Wenn man mal die Kälte, die frühe Dunkelheit und die lange Wartezeit auf den Sommer außer acht lässt, dann kann der Herbst auch ganz schön sein…

Wenn man mal die Kälte, die frühe Dunkelheit und die lange Wartezeit auf den Sommer außer acht lässt, dann kann der Herbst auch ganz schön sein…


Netter Versuch an der nächsten Eckkneipe, Berlins Tretminenhalter zu erziehen. Die Erfahrung sagt allerdings: Zwecklos!
Ja, ich bin pervers. Bekennend!

Allerdings kein Vergleich zu Selbstgemachtem. Winkewinke, Sibille.
Seit Anfang des Jahres gibt es in Berlin den sogenannten “Berlinpass”. ALG II-Empfänger (und ein paar weitere “Bedürftige”) erhalten damit z.B. Vergünstigungen bei Eintritten in Museen, Theater, Schwimmbäder, Zoo, Bibliotheken und mehr, auch spezielle Monatsmarken für den ÖPNV kann man damit erwerben. Der Berlinpass wird in den Bürgerämtern ausgestellt – was seit Jahresbeginn immer wieder zu chaotischen Zuständen dort führt: Die Abendschau berichtete mehrfach über riesige Schlangen und ellenlange Wartezeiten. Entweder wurden mittlerweile – nach langen Streits, wer denn nun zuständig sei – mehr Mitarbeiter eingestellt, oder ich hatte heute einfach Glück: Nach einer halben Stunde war ich mit meinem Berlinpass wieder draußen. Naja, der Wedding schläft gerne lange.
So, ihr Berliner Museen, ich komme.
Infos über vergünstigte Angebote bekommt man auf der Webseite des Senats.
Skandinavische Wochen beim Stef: Nach der norwegischen gab’s nun die schwedische Begegung – allerdings deutlich unentspannter…

Menschenmassen als gäb’s kein Morgen, mitunter völlig überforderte, unkoordiniert durch die Möbelhalle torkelnde Kaufwillige, und auf der Hin- und Rückfahrt schienen sich sämtliche Straßen Bahnmusiker Berlins in “meinem” S-Bahn-Wagen aufzuhalten… Aber wenigstens sollten die Kerzen bis Weihnachten ausreichen:

Dieses Jahr gibt’s jedenfalls keinen Besuch mehr im schwedischen Gegenwartsmuseen. Also wahrscheinlich…
Ich bin bekennender Anhänger des Thunderbirds, dem wahrscheinlich besten Freeware-Mailclienten ever. Vor allem die problemlose Unterstützung von Nachrichtenverschlüsselungen mit GPG über das AddOn Enigmail schätze ich. Und gerne werde ich im Bezug E-Mail auch mal missionarisch tätig.
Gestern nun ludt sich ein Bekannter die notwendige Software herunter, installierte fleißig… und klagte dann telefonisch sein Leid: Alles läuft prima, nur Enigmail zeigt alle Einstellungen auf englisch an. Diverse De- und Neuinstallationen – darunter auch des Enigmail-Sprachpakets – brachten herzlich wenig ein, und irgendwann meinte mein Bekannter resigniert dass es wohl an der Zeit sei, seine Englischkenntnisse auf zu frischen…
Eine halbe Stunde später rief er wieder an, nach erneuter De- und Neuinstallation erscheint Enigmail plötzlich auf deutsch – obwohl er nichts anderes gemacht hatte als zuvor. Nee is klar, Technik…
Also, als Hinweis und Trost an alle, die über dem AddOn verzweifeln: Probiert es einfach noch mal – irgendwann klappt’s.
An dieser Stelle möchte ich noch mein Bedauern ausdrücken, dass das Projekt für deutschsprachige Erweiterungen der Mozilla-Produkte eingestellt wurde, davon erfuhr ich erst durch die gestrige Recherche zu Enigmail. Die Macher dort haben eine tolle Arbeit geleistet!
Anfang der Woche war ich am Schlossplatz unterwegs um ein paar Fotos für diesen Beitrag zu schießen, als mich ein ebenfalls knipsender Mann ansprach. Er stellte sich als Journalist, genauer als Korrespondent der norwegischen Tageszeitung aftenposten hier in Berlin vor, und wollte einen Artikel zum Bau des Humboldt-Forums schreiben. Wir kamen ins Gespräch, und schließlich fragte er mich, ob er noch ein paar Fotos von mir vor dieser “Schlosstapete” machen könne. Normalerweise stehe ich ja lieber hinter der Kamera, aber in diesem Fall…

Den Artikel habe ich im aftenposten noch nicht gefunden, das kann aber auch an meinen mangelnden Norwegischkenntnissen liegen.
In jedem Fall danke für die nette Begegnung und die Fotos!
Im Wedding gäbe es da noch ein paar:

Allerdings dürfte die Garantie abgelaufen sein…
Hin und wieder mit der Hand auf den Tisch zu hauen ist gar nicht mal so verkehrt. Trotzdem sollte man dabei ein gewisses Augenmaß bewahren.

Vor allem wenn man zu 98% Rechtshänder ist…
Dass ich mich seit Jahren mit der ‘Illusion des Egos’ befasse – mal mehr, mal weniger intensiv – ist nix Neues. In diesem Zusammenhang hatte ich auch vor Jahren das Buch “Reise ins Nichts” von Pyar gelesen – und den folgenden Auszug nicht mal ansatzweise verstanden.
Worum es geht, ist jeden Hauch von Ich, von Trennung aufzugeben… Das schneidet die Wurzeln der Illusion ab, das ist der Tod des Ich. Und dieses Ich zeigt sich in jeder Ablehnung dessen was ist, zeigt sich in jedem Wunsch nach etwas anderem, in jedem ‘etwas Besonderes sein’ und in jeder Vorstellung. Schließlich ist dieses Ich selbst nichts anderes als eine Vorstellung – die Vorstellung von Trennung, die Vorstellung eines separaten Ich, einer eigenen Person. Und da ‘Ich’ nur eine Vorstellung ist – wenn auch eine lang gehegte, lang gepflegte und liebgewonnene, die sehr real erscheint – ist ‘Ich’ nicht real, nicht wahr, und muss in diesem Substraktionsprozess sterben, verschwinden. Und es fühlt sich tatsächlich wie Sterben an, es ist ein Tod.
Pyar Troll, Reise in Nichts, Kamphausen 2002
Tja, irgendwie habe ich das Ego, den ‘Stef’, trotz aller Macken – auch wenn mich einige davon wahrscheinlich mehr nerven als mein Umfeld – liebgewonnen. Aber der Tod des Egos beinhaltet nicht nur eine Abkehr dieses Selbstbildes, sondern auch die Abkehr der lange gehegten – und teils mühsam erarbeiteten – Standpunkte und Vorstellungen, von den Wünschen und Ablehnungen mal ganz zu schweigen.
Andererseits lassen mich die inzwischen gemachten Erfahrungen zumindest den Anflug von Wahrheit dieser Worte erahnen. Da habe ich da wohl noch einiges vor mir – und ich befinde mich bereits mittendrin. Ein interessanter Weg. Ich lasse mich überraschen…
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