Oktover

Der Oktober war jetzt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht unbedingt der Supermonat. Eher so im Gegenteil. Nicht, dass das jetzt zur Gewohnheit wird…

Aber: Neuer Monat, neues Glück. Ein bisschen Glück wäre in den nächsten Wochen auch nicht verkehrt, schließlich steht der Umzug an, und der findet quasi „on the fly statt“: Der Plan ist, nach und nach alles in die neue Wohnung zu bringen, direkt einzuräumen und erst dann endgültig umzuziehen, wenn im neuen Domizil fast alles eingerichtet ist. Allerdings brauche ich einiges an neuen Möbeln, die ich aber erst noch finden, ankarren und dann zusammenbauen muss – keine Ahnung, wie schnell ich damit voran komme. Immerhin ist sehr viel bereits in Kartons verstaut und zum Abtransport bereit.

Dummerweise gibt die angespannte Personalsituation keine zusätzlichen freien Tage her, und allerspätestens in vier Wochen sollte der Umzug durch sein. Ob und wie das alles klappt werde ich sehen, aber ich bin zuversichtlich, schließlich ist der Oktober ja vorbei, und im neuen Monat läuft es wieder besser, nicht wahr? NICHT WAHR?

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Jetzt sind’s schon vier…

Vier Jahre Selbständigkeit, hättste auch nicht gedacht, damals, als wir anfingen

Mittlerweile ist aus dem großen Abenteuer Alltag geworden, mit all den Aufs und Abs, die dazu gehören. Mehr Arbeit als Wahnsinn, weniger Euphorie, alles ein wenig ruhiger, ohne große Ausschläge nach oben oder unten – Alltag halt.

Viele der anfallenden Arbeiten lassen sich mittlerweile tagsüber im Laden erledigen, es gibt also wieder freie Abende. So richtig produktiv sind die allerdings nicht, wenn man erst irgendwann zwischen acht und zehn nach Hause kommt – weshalb der freie Tag in der Woche auch gut mit Programm gefüllt ist und die Erholung nachwievor ein wenig kurz kommt, zumal bei Selbständigen ja auch freie Tage nur höchst selten so richtig frei sind. Drei Wochen Urlaub wären mal geil, da das aber weiterhin nicht machbar ist gibt es ab und zu mal ein paar freie Tage am Stück, die manchmal sogar wie ein richtiger Kurzurlaub sind. Dummerweise sind die freien Tage erst mal passé, rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft verlässt uns nämlich eine Aushilfe, und gute Aushilfen zu finden ist alles andere als einfach.

Seit ich den Betrieb alleine schmeiße hat die Arbeit, vor allem aber die Belastung deutlich zugenommen. Zum Glück weiß ich Benedikt nicht nur in Ausnahmesituationen an meiner Seite – völlig alleine könnte ich so eine Sache eher nicht wuppen.

Und obwohl aus dem Abenteuer Alltag wurde, obwohl es nachwievor anstrengend ist, möchte ich diesen Alltag nicht eintauschen. Na gut, ich hätte da mein Träumchen, aber solange ich den Jackpot noch nicht geknackt habe können wir gerne so weitermachen wie momentan. 😉

Das Vierjährige feiern wir übrigens nicht im Laden, das genießen wir still für uns alleine. In einem Jahr dann, wenn nix dazwischen kommt, wird die Party dafür um so größer…

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Erst ausgiebiges Grübeln, dann der Kampf mit dem kleinen Teufel auf der Schulter, der die Entscheidung in Frage stellt. Aber kaum ist der Mietvertrag unterschrieben, freut man sich wie ein Kind auf Weihnachten und richtet die neue Wohnung im Geiste schon ein… 🙂

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Aufbauprogramm

Nochmal ein wunderschöner, warmer Herbsttag, vermutlich einer der letzten in diesem Jahr. Der wird zu einem kleinen Ausflug genutzt…

…und dieser tat nach den letzten, eher suboptimal verlaufenen Tagen auch so richtig gut! Also als seelisches Aufbauprogramm ist diese Gegend hier wirklich perfekt. 🙂

(Mehr Fotos gibt’s bei den Schnuten)

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Muss nicht!

