Ein paar Worte zur hier angekündigten Reportage von Ulrich Stein und Christian Gramstadt “Geld für alle! – Gibt es eine bessere Welt?”:
Vier Alternativen zum momentanen, irrsinnigen Wirtschaftssystem wurden beleuchtet: Die regionale Währung, das “Islamic Banking”, der – sich wandelnde – Sozialismus auf Kuba und – natürlich – das Grundeinkommen. Aber was heißt beleuchtet? Sie wurden angerissen, anstatt weiter in die Tiefe zu gehen setzte man jedoch lieber auf Bilder – wahrscheinlich sollte der geneigte Zuschauer nicht überfordert werden. Dann hätte die Sendung allerdings auch zu einer deutlich massenkompatibleren Uhrzeit laufen können!
Etwas tiefer hätte es also gerne gehen können, meine Herren, aber insgesamt war die Sendung als “Appetizer” ganz gut gemacht. Zum Glück gab’s das, von xtra3 gewohnte populistische “Bankerkloppen” nur zu Beginn, danach wurde die Reportage dann doch etwas “seriöser” – wobei ich hoffe, dass Götz Werner als “Erfinder des Grundeinkommens” zu bezeichnen der einzige journalistische Fauxpas war.
Fazit: Als Überblick gut, Fortsetzung (inklusive Vertiefung) erwünscht, besserer Sendeplatz sowieso.
Wer die Sendung verpasst hat kann sie sich in der Mediathek ansehen.
2 Kommentare zu “Geld für alle – eine (kleine) Kritik”
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‘Geld für alle!’ reiht sich thematisch und von der Aussage gut in entsprechende Abhandlungen ein, die teilweise auf ARTE oder 3SAT im vergangenen Jahr gezeigt wurden.
Bemerkenswert finde ich, dass gestern (21.01.2010) nachmittag der Mittschnitt der Sendung (20.01.2010 23:20) nur für ca. 4 Stunden in der ARD Mediathek abrufbar war! Warum nur so kurz? War die Sendung zu gut?
MfG Joachim Grothe
Daran, dass die Sendung zu gut war, dürfte es nicht liegen, wahrscheinlich will das Erste seine Zuschauer nicht zu sehr verwöhnen…