Seit Ostern habe ich nonstop durchgearbeitet – jetzt bin ich doch ein bisschen im Arsch platt!

Vor drei Jahren habe ich das ständig gemacht: Sechs Tage die Woche im Laden stehen – ohne zweiten Mann! Dazu bis weit nach Mitternacht am Rechner gesessen, Bestellungen gemacht, und Sonntags noch den restlichen Kram erledigt, der so anfiel, mitunter auch noch mal was im Laden geklüdert. Im Nachhinein habe ich doch tatsächlich ein bisschen Hochachtung vor mir.

Mittlerweile bin ich deutlich früher im Bett, die Sonntagsarbeit ist auf ein paar Stunden vor dem Frühstück reduziert, und ab jetzt sollte wieder ein freier Tag pro Woche drin sein. Und wenn dann an dem ersten freien Tag seit zweieinhalb Wochen ein solches Wetterchen ist…

…genießt man ihn um so mehr mit einem kleinen Ausflug ins Nachbardorf.  🙂

5+

Ein Träumchen

Einmal im Jahr gebe ich ja dem Schicksal in Form eines Lottotips die Chance – bislang hat es, nämlich das Schicksal, sich allerdings noch nicht darauf eingelassen. Man träumt dennoch ein wenig vor sich hin was man machen würde, wenn man sich um den täglichen Gelderwerb nicht mehr kümmern müsste: Natürlich mehr Freizeit genießen, deutlich mehr Zeit mit den Freunden verbringen, und sicher die ein oder andere interessante Ecke in diesem Land – oder auch darüber hinaus – besuchen, die man immer schon mal sehen wollte. Ein kleines Träumchen wäre es allerdings auch, einen Dampferladen zu betreiben…

Jaaa, ich betreibe bereits einen, aber dieser wäre dann doch etwas anders. Er läge wahrscheinlich ein wenig abseits der Innenstadt, wäre sehr gemütlich eingerichtet mit bequemen Ledersesseln, eher eine Lounge denn ein Laden, mit schicken Vitrinen abseits des schwedischen Einrichtungshauses für Standard-Dampfershops. Im Sortiment hätte man bis auf ein – durchaus etwas höherpreisiges – Einsteigergerät und ein, zwei ausgefallene Midprice-Geräte ausschließlich feinste HighEnd-Ware. Dazu richtig ausgefallene Liquids, edle und seltene Aromen – von jeder Sorte nur eine überschaubare Menge – die dann in feinen Tröpflern zur Verkostung gereicht würden.

Symbolfoto

Geöffnet wäre der Laden vielleicht nur von Mittwoch bis Samstag, dann auch erst ab nachmittags, mit offenem Ende – je nach Bedarf. Er wäre ein Treffpunkt für Genießer, Hobby- und Leidenschaftsdampfer, fast schon ein kleiner „Club“, offen für jeden Interessenten der gepflegten Dampferei.

Ein kleines, engagiertes Team würde den Laden betreiben, wobei ebenso wichtig wie der Ver- der Einkäufer wäre, der es, gut vernetzt, immer wieder schafft, auch die exotischsten Geräte zu besorgen und der ein feines Näschen für Neues und Ausgefallenes besitzt.

Dummerweise wäre damit nicht ernsthaft Geld zu verdienen. Aber spätestens nächstes Jahr bekommt das Schicksal ja wieder eine Chance, und bis dahin betreibt man den bestehenden Laden, in dem man ja bereits ein paar Teile seines Träumchens umsetzt, eben weiterhin. Schließlich bringt das ja auch Spaß, und offensichtlich macht man die Arbeit auch gar nicht so schlecht.

4+

Jetzt ist aber wirklich genug!

Mitte März, jetzt sollte das Thema Schnee wohl durch sein…

Frühlingsanfang. Jetzt sollte das Thema Schnee wohl wirklich durch sein!

Fast April. Jetzt sollte das Thema Schnee aber endgültig durch sein!!!

Ab ins Osterwochenende, dann ja wohl ohne Schnee, oder?

Der April beginnt! Da sollte ja wohl kein Schnee mehr…

Nein, kein Aprilscherz:

Und du weißt ganz genau, wenn der große Schneegeist so grinst:

…ist das Thema wahrscheinlich immer noch nicht durch…

3+

Alles im Wandel

Bevor der Alltag zu sehr zur Routine wird würfeln wir doch einfach mal alles durcheinander:

Dass wir ob des gesunkenen Kundenaufkommens den Personalstand so nicht würden halten können war ja schon länger klar. Zum Glück mussten wir keine Kündigung aussprechen, zwei unserer Jungs haben sich selbst auf die Suche nach neuen Herausforderungen begeben und sind fündig geworden – und zwar alle beide! Für die beiden ist das vollkommen richtig so, schließlich war die Anstellung bei uns sowieso nicht für die Ewigkeit gedacht. Dummerweise erfolgt ihr Ausscheiden doch sehr schnell hintereinander und dazu recht kurzfristig, zum Glück stehen aber bereits zwei liebe Menschen  – wie bei uns üblich sind es Stammkunden – in den Startlöchern. Ich freue mich auf den – nötig gewordenen – frischen Wind, auch wenn es erstmal viel Arbeit bedeutet, bis das neue Personal eingearbeitet ist, und ich mir in den nächsten Wochen keine Gedanken machen muss, wie ich meine freien Tage gestalte, denn es wird sie schlichtweg nicht geben.

