Neues aus der Anstalt

 Veröffentlicht vom um 18:02  Fundstücke, Politik
Apr 292009
 

Georg Schramm, Jahrgang 1949, ist sicherlich einer der scharfzüngigsten Kabarettisten Deutschlands. Von 2000 bis 2006 trat er regelmäßig im Scheibenwischer auf – die Älteren werden sich erinnern, einst eine bissige Satiresendung, seit Jahren nur noch ein müder Abklatsch ihrer selbst. Wohl auch deshalb hörte Schramm 2006 dort auf. Aber eigentlich konnte dem satireaffinen Publikum nichts besseres passieren, denn zusammen mit Urban Priol lädt er seit Anfang 2007 jeden Monat in die Anstalt ein, wo man noch “richtiges” politisches Kabarett geboten bekommt: Scharfzüngig, böse, polemisch.

Übrigens immer wieder passend ein Schramm-Klassiker:

Da werden die Fäden gezogen, an denen die Kasperle hängen, die uns in Berlin in der Politkiste Theater vorspielen. Die dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn nach Verrichten der intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie sich noch bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unters Volk mischen.

(Georg Schramm, dt. Kabarettist)

Die aktuelle Folge von Neues aus der Anstalt steht übrigens wieder zum Download bereit – auch als Podcast*. Am 26.5. läuft dann die neue Folge, u.a. mit Hagen Rether und dem göttlichen Jochen Malmsheimer. Man darf davon ausgehen, dass die zwei Tage vorher stattfindende Wahl zum Grüßaugust Bundespräsidenten dort ausführlich thematisiert wird. :)

*Als Download-Software für den Podcast nutze ich Miro.

So nimm denn meine Hände

 Veröffentlicht vom um 13:23  Misc
Apr 292009
 

In Deutschland ist es seit Urzeiten üblich, sich zur Begrüßung die Hände zu schütteln oder zumindest zu drücken. Nicht nur, aber besonders in Grippezeiten stellt sich (mir) die Frage, wie sinnvoll dies allein aus hygienischen Gründen ist:

Nach einer 2007 publizierten Übersichtsstudie scheint das Händeschütteln, neben dem gemeinsamen Kontakt von Menschen mit Oberflächen wie etwa Türklinken, der wichtigste Übertragungsweg für Infektionen wie Erkältungen oder auch Magen-Darm-Erkrankungen zu sein. Das Infektionsrisiko wird durch den Umstand erhöht, dass Menschen, ohne sich dessen selbst bewusst zu sein, sehr häufig mit den Händen Mund, Nase oder Augen berühren. [Quelle]

Im Bekanntenkreis verzichten wir in der Regel auf den Händedruck, im Freundeskreis wird sich sowieso eher umarmt. Letztens hörte ich irgendwo, dass ein Arzt seine Patienten nur mit einer angedeuteten Verbeugung, wie man sie in Teilen Asiens kennt, begrüßt. Eigentlich eine schöne Sache, die ich mir glatt angewöhnen könnte, nicht nur bei Ärzten. Ich habe nur die Befürchtung, dass bei Anlässen wie Vorstellungsgesprächen die Blicke des Gegenübers etwas irritiert sein könnten… ;)

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