in Hundehaufen, und solche modernen kulinarischen Extravaganzen wie Falafel oder Halloumi braucht hier – anscheinend – kein Mensch. Hier gibt es keine kaum arbeitslose Webdesigner, hier ziehen keine lärmenden Touristenhorden durch, und das Durchschnittsalter liegt bei geschätzten 64 Jahren.
Wenn ich nun an die schönen Plätze mit den hübsch sanierten Häusern oder die netten Straßen mit den tollen, trendigen Kneipen (und den vielen Rheinländern, Schwaben, Vorder- und Hinterpfälzern und vor allem den vielen Touris) will, dann setze ich mich einfach in die Tram oder die U-Bahn und bin in wenigen Minuten da. Meist passiert das aber nur dann, wenn ich liebe Gäste habe, die unbedingt mal “das richtige Berlin kennenlernen” wollen…
* Seit der Bezirksreform ist der Wedding offiziell ein Ortsteil des Bezirkes Mitte. Aber weder dürfte sich ein echter Weddinger als ein Bewohner von Berlin Mitte fühlen, noch würden Menschen, die ernsthaft nach Mitte, also nach Mitte Mitte wollen, in den Wedding ziehen.
Da stehe ich so beim Bäcker meines Vertrauens, grüble ob der großen Auswahl, was ich denn nun zum Frühstück Spätstück verspeise, da fallen meine Augen plötzlich auf die “Mehdornbrötchen”! Was soll das denn sein? Brötchen, welche mit Pattex am Tablett festkleben? Brötchen, die mich ausspionieren wollen? Oder gar verspätete Brötchen? Was aber bitte sind verspätete Brötchen???

Erst beim zweiten mal Lesen stelle ich dann fest, dass dort lediglich “Mehrkornbrötchen” steht…
Eisenbahnbrücke über der Kreuzung Lisen-, Acker-, Gartenstraße. Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, seit der Berlin-Blockade 1948 nicht mehr genutzt. Damals eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Heute ein rostendes Relikt…
Zu meinen Arbeitsaufgaben gehörte zuletzt auch das Üben von Vorstellungsgesprächen mit den Teilnehmern. Praxis in der Theorie sozusagen. Zur Zeit finden wieder Vorstellungsgespräche statt, diesmal sitze ich allerdings “auf der anderen Seite des Tisches”. Da ich wahrscheinlich auch weiterhin in diesem Arbeitsfeld bleibe bekomme ich nun also noch zusätzliche Theorie in der durch Praxis. Auch nicht schlecht.

















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