StefBlog

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System-Update

Corona ist ja anscheinend vorbei – also zumindest inoffiziell. Die Ansteckungszahlen sind niedrig – was aber, da ja kaum noch getestet wird, auch nicht verwundert. Das Volk, das bislang schon mit Erkältung, Masern und Schienbeinbruch arbeiten ging, geht jetzt eben auch mit Covid-Symptomen ins Büro. Und da ich nach wie vor beim Einkaufen eine Maske trage, bin ich ein Exot – aber immerhin hat mich dafür noch niemand blöde angemacht. Inoffiziell ist Corona also durch, und zumindest wenn es nach den Polemikern von CSU und FDP geht, wahrscheinlich bald auch offiziell. Sei’s drum. Ich habe es anscheinend tatsächlich geschafft, mir …

Wüstenkick

Für den Urlaub hatte ich mir mal wieder ein Buch gegönnt. Was Kurzweiliges sollte es sein, möglichst in kleinen Häppchen konsumierbar, weil ausufernde Romane zu lesen derzeit nicht so wirklich funktioniert. Ich hatte mich für das Buch “Die Könige der Welt” entschieden, die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften von 1930 bis 2018. Ein Kapitel zu jeder WM, natürlich geht es dort hauptsächlich um Sport, aber eben nicht nur: Auch gesellschaftliche und vor allem politische Aspekte der jeweiligen WM werden kritisch beleuchtet – ein eigenes Kapitel wird dem Fußball-Weltverband gewidmet, der FIFA, die sich seit Mitte der 70er zu einem korrupten Sauhaufen entwickelt …

Tag X

In den letzten Tagen bin ich immer mal wieder ein Ründchen spazieren gegangen, schließlich muss man ja noch den schönen Teil des Herbstes genießen, Sonne und so. Natürlich regelmäßig über den einzigen schönen Weg im Dorf, bevor dieser sich im Winter in einen Sumpf verwandelt. Weil aber auch der irgendwann – also nach dem dritten, vierten mal – langweilig wird, gibt es dabei immer Musik auf die Ohren. Heute* zum Beispiel Mono Inc., richtig gute Musik, um beschwingt entspannt durch die Natur zu wandeln. Dann lief das Lied “Tag X“, und beim Refrain Hast du gelernt, hast du gesehn Hast …

Noch kein Plan

Seit Sommer bin ich ja quasi “temporärer Privatier”, sprich, ich erlaube mir einen etwas längeren Erholungsurlaub nach den acht Jahren der Selbständigkeit. Der war auch nötig, besser gesagt ist es immer noch ein wenig, auch wenn der Akku inzwischen schon wieder deutlich voller ist. In den ersten Wochen habe ich ganz bewusst nicht nach Stellen gesucht, und mir auch anderweitig keine Gedanken über die berufliche Zukunft gemacht – erst mal Abstand gewinnen, neue Kraft tanken. Auch jetzt suche ich noch nicht aktiv, aber ich halte die Augen und Ohren offen – wenn mir irgendwas vor die Füße fällt, das mich …

Kein Dorfmensch

In letzter Zeit habe ich noch mal im alten StefBlog gestöbert und festgestellt, dass ich in dieser Zeit (von 2007 bis 2012) ganz schön viel geschrieben habe – also eigentlich täglich. Da wurde so ziemlich alles verblogt, was sich auch nur ansatzweise anbot, die mit Abstand meisten Beiträge drehten sich allerdings um Berlin: Kiezprojekte, Stadtgeschichte, Ausflüge – klar, in einer so großen, spannenden Stadt gibt es immer irgendetwas zu berichten. Tja, und hier? Natürlich, über Ausflüge ans Meer oder die nette Umgebung kann man bloggen, wobei dies meist bei den Schnuten geschieht. Aber über das Dorf selbst? Die Dorfgeschichte ist …

Kunst vs. Künstler – oder: Ach, Roger, hättest du geschwiegen

Als vor geraumer Zeit einige deutsche Künstler das Schwurbeln begannen – oder besser gesagt, ihr Schwurbeln massiv ausweiteten – sorgte das bei mir lediglich für ein Schmunzeln. Nena, Naidoo, Wendler, das waren in meinen Augen eh noch nie die hellsten Kerzen auf der Torte. Ihre Musik interessierte mich wenig (Naidoo) bis gar nicht (Wendler) oder bestenfalls hin und wieder (Nena). Und was sie abseits des Gesangs von sich gaben, war mir sowieso wurscht: Heutzutage hat ja jeder und jede zu allem eine Meinung, und geistigen Dünnschiss in die Welt zu posaunen, ist längst kein Privileg von Stars und Möchtegernstars mehr. …

Gut erholt

Jetzt ist der “Familienurlaub” schon seit fast einer Woche vorbei, und ich fühle mich nach wie vor richtig gut erholt. Es war ja auch nicht nur der erste ernstzunehmende Urlaub seit Ewigkeiten, sondern überhaupt das erste mal seit acht Jahren, dass ich ganz beruhigt von Zuhause weg sein konnte: Kein Gedanke daran, ob im Laden alles richtig läuft, wenn Papa mal für ein paar Tage nicht da ist – das war schon sehr entspannt. Und natürlich tat auch der Tapetenwechsel mal gut. Gerade auf das Allgäu hatte ich mich sehr gefreut – war ich doch zuletzt vor gut 45 Jahren …

Was für ein Sommer!

Nu isser im Großen und Ganzen wohl vorbei, der diesjährige Sommer. Und nachdem die letzten Jahre eher mäßig waren – den letzten wirklich schönen Sommer hatten wir 2018 – will ich dieses Jahr mal nicht über ihn moppern! Gut, während alle im Juni schon über die erste Hitzewelle stöhnten war es bei uns mit unter 20° eher schattig, und auch Anfang Juli noch war es abends deutlich zu frisch, aber dann legte der Sommer auch hier oben richtig los. Zugegeben, stellenweise übertrieb er es schon ein wenig: Das Gute an der Sache: Von diesen extremen Hitzetagen gab es hier immer …

Gelegenheit macht Urlaub

Die letzte “Deutschland-Tour” liegt jetzt auch schon wieder vier Jahre zurück. 2018 war ich zuletzt im Süden und Westen – im Jahr drauf fiel der Mitarbeiter über Monate aus, dann wollte man in den Hochphasen von Corona auch nicht unbedingt stundenlang durch die Weltgeschichte fahren, aber jetzt wäre es doch dringend mal wieder Zeit. Und während ich noch so überlege, ob ich die Reise mit dem Zug (derzeit stellt sich ja nicht mehr die Frage, ob der Zug Verspätung hat, sondern nur wie viel, und ob er überhaupt fährt bzw. ankommt) oder einem Leihwagen (mittlerweile selbst mit nem Elektroauto nicht …

Flüsterwürfel

Ich gehöre zu den Menschen, denen das Kopfkino gerne mal das Einschlafen erschwert. Ein Hilfsmittel dagegen ist Musik. Und zwar leise Musik – so leise, dass ich mich konzentrieren muss, sie überhaupt zu hören, um somit eben dieses nervige Kopfkino auszuschalten. Meist klappt das auch ganz gut, mitunter höre ich von meiner Einschlafmusik gerade mal ein oder zwei Titel, bevor ich sanft entschlummer. Dank moderner Technik ist das heutzutage kein großer Aufwand: Ein paar alte PC-Lautsprecher am Bett, dazu einen MP3-Player, und alles ist schick. Jedenfalls zuhause. Wenn ich unterwegs übernachte, ist das ganze schon etwas problematischer – schließlich will …