Wie du’s machst…

Die Inzidenzzahlen in der Stadt sind – schon seit langem – recht niedrig, so dass wir eigentlich den Laden öffnen dürften. Allerdings nur für die Stadtbewohner – im angrenzenden Kreis liegt der Inzidenzwert über 100, so dass wir die Landbevölkerung ausschließen müssten.

Ich bin der Meinung, dass die jetzigen Öffnungen generell zu früh kommen und habe beschlossen, den Laden offiziell geschlossen zu lassen und weiterhin den Abholservice anzubieten. (Natürlich wird jetzt niemand, der vor dem Laden steht, weggeschickt – je nach Situation wird er an der Türe bedient oder, sofern er die Luca-App nutzt, auch reingelassen.)

Die eine Hälfte der Kunden moppert nun, warum wir denn nicht öffnen, wir hätten es wohl nicht nötig. Die andere Hälfte findet unsere Lösung gut. Hätte ich mich für eine komplette Öffnung entschieden wären die Reaktionen wohl ähnlich verteilt ausgefallen. Wie du’s machst isses mindestens für die Hälfte der Leute verkehrt.

Ich sollte nun eigentlich ganz entspannt denken “Scheiß drauf, mach einfach was du willst”. Ich bin aber viel zu müde, zu kaputt, zu genervt um entspannt zu bleiben, und dass die Grundstimmung gerade von depressiv zu aggressiv wechselt ist da auch nicht gerade hilfreich. Das eine Jahr Corona hat mich mehr geschlaucht als die sechs Fullspeed-Jahre davor, und der Ruf “Auszeit” in meinem Kopf wird lauter und lauter…

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Corona – ist ja nicht alles schlecht

Ein Jahr Corona – und mal ehrlich, es gibt ja auch positive Aspekte:

– So ist es durchaus angenehm, im Supermarkt nicht ständig den Atem des Hintermanns im Nacken oder dessen Einkaufswagen in den Hacken zu spüren.

– Auch die Nutzung des ÖPNV ist, zumindest hier auf dem Lande, angenehmer: Kein Gedränge, kein unangenehm riechender Dauertelefonierer neben dir, keine Horde pubertierender, brüllender Orks in der letzten Sitzreihe.

– Das – mir sowohl suspekte als auch nicht immer angenehme – Händeschütteln zur Begrüßung entfällt ebenso wie das Bling-Bling-Bussi. Können wir gerne so beibehalten. Den peinlichen Corona-Begrüßungstanz allerdings bitte nicht.

– Dank der Hygieneempfehlungen keine winterliche Erkältung, Grippe oder Pestbeulen. Immer ein Fläschchen Desinfektionsmittel in der Jackentasche, und in den letzten 12 Monaten häufiger und gründlicher die Hände gewaschen als die 50 Jahre zuvor zusammengenommen.

– Als bekennender Couchpotato ist man nicht länger ein unmotivierter, fauler Sack sondern leistet wertvolle Dienste für die Gesellschaft, weil man die Ansteckungsgefahr mindert. Und als phobischer Menschenmassenvermeider mutiert man im Handumdrehen von der Spaßbremse zum stillen Alltagshelden.

– Selbst die Masken haben Vorteile, so kann man seine üblichen Entgleisungen der Gesichtszüge getrost ignorieren. Jedenfalls wenn man zusätzlich noch eine Sonnenbrille trägt.

– Und schließlich ist die Vermutung, dass die Menschheit in der Masse vollkommen verblödet ist, nicht länger eine Vermutung sondern endlich Gewissheit.

Trotzdem habe ich mittlerweile genug von dem Scheiß, unter Beibehaltung dieser positiven Aspekte darf sich das Virus jetzt auch gerne zurückziehen…

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Liebe Regierung, wir müssen reden

Liebe Regierung, nach einem Jahr Corona müssen wir mal über eure Rolle bei der Pandemiebekämpfung reden.

Zu Beginn habe ich euch verteidigt – ihr habt uns recht gut durch die erste Welle gebracht, die Infektionszahlen waren geringer als in den Nachbarländern, die Todeszahlen erst recht. Es war auch eure erste Pandemie, und dafür habt ihr euch anfangs durchaus achtbar geschlagen. Ich habe euch auch noch verteidigt als die Kritik ob eures wachsenden Schlingerkurses größer wurde. Aber mittlerweile wächst mein Unverständnis, und ja, in einigen Punkten müsst ihr euch leider völliges Versagen vorwerfen lassen:

– Eine sinnvolle Schließungs- oder Öffnungsstrategie ist nicht zu erkennen, von einer Test- oder Impfstrategie mal ganz zu schweigen. Eure regelmäßigen “Bund-Länder-Schalten” waren zuletzt nur noch peinlich – wurde sich tatsächlich mal auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt scherten sich die Landesfürsten, kaum war die Videoschalte beendet, einen Scheiß um die getroffenen Beschlüsse – jeder öffnete oder schloss wie es ihm oder ihr gefiel, besser gesagt was eben gerade bei der Wählerschaft vermeintlich gut ankam. Je nach Fallzahlen ergeben regionale Unterschiede sicherlich Sinn, aber dann muss das zum einen kommuniziert werden und sollte zum anderen nach einem erkennbaren Plan verlaufen. Jetzt steigen die Infektionszahlen wieder an, und ihr beginnt – gefühlt wahllos – Baumärkte, Frisöre und Buchläden zu öffnen. WTF? Mit diesem Rumgeeiere nehmt ihr das Volk sicher nicht mit.

– Die “schnellen und unbürokratischen Hilfen” für Betroffene waren alles, aber sicher nicht schnell oder gar unbürokratisch. Während Auslaufmodelