Seit einigen Jahren schon bin ich auf der Suche nach der Wahrheit. Nicht in einzelnen Fragen, nein, der Wahrheit des Gesamten, nenne es meinetwegen Wahrheit des Lebens, des Seins. Ich befasste mich mit dem Buddhismus, dem Taoismus, aber auch mit medizinischen Fragen zur Hirnforschung, befasste mich mit Thesen zum eigenen Willen und noch einiges mehr. Ich las – Bücher von Menschen, die vorgaben, die Wahrheit gefunden zu haben, las Lebensberichte, natürlich das tao te king, Schriften von Osho, Bücher des Dalai Lama und von Krishnamurti… Fast überall schwang Wahrheit mit, es gab viele Antworten, aber noch mehr Fragen…

Seit meinem Umzug nach Berlin geriet dieses Thema in den Hintergrund, zu viel Neues prasselte hier auf mich ein – die geniale Stadt, ein neuer Job, das Fehlen alter Freunde und das Auftauchen neuer, interessanter Menschen. Nun scheint es wieder an der Zeit zu sein, mich den eigentlichen Fragen zu widmen. Ich entdecke die alten Bücher wieder, lese sie zum Teil anders als damals, ich erkenne neue Zusammenhänge, verstehe ein klein wenig mehr als noch vor einigen Jahren (auch wenn viele Fragen offen bleiben).
Und doch ist es der Verstand, der diese Antworten begreift. Was aber nun, wenn eben genau jener Verstand dem eigentlichen Begreifen, dem Erleben der Wahrheit im Wege steht? Und so scheint es zu sein, denn nicht nur viele der Schriften und Berichte weisen darauf hin, auch eigene Erfahrungen – waren sie auch noch so klein.
Diese Suche nach Antworten ist schwierig, spannend, mitunter beängstigend, häufig unbefriedigend. Austausch mit anderen Menschen, die ähnliche Fragen stellen (und vielleicht sogar schon Antworten für sich gefunden haben) wäre interessant – obgleich klar ist, dass dieser Austausch, ebenso wie die Lektüre, niemals die wirkliche Antwort bringt. Wahrheit will erlebt werden, sonst ist es wieder nur Glaube – und der hat mit der Wahrheit ja nun nicht wirklich so viel zu tun.
Ja, es könnte spannend werden in der nächsten Zeit…














schrub am 30. September 2009 um 16:13:
Die Wahrheit kann jeder nur für sich selbst finden. Ein weiteres interessantes Buch zum Thema: The Secret. Spannend!Lesen!
schrub am 30. September 2009 um 16:22:
Ächz, bei den vielen Büchern, die ich gerade lesen will, werde ich wohl den 36-Stunden-Tag erfinden müssen.
schrub am 30. September 2009 um 17:34:
Hallöle,
ja, es wird ganz unbedingt spannend in der kommenden Zeit.
Alte Bünde stehen vor dem Aus. Neues ist nur schemenhaft am Horizont zu erahnen.
Liebgewonnene Denkmuster müssen von ALLEN Beteiligten ausgemistet werden.
Das Spektrum reicht von Hochfinanz über Suppenküche und von Bildung bis Klimawandel.
Nur ein neues individuelles Denken kann etwas bewirken.
Der Buddha sagt: “Ändere Dein Denken und die Welt wird sich ändern.”
Sie sprechen in diesen Tagen von Segmentierung des politischen Denkens. Von Klientelpartei. Von neuen “kleinen Volksparteien”. Das bedeutet Freiheit. Hinzu muß nun der Mut kommen, den Anderen in seiner Freiheit ernst zu nehmen. Gemeinsamkeiten zu fördern.
Wohin hat uns die Segmentierung der Gesellschaft denn geführt?
Was schaden würde wären Grabenkämpfe. Sie halten von Suppenküchen, Klimawandel, Hochfinanz und Bildung ab.
Liebe Grüße
Ahimsayama