Ach ja, das nachlassende Gedächtnis im fortschreitenden Alter… Vor zwei Wochen hatte ich mit dem Seebären die Volksmensa im Wedding besucht, und mit dem Artikel dazu habe ich eigentlich nur gewartet, weil ich zwei, drei Tage später noch mal dorthin wollte um etwas Näheres über den Hintergrund dieser Mensa zu erfahren. Die (Aushilfs)bedienung konnte nicht viel erzählen, und was es mit der “studentischen Selbstverwaltung” auf sich hat hätte ich doch gerne gewusst. Jetzt sind zwei Wochen vergangen, ich war bislang nicht wieder dort, und bevor die Bilder auf der Festplatte vergammeln und sich alle Erinnerungen an den Besuch in Wohlgefallen Kalk auflösen…
Der Stammleser erinnert sich vielleicht noch: Im Februar konnten wir das erste mal das Preis-Leistungs-Verhältnis des Restaurants mit den ständig wechselnden Namen bewundern. Mein Fazit damals:
Auf Grund des hervorragenden Essens kann ich das Prince nach wie vor empfehlen. Das Preisniveau wird sicherlich in den nächsten Tagen angepasst, so dass unsere gestern gezahlten 15 Euro für zwei ausgewachsene Portionen mit Vorsuppe, ‘nem riesigen Mangolassi zum Abschluss, inklusive Getränke und Trinkgeld wohl ein einmaliges Erlebnis bleiben werden.
Im März war der Laden dann dicht, und damit schien ein weiteres Kapitel des “Inders umme Ecke” abgeschlossen zu sein. Irrtum! Sowohl die Philosophie (alle Speisen vegetarisch oder vegan, kein Alkohol) als auch die Preise sind noch so wie bei unserem letzten Besuch. Man wirbt sogar offensiv damit: “Luxus ist machbar” steht auf der provisorischen Karte. Und was soll man sagen? Das Essen ist nachwievor sehr lecker (vielleicht den Schärfegrad in Zukunft einen Tick nach oben?), und unsere Befürchtung, die niedrigen Preise durch kleinere Portionen ansatzweise finanzieren zu können, wurde nicht bestätigt. So gut besucht wie diesmal hatte ich das Restaurant bisher noch nie erlebt – trotzdem möchte ich bezweifeln, dass diese Preise auf Dauer haltbar sind. Aber selbst mit einer moderaten Erhöhung wäre das noch aboslut okay. Und vielleicht schaffe ich ja doch in der nächsten Zeit noch mal einen Besuch dort…
Volksmensa, indische und srilankische vegetarische und vegane Speisen,
Tegeler Straße 22, 13353 Berlin (Wedding), U+S Wedding,
Geöffnet täglich 11.30 bis 23 Uhr.