Wenn man an seinem freien Tag gerade mal drei Minuten wach ist, dann das Telefon klingelt und der Mitarbeiter berichtet, dass über Nacht im Laden eingebrochen wurde, startet man doch deutlich aktiver in den Tag, als man sich das so vorgenommen hat.
Zum Glück hat der Depp nicht all zu viel an Ware mitgenommen, so dass der finanzielle Schaden noch relativ übersichtlich ist und man nach zwei Stunden wieder öffnen kann – Nerverei und Rennerei hat man aber trotzdem mehr als genug.

Das ist in 50 Jahren das erste Mal, dass ich von einem Einbruch betroffen bin – und ganz ehrlich, das brauche ich nicht häufiger. Wer diese Erfahrung also noch nicht gemacht hat, lasst mal, muss nicht.

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D-Tour 18 III – Reisezahlen

Rostock – Stuttgart:
630 Kilometer, 1 Stunde 25 Minuten, 146 €.
1,72 € pro Minute, 0,23 € pro Kilometer.
Verspätung bei Abflug / Ankunft: 90 Minuten / 90 Minuten
Entspannungsfaktor: Hoch

Stuttgart – Köln:
348 Kilometer, 2 Stunden 14 Minuten, 99 €.
0,74 € pro Minute, 0,28 € pro Kilometer
Verspätung bei Abfahrt / Ankunft: keine / keine
Entspannungsfaktor: Sehr hoch

Köln – Rostock:
674 Kilometer, 5 Stunden 57 Minuten, 54 €.
0,15 € pro Minute, 0,08 € pro Kilometer.
Verspätung bei Abfahrt / Ankunft: 60 Minuten / 90 Minuten
Entspannungsfaktor: Och jo, ganz okay

Fazit:
Je schneller am Ziel, desto teurer (ach?), ob Flug oder Zug – Verspätung ist reine Glückssache, und das Ankommen ist sowieso das Schönste. 😉

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D-Tour 18 I – Fazit

Seit drei Tagen bin ich wieder im Alltag drin, und schon fühlt es sich an, als sei der Urlaub bereits Wochen her. Fünf Tage sind vielleicht doch etwas kurz, aber ich bin ja froh, dass es überhaupt geklappt hat.

Es tat gut, mal so richtig abzuschalten, wobei dies die ersten zwei Tage auch ein bisschen unfreiwillig war – spätestens zur nächsten Tour brauche ich einen anderen Netzanbieter, außer Textnachrichten ließ O2 auf dem Lande nichts zu – geht mal gar nicht!

Ich habe die – kurze – Zeit jedenfalls sehr genossen, das Abschalten, den Tapetenwechsel, die Gespräche, die Spaziergänge, das Schlemmen, vor allem aber die Gegenwart der Lieben.

So sehr ich den Ausflug in die „große Stadt“ genossen habe – ich kann mir nicht mehr vorstellen, wieder in Köln oder Stuttgart (oder auch Berlin) zu wohnen – viel zu viele Menschen, viel zu dreckig, viel zu laut. Eine richtige Alternative zum Leben an der Küste gibt es für mich gerade eh nicht, wobei ich es nach den Tagen wieder sehr bedaure, so weit ab vom Schuss zu leben – die Lieben würde ich gerne wesentlich häufiger sehen, aber von hier aus ist das doch eine ziemliche Strecke, die man – auch per Flugzeug – nicht mal eben für ein Wochenende macht. Trotzdem sollte es bis zur nächsten Tour nicht wieder fünf Jahre dauern!

Und so richtig gelungen ist ein Urlaub ja dann, wenn man heimkommt, vom Bahnhof abgeholt wird (und sogar eine liebe Willkommenskarte im Briefkasten wartet), man dann abends endlich wieder im eigenen (!) Bett liegt und feststellt, dass dies ein richtig schöner Urlaub war. 🙂

D-Tour 18 II – Eindrücke | D-Tour 18 III – Reisezahlen

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