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Archiv für Juli 2009...

Freitag, 31. Juli 2009 - Berlin, Schnappschüsse

Da holt man nixahnend sein repariertes Spielzeug ab und gerät an eine kleine, bescheidene Michael-Jackson-Gedenkskulptur…

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Und man erfährt denn auch, dass innerhalb von zehn Tagen vier Akteure einen Quader von ca. 200 Tonnen Sand in die “grösste Michael Jackson Sandskulptur” verwandelten. Wie meinte schon Herr Nietzsche? “In jedem Manne steckt ein Kind, das spielen möchte”. :)


Freitag, 31. Juli 2009 - Misc

Und zwar nicht im übertragenen Sinne. Jedenfalls nicht nur… ;)

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Stewart heißt der Piepmatz, gehört eigentlich Max, aber Andreas kümmert sich rührend um den Flattermann. Er ist halt immer so gut zu Vögeln, unser Andreas…

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Donnerstag, 30. Juli 2009 - Berlin

Nicht vergessen: Morgen Abend um 20 Uhr wird die Ausstellung über die genialste Fledermaus aller Zeiten, Fürst Frederick fon Flatter, in der Kulturfabrik Moabit eröffnet!

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Man sieht sich?


Mittwoch, 29. Juli 2009 - Misc

Kampf an mehreren Fronten, immer neue Baustellen, Chaos, Umorientierung, neue Wege (wenn auch erst als kleiner, kaum zu erkennender Pfad), Sorgen um gleich mehrere Freunde… Im Augenblick ist alles ein wenig in “Unordnung”. Manchmal wäre so ein Orientierungspunkt, ein Wegweiser im Leben nicht verkehrt…

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Oder vielleicht einfach mal nur zwei, drei Tage am Meer um den Kopf durchgepustet zu bekommen.


Mittwoch, 29. Juli 2009 - Misc, Politik

Ach ja, nu treibt die Ekelpresse wieder ne neue Sau durchs Dorf Sommerloch: Moralingeschwängerte Hetzartikel mit Rücktrittsforderungen gegen unsere Tritratrulla Schmidt- trifft ja wunderbar Volkes Stimme. Nun halte ich Frau Ministerin mit ihrem asthmaschwachmatischen Gesundheitsreförmchen für absolut fehlbesetzt – aber ein Rücktritt sollte höchstens aus erwiesener Unfähigkeit (okay, dann müssten wesentlich mehr als nur Trullala… ) und nicht wegen schwerer Naivität geschehen – der Dienstwagen stand ihr nun mal zu. Ach, sie wird uns erhalten bleiben – egal wen man wählt, Tritratrulla Schmidt ist wieder immer da. Hurra.

Abgesehen davon, dass durch unsere Politnasen so viele unnütze Kilometer per Flugzeug verballert werden, allein für die Flüge von Bonn nach Berlin und (zum Glück) wieder zurück… da kommt’s auf die paar Gallonen Sprit für Tritratrullas Spanientrip auch nicht mehr an. Wie wäre es denn mit folgendem Vorschlag: Unsere Minister bekommen monatlich ein paar Euro mehr, dafür müssen sie sich aber ihren Dienstwagen selber finanzieren (und versichern). Ob da wirklich jeder einen überdimensionierten, umweltbelastenden Spritfresser haben muss? Wohin dann “Volkes moralische Vorbilder” mit ihren Dienstkarossen fahren, das kann uns dann wirklich egal sein.

Im Übrigen glaube ich ja immer noch, dass ihr ein “wohlgesonnener” Kollege aus Koalition oder Opposition zugraunt hat “Ulla, nimm ruhig den Wagen, ist kein Problem wenn der nicht versichert ist, wird schon nix passieren”. Ob dieser Kollege dann auch den Dieben einen Tipp gab bleibt Spekulation. ;)


Montag, 27. Juli 2009 - Kurz notiert

Ja, man wird alt älter, der Rücken mag nicht mehr so, und das Aufstehen von einem auf dem Boden liegenden Futon lässt auch immer häufiger die Knie knacken und krachen. Mit anderen Worten: Es wird höchste Zeit für ein Gestell, sprich einen Bettrahmen mit Lattenrost. Die alte Matratze tut’s zur Not noch ein Jahr…

Wer also gerade oder in absehbarer Zeit sein Futonbett, möglichst in den Maßen 140 x 200, ausmistet, der möge bitte meiner gedenken. Und nicht nur das, sondern mich auch kontaktieren. ;) Ach ja, ein solches Angebot ist wohl nur innerhalb Berlins sinnvoll, auch auseinandergeschraubte Bettgestelle lassen sich so schlecht mit dem Zug transportieren. ;)


Samstag, 25. Juli 2009 - Misc

Angeblich, so erzählte eine liebe Freundin, stellte man gestern in einer Talkshow fest, dass 2009 über ein besonders schlechtes Karma verfügt. Nun ist es ja so, dass man immer sehr subjektiv an die Sache herangeht und nur die Dinge sieht, die man sehen will. Aber auch objektiv betrachtet scheint der Anteil der Menschen – zumindest in meinem weiteren Bekanntenkreis – die dieses Jahr eine Dauerarschkarte gezogen haben, sehr hoch zu sein. Es scheint also wirklich so weiterzugehen wie es begonnen hat. Aber keine Bange, die Hälfte des Jahres haben wir ja schon geschafft…


Samstag, 25. Juli 2009 - Kurz notiert

Vorfreude, so sagt der berüchtigte Volksmund, ist die schönste Freude. Wenn das “erfreute” Ereignis nicht eintrifft hatte man immerhin tage-, wochen- oder gar noch längere Zeit des Freus – und das ist ja auch ganz schön!

Und ich habe mich so gefreut!” sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?

(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)

Wenn nun aber binnen kürzester Zeit ein Rohrkrepierer nach dem anderen geschieht wird man gerne mal zum – zumindest temporären – Pessimisten, und die ganze Vorfreude kann einem gelinde gesagt mal am Arsch lecken gestohlen bleiben…


Freitag, 24. Juli 2009 - Gedankenkram

Es gab eine Zeit, wenige Monate nur, kurz vor bis kurz nach dem Mauerfall, wo viele Menschen einen Traum hatten. Während sich die breite Masse nach Westgeld sehnte und den Versprechen von blühenden Landschaften glaubte stellte sich ein kleiner Teil – übrigens nicht nur DDR-Bürger! – eine Reform vor: Sie träumten von einem Staat, in dem das Denken – und das Aussprechen dieser Gedanken – frei war, aber die Menschlichkeit nicht auf Kosten des Konsums, des – für diese Art der Wirtschaft notwendigen – ständigen Wachstum verrecken würde. Wo nicht der Arbeiter oder der kleine Angestellte kaum über die Runden kommt, nur weil sich Vorstände oder Spekulanten die Taschen vollstopfen. Auch ich träumte – man schimpfe mich naiv – diesen Traum und trauerte einer verpassten Chance nach.

Aber mittlerweile frage ich mich: Hätte dieser neue Staat, diese neue Gesellschaft wirklich eine Chance gehabt? Damit meine ich nicht die wirtschaftlichen Probleme – heute geht es vielen Menschen in den neuen Bundesländern finanziell kaum besser, im Gegenteil. Nein, ich rede von den “Herrschenden”, von denen viele alte auch die neuen wären. Ich rede von denen, die erfahren haben, wie “geil” die Macht ist. Die gelernt haben, ihre Egoismen mit Ellbogen durchzusetzen. Die ihre Seilschaften gezogen haben, und diese auch nicht mehr loslassen. Vielleicht hätten sie etwas mehr Flexibilität lernen und mehr Kompromisse schließen, in jedem Falle sich – und ihre Entscheidungen – besser verkaufen müssen. Aber letztendlich wären es die alten geblieben – wie auch damals nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie viele heimliche, weniger heimliche und vor allem unheimliche Nazis saßen hier ganz schnell wieder in Amt, Würden und Politik? Auch sie hatten dazugelernt…

Ist es wirklich so, dass sich niemals etwas ändern wird? Dass sich – im Gegenteil – die Menschen ändern, die – einst vielleicht idealistisch – endlich an der Spitze angelangt das Spiel mitspielen, jegliche Moral über Bord werfen, denen plötzlich das Wohl der Allgemeinheit scheißegal ist, weil sie zu den Priviligierten gehören und obendrein den Kontakt zur Basis verloren haben? Wäre in diesem Fall all das Streiten für eine “neue Gesellschaft” vollkommen zwecklos? Wahrscheinlich nicht, denn wer weiß was geschähe, wenn es gar keine kritischen Stimmen, gar keine Träumer mehr gäbe.

Wie auch immer: In so manch melancholischem Augenblick trauere ich der verpassten Chance vor 20 Jahren immer noch nach…


Donnerstag, 23. Juli 2009 - Misc

Ein Muss für den Fußball-Fan vor jeder Saison ist das kicker-Sonderheft. Gehört einfach dazu, wegen der Fakten, der Stecktabelle (die nach spätestens drei Spieltagen nicht mehr aktualisiert wird) und… naja… wegen der Tradition halt. ;) Seit letzten Sommer gehört für mich auch das, heute frisch erschienene, 11-Freunde Sonderheft dazu. Da sind es dann weniger die Fakten als eher die herrliche Ironie in den Artikeln, die genau meinen Humornerv trifft. Zeigt wunderbar, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist. ;)

11freunde

Gespannt war ich, ob auch diesmal im Begleitheft anstatt der neuen, teils unaussprechlichen, zumeist peinlichen die alten Stadionnamen genutzt werden. (Welcher Fußballfan möchte schon, dass sein geliebtes Volksparkstadion nach einer gerade fast pleite gegangenen Landesbank benannt ist, die sich ab nächstem Jahr dieses Sponsoring sowieso nicht mehr leisten kann weil sie dem Ex-Boss eine satte Millionenabfindung zahlen muss nachdem er die Bank vor die Wand… ich schweife ab) Nun, diesmal sind die Jungs noch konsequenter und ignorieren die Stadionnamen komplett. :)

Wie auch immer – Lektüre für die nächsten Tage gesichert.