
Berlin ist preiswert – jedenfalls manchmal…

Berlin ist preiswert – jedenfalls manchmal…
Jo, das “reale Leben” ist auch ganz nett. Werde ich vielleicht öfter mal vorbeigucken.
Zur Zeit scheint der Alltag wie eine extreme Achterbahnfahrt – abwechselnd rauf und runter, und zwar rasend schnell, plötzliche Kurven sprich Wendungen… Hatte ich mal erwähnt dass ich Achterbahnfahren hasse?
Nachher hole ich erst mal meinen Besuch vom Flughafen ab. Lange drauf gefreut, plötzlich stand der Besuch auf der Kippe, nun klappt’s doch noch. Sollte es in den nächsten Tagen hier etwas ruhiger sein liegt es daran, dass ich mich dem Besuch und dem “realen Leben” widme. Aber so wie ich mich kenne wird es trotzdem den ein oder anderen oder anderen Beitrag geben…
Anderthalb Jahre lang lebten ein paar sympathische und ständig hungrige Männer in einem kleinen Häuschen in am Stadtrand von Köln. Vor allem als “Chefkoch Oli” (Foto rechts) noch bei uns wohnte gab es so manche Kochorgie. Nach langer Zeit ist die – verschollen geglaubte – Dokumentation dieser Orgien – pieseliger ausgedrückt: das Kochbuch – wieder aufgetaucht. Und sowohl aus Sentimentalitätsgründen als auch zur allgemeinen Belustigung stelle ich es mal wieder online. Nachkochen auf eigene Gefahr, aber soweit ich mich erinnere schmeckte das meiste damals sehr gut.
Wie man in Berlin am besten Touristen verwirrt? Ganz einfach: Man benenne eine zentrale, historische S-Bahn-Station um, belasse aber sowohl in den Bahnen bei Laufschrift und Ansage den alten Namen und wechsle auch in der Station die Schilder nicht aus sondern verwende alten und neuen Namen parallel – gut, Letzteres allein aus Gründen des Denkmalschutzes, aber so richtig übersichtlich ist dies eher nicht. Wie günstig, dass der neue U-Bahnhof “unter den Linden” frühestens in acht Jahren genutzt wird…

Geschuldet ist dieses “Namenschaos” der neuen U-Bahn, genauer gesagt dem U-Bahnhof Brandenburger Tor, der mit dem ehemaligen S-Bahnhof “Unter den Linden” (und jetzigem S-Bahnhof “Brandenburger Tor”) verbunden ist. Seit letztem Sonnabend ist die neue U55 für alle geöffnet – eine imposante Linie: 1,4 Kilometer Länge, drei Stationen, Bauzeit 14 Jahre, Kostenpunkt schlappe 320 Millionen Euro, und eine Verbindung zum restlichen U-Bahnnetz gibt es auch nicht! Zugegeben, was sich jetzt wie ein Schildbürgerstreich liest ist etwas komplexer: Zwischenzeitliche Baustopps und Probleme mit dem Boden verlängerten den Bau mehrmals, und “so richtig” zum Zuge kommt die Bahn (frühestens) 2018, dann soll der Lückenschluss zur heutigen U 5 fertig sein. Die Berliner begeistern sich anscheinend trotzdem für die “Stummelbahn”, am Eröffnungstag steppte dort der Bär, und auch die Tage danach war noch einiges auf dem U-Bahnhof los, wobei sich bei einigen das Hauptaugenmerk wohl auf die “integrierte Gedenkstätte” richtete. Aber auch einige mit Koffern bepackte Touris sah ich bei meiner Fahrt heute.
Die anderen beiden Stationen (Bundestag, Hauptbahnhof) sind vorhanden, recht modern gestaltet, aber doch noch ziemlich “leblos”. Naja, in den nächsten acht Jahren wird sich das auch ändern…
Einen schönen Bericht zur U 55 findet man auch im Hauptstadtblog.
Drei Tage hintereinander bei meinem abendlichen “Tag-Beschließen” festgestellt, dass es ein schöner Tag war: Keine neuen Horrormeldungen, sommerliches Wetter, keine gravierenden gesundheitlichen Probleme, ein zartes Pflänzchen Zukunft in Sichtweite… Drei Tage hintereinander! Das muss man doch – gerade in diesem Seuchenjahr – einfach mal erwähnen.
Und es darf auch gerne erst mal so weitergehen…
Buddha sei Dank, das Leben hat wieder einen Sinn: die Sommerpause ist endlich vorbei! Amüsantes Spielchen zur Einstimmung, mit einem Ergebnis, das jemandem jetzt etwas die Laune verhagelt hat. Nimm’s leicht und lass dich vom Seebären trösten.
Heute beginnt ja auch die 2. Liga, und da gibt es am ersten Spieltag richtige Kracher: 1.FC Saarbrücken gegen SSV Ulm 46, Stuttgarter Kickers gegen Union Solingen, Fortuna Köln gegen FC Homburg, und Blau Weiß 90 spielt gegen Alemannia Aachen. Hm, Moment… ach, falsches Sonderheft geschnappt, das war in der Saison 1984/85.
Okay, etwas aktueller: Heute hat Union ja schon 3:0 in Oberhausen gewonnen, das fängt doch mal gut an.

Krangewirr an der neuen Schlapphut-Zentrale, Chausseestraße.
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