Vor Saisonbeginn hatte ich schon befürchtet, dass der HSV mit diesem Trainer spätestens gegen Ende der Saison abkackt. Gut, dazu muss man kein großer Prophet sein, erstens kackt der HSV regelmäßig gegen Saisonende ab, und zweitens ist auch der Trainer ein Fachmann auf diesem Gebiet. Aber prophezeien wir doch mal munter weiter: Im November wird Labbadia wegen anhaltender Erfolgslosigkeit entlassen (bis dahin ist der HSV auf Platz 14 abgerutscht und gegen irgend einen bayerischen Fünftligisten aus dem Pokal geflogen). Stolz wird nun eine interne Lösung präsentiert – was natürlich nichts mit der Tatsache zu tun hat, dass dem HSV ohne internationales Geschäft das Geld für einen richtigen neuen Trainer fehlt. Die Saison wird mit Ach, Krach und einem Platz im Mittelfeld zu Ende gebracht. (In allen fünf Partien, in denen van Nistelrooy nicht verletzt war und mitspielen durfte, schoss der übrigens mindestens ein Tor.) In der übernächsten Saison wird voller Stolz ein neuer Trainer präsentiert: Einer der legendären 83er-Mannschaft, der als Trainer in den letzten sechs Jahren fünf deutsche Meisterschaften eingefahren hat. Zwei mit Bayern, eine mit Wolfsburg, und zwei mit Schalke. Der Mann sucht Herausforderungen (wird er beim HSV zweifelsfrei finden) und ist prädestiniert, auch mit durchschnittlichen Spielern Meister zu werden. Also, passt doch. Hätte man aber auch schon zwei Jahre früher haben können…