Ja was rollert denn da?

Zwei Wochen, nachdem sich die eine Schnute ein kleines elektrisches Spielzeug gekauft hat, war heute die andere Schnute dran:

Ich hatte ja lange überlegt, mir entweder einen E-Roller, ein E-Bike oder doch ein Auto anzuschaffen. Die Wahl fiel jetzt auf den Roller, und heute war’s so weit: Ich habe mir beim einzigen Händler in ganz Mecklenburg den einzigen vorrätigen NIU N1S gekauft.

Da ich wahrscheinlich als einziger Jugendlicher in ganz Schland nie ein Mofa hatte fehlt natürlich jegliche Erfahrung mit einem motorisierten Zweirad, und die acht Kilometer lange Fahrt vom Händler bis nach Hause fühlte sich an wie meine erste Fahrstunde damals vor… äh, sehr langer Zeit.

Solange der Akku mitspielte wurden hier aber schon einige Proberunden gedreht – natürlich durfte Benedikt auch mal ran – und ab morgen geht’s bzw. rollt’s damit zur Arbeit…

3+

Abgestiegen

Der Fußballfan sucht sich ja bekanntlich nicht „seinen“ Verein aus, sondern umgekehrt – sagt zumindest eine der vielen Fußballweisheiten, und dann muss es ja wohl stimmen. Manchmal vererbt sich die Vereinsliebe über Generationen, manchmal ist es einfach der dem Wohnort nächstgelegene Bundesligist, und es gibt auch genug „Fans“, die einfach dem erfolgreichsten Verein zujubeln – was wahrscheinlich auch die vielen Bayernsympathisanten erklärt.

Ich bin eben seit gut 40 Jahren Fan des Hamburger SV – warum auch immer, ist halt einfach so, ich kann nix dafür, siehe oben. Es gibt sicher Vereine, die von ihrer Art her viel besser zu mir passen würden. St.Pauli zum Beispiel, Union Berlin oder auch Freiburg. Es gibt auch Vereine, die sympathisch sind und – zumindest in den letzten Jahren – deutlich erfolgreicher waren, Dortmund oder Gladbach zum Beispiel. Aber bei mir ist es halt der HSV.

Dabei hat einem der Verein früher deutlich mehr Freude als Sorgen beschert: In meiner Kindheit wurde der HSV mehrfach deutscher Meister, dazu Sieger der Landesmeister (ja, so hieß früher die „Champions-League“) und Pokalsieger. Nach und nach ging es aber immer mehr bergab, und in den letzten vier Jahren wurde der Klassenerhalt dreimal erst am letzten Spieltag oder in der Verlängerung geschafft. Und in diesem Jahr erstmals gar nicht. Das erste mal in der Vereinsgeschichte steigt die erste Profi-Fußball-Mannschaft ab. Das erste mal in ihren 55 Jahren spielt die Bundesliga ohne den HSV. Natürlich ist das irgendwie irreal, zum Glück ist jetzt erst mal Sommerpause. Im nächsten Jahr geht es also gegen Heidenheim, Aue und Sandhausen, aber wenigstens entfällt dann die jährliche Klatsche gegen die Bayern. 😉

Nun gehen die meisten Fans und „Experten“ davon aus, dass der Abstieg nur ein einmaliger, vielleicht heilsamer Unfall war, und es in einem Jahr wieder hochgeht, im Idealfall direkt wieder in obere Tabellenregionen, wo „der HSV nun mal hingehört“. Ich bin da weniger zuversichtlich: So mancher Club hat sich zu einer Fahrstuhlmannschaft entwickelt, andere Absteiger sind direkt durchgereicht worden, und selbst deutsche Meister verschwanden schon in der Dritt- oder gar Viertklassigkeit – siehe Braunschweig, 1860 oder aktuell Kaiserslautern. Damit dies nicht geschieht wären Kontinuität und Besonnenheit in der Führungsetage wichtig, leider zeichnete genau das den Verein in den letzten Jahren eher weniger aus, besser gesagt: Gar nicht.

Jetzt drücke ich aber erst mal in der Relegation Holstein Kiel die Daumen. Zum einen finde ich es sympathisch, wenn ein kleiner Verein mit so wenig Mitteln mal hochkommt, zum anderen hat diese unsympathische Betriebssportgruppe aus der Autostadt bei Fallersleben den Abstieg mindestens genauso verdient wie der HSV.

3+

Platz da!

Der Einzug damals verlief ja doch ein bisschen hektisch, so dass wir zwar die Wohnung vom Kram des Vormieters entrümpelt hatten, zum Keller waren wir seinerzeit jedoch nicht mehr gekommen. Heute aber, kaum dreieinhalb Jahre später…

Und wieder einmal wurde der Tag der Arbeit sinnvoll genutzt. 😉

3+

Der 24-Stunden-Fail

Ich mag keine Armbanduhren. Trotzdem möchte ich natürlich hin und wieder die Uhrzeit wissen, was ja als Besitzer eines smarten Fonis kein Problem ist. Es sei denn, die Uhrzeit in der Statusleiste ist so klein, dass ich jedesmal die Brille aufsetzen müsste. Also musste eine App her, die auf jedem Bildschirm die Uhrzeit in einer Größe anzeigt, dass sie selbst ein Halbblinder ablesen kann. Klappt auch. Nur das mit dem 24-Stunden-Format sollten wir nochmal üben… 😉

2+

Seit Ostern habe ich nonstop durchgearbeitet – jetzt bin ich doch ein bisschen im Arsch platt!

Vor drei Jahren habe ich das ständig gemacht: Sechs Tage die Woche im Laden stehen – ohne zweiten Mann! Dazu bis weit nach Mitternacht am Rechner gesessen, Bestellungen gemacht, und Sonntags noch den restlichen Kram erledigt, der so anfiel, mitunter auch noch mal was im Laden geklüdert. Im Nachhinein habe ich doch tatsächlich ein bisschen Hochachtung vor mir.

Mittlerweile bin ich deutlich früher im Bett, die Sonntagsarbeit ist auf ein paar Stunden vor dem Frühstück reduziert, und ab jetzt sollte wieder ein freier Tag pro Woche drin sein. Und wenn dann an dem ersten freien Tag seit zweieinhalb Wochen ein solches Wetterchen ist…

…genießt man ihn um so mehr mit einem kleinen Ausflug ins Nachbardorf.  🙂

6+

Ein Träumchen

Einmal im Jahr gebe ich ja dem Schicksal in Form eines Lottotips die Chance – bislang hat es, nämlich das Schicksal, sich allerdings noch nicht darauf eingelassen. Man träumt dennoch ein wenig vor sich hin was man machen würde, wenn man sich um den täglichen Gelderwerb nicht mehr kümmern müsste: Natürlich mehr Freizeit genießen, deutlich mehr Zeit mit den Freunden verbringen, und sicher die ein oder andere interessante Ecke in diesem Land – oder auch darüber hinaus – besuchen, die man immer schon mal sehen wollte. Ein kleines Träumchen wäre es allerdings auch, einen Dampferladen zu betreiben…

Jaaa, ich betreibe bereits einen, aber dieser wäre dann doch etwas anders. Er läge wahrscheinlich ein wenig abseits der Innenstadt, wäre sehr gemütlich eingerichtet mit bequemen Ledersesseln, eher eine Lounge denn ein Laden, mit schicken Vitrinen abseits des schwedischen Einrichtungshauses für Standard-Dampfershops. Im Sortiment hätte man bis auf ein – durchaus etwas höherpreisiges – Einsteigergerät und ein, zwei ausgefallene Midprice-Geräte ausschließlich feinste HighEnd-Ware. Dazu richtig ausgefallene Liquids, edle und seltene Aromen – von jeder Sorte nur eine überschaubare Menge – die dann in feinen Tröpflern zur Verkostung gereicht würden.

Symbolfoto

Geöffnet wäre der Laden vielleicht nur von Mittwoch bis Samstag, dann auch erst ab nachmittags, mit offenem Ende – je nach Bedarf. Er wäre ein Treffpunkt für Genießer, Hobby- und Leidenschaftsdampfer, fast schon ein kleiner „Club“, offen für jeden Interessenten der gepflegten Dampferei.

Ein kleines, engagiertes Team würde den Laden betreiben, wobei ebenso wichtig wie der Ver- der Einkäufer wäre, der es, gut vernetzt, immer wieder schafft, auch die exotischsten Geräte zu besorgen und der ein feines Näschen für Neues und Ausgefallenes besitzt.

Dummerweise wäre damit nicht ernsthaft Geld zu verdienen. Aber spätestens nächstes Jahr bekommt das Schicksal ja wieder eine Chance, und bis dahin betreibt man den bestehenden Laden, in dem man ja bereits ein paar Teile seines Träumchens umsetzt, eben weiterhin. Schließlich bringt das ja auch Spaß, und offensichtlich macht man die Arbeit auch gar nicht so schlecht.

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