Aber das allein wäre ja noch nicht genug Wandel: So wird sich Benedikt, wie schon länger angedacht, aus dem Unternehmen zurückziehen. Zwar steht er weiterhin mit Rat – und vor allem bei der momentanen Personalsituation auch mit Tat – zur Seite, trotzdem ist das ein ganz schön heftiger Einschnitt; die vorher gut verteilte Verantwortung liegt dann allein auf meinen – ach so schmalen – Schultern. Auch wenn dieser Schritt schon länger besprochen war und absolut logisch ist bin ich damit nicht sonderlich glücklich. Ist so ein bisschen wie Scheidung – zum Glück ohne begleitenden Rosenkrieg – und nun bin ich quasi alleinerziehend. 😉

Der sich wandelnde Markt und die – immer deutlicher spürbare – Konkurrenzsituation runden das Wandelbild ab. Es warten also ganz schön heftige Herausforderungen auf mich, aber der Alltag soll wohl nicht zu langweilig werden. Außerdem geht das mit den – mal kleinen, mal großen – Herausforderungen ja schon seit dreieinhalb Jahren so, und so bleibt man wenigstens in Übung. 😉

3+

Mit Klapplinealen, Zollstöcken, Gliedermaßstäben und Meterstäben ist es immer das gleiche: Entweder hast du fünf Stück nebeneinander in einer Schublade liegen – oder du findest im ganzen Haushalt keinen einzigen.

Wenn du einen benötigst ist es übrigens grundsätzlich Variante zwei.

1+

Vor dem Schlafengehen stehe ich immer noch ein Weilchen am offenen Fenster, nehme ein paar Züge an der Dampfe und sinniere über den Tag.

Zur Zeit ist dieses Weilchen kurz. Sehr. Kurz.

#Scheißkälte #WinterBrauchtKeinMensch

2+

Von Jägern und Sammlern

Damals, als ich mit dem Dampfen anfing, wunderte ich mich immer über die riesigen Sammlungen an Dampfgeräten, die andere, langjährige Dampfer im Netz zeigten. „Wer braucht denn sooo viele Geräte“ dachte ich mir, „das ist doch völliger Quatsch!“ Klar, ein Ersatzgerät, wenn mal eines defekt sein sollte, vielleicht noch einen zusätzlichen Tank für eine zweite Liquidsorte, aber sonst?

Dann wurde das Dampfen zum Hobby, dann zum Beruf, und mittlerweile weiß ich, dass es mit einer solchen Sammlung doch ganz schnell gehen kann…

Nun muss man dazu sagen, dass die Dampferei, wie wir sie heute kennen, noch relativ jung ist, und sich die Technik in den letzten Jahren massiv entwickelt hat. Auch wenn die Techniksprünge in den letzten ein, zwei Jahren nicht mehr so extrem waren entwickelt sich nach wie vor alles weiter, die Geräte werden besser, zuverlässiger und, jedenfalls teilweise, auch wesentlich hübscher. So ist es vielleicht auch etwas verständlicher, warum solche Sammlungen entstehen und wachsen, zumal wenn es sich um ein Hobby handelt, bei dem ja nicht immer die Vernunft entscheidet, ob man sich ein neues Gerät zulegt oder nicht. 😉

Dazu habe ich das Glück, als Inhaber eines Dampfershops ein klein wenig günstiger an die Geräte zu kommen, außerdem wollen die Neuerscheinungen ja auch getestet und dem Kunden vorgeführt werden. Und so sieht eine Dampfensammlung auch immer viel „schlimmer“ aus, als sie eigentlich ist.

Natürlich hat man auch immer „nur“ eine Handvoll aktueller Geräte in Betrieb, bei mir sind es zur Zeit diese:

Taifun BT auf einer Tesla Steampunk Nano, VandyVape Mesh RTA auf einer Wismec Gen3, Gelite² auf der SX Mini G-Class, Troll V2 RTA auf einer Tesla WYE und Uwell Crown 3 auf einer Sigelei KAOS Spectrum (v.l.n.r.)

Neben meiner oben abgebildeten kleinen privaten Sammlung stehen noch viele Uralt-Modelle in einer Vitrine im Laden. Eines – hoffentlich fernen – Tages, wenn mit dem Laden Schluss ist, werden wir ein kleines, privates Dampfermuseum einrichten. Spätestens dann wird die aktuelle Vitrine wohl nicht mehr ausreichen, zumal ein Ende des Booms – und der persönlichen Leidenschaft – nicht absehbar ist… 😉

Mehr zum Thema Dampfen gibt es nach wie vor bei den Dampfschnuten.

3+

Erhol…was?

Die Jungs wollen mir einen zusätzlichen freien Tag in dieser Woche aufnötigen. „Wir haben sowieso gerade alle zu wenig Stunden, außerdem sind wir diesen Monat ja noch zu dritt, und dann kannst du dich mal ein paar Tage am Stück erholen“ sagen sie.

Hm, noch ein freier Tag? Ich habe doch schon einen zusätzlichen diese Woche, da muss das ja nicht, außerdem – wie sieht das denn aus, wenn der Chef schon wieder freimacht und die Jungs arbeiten lässt… Andererseits müsste die Wohnung mal gründlich geputzt (mööp, hoch motiviert) und der Keller ausgemistet werden (noch motivierter)… Oder doch eher ein Homeoffice-Tag? Bei den Großhändlern nach neuen Aromen gucken, endlich mal nach einem neuen Design für die Webseite schauen, vielleicht sogar mal die ganzen Ordner und Kassenbücher sortieren, außerdem…

Hm, kann man Erholung eigentlich verlernen?

3+