Ab Montag fahren auf der Berliner Stadtbahn zwischen Zoo und Ostbahnhof keine S-Bahnen mehr, für diesen Teil der Stadtbahn muss man auf die Regionalzüge der Bahn ausweichen, die dann immerhin etwas öfter fahren sollen. Das soll, laut Bahn, dann auch der Tiefpunkt der Misere sein, ab August sollen nach und nach geprüfte bzw. reparierte Züge wieder eingesetzt werden. Endgültig soll das Chaos dann frühestens Anfang Dezember enden. So weit zu den Fakten.
Ich hatte ja bereits meinen Senf dazu abgegeben, von daher spare ich mir Luft, Tipperei und meinem unter der Hitze ächzenden Notebook weitere Arbeitszeit. Aber dass die Vorgaben der Bahn, bei der die S-Bahn Berlin horrende Millionenbeträge an die Muttergesellschaft abführen musste, sich als absoluter Rohrkrepierer erwiesen haben, dürfte nun klar sein. Quelle surprise. Weitaus mehr als das zu erwartende Chaos – ich bin zum Glück zur Zeit nicht auf die S-Bahn angewiesen – nervt (nicht nur) mich die weitere Mauerei der Bahnverantwortlichen. Keine klaren Zusagen über langfristige Personaleinstellung oder Reaktivierung von Werkstätten – das lässt eher darauf schließen, dass die Geldsaugerei anschließend weitergeht. Leidtragenden sind wie immer die Kunden, die Nutznießer leisten sich wohl eher einen Chauffeur…
Infos zur aktuellen Lage und Fahrpläne ab dem 20.Juli auf der Webseite der S-Bahn-Berlin, weitere Artikel und Hintergründe im Tagesspiegel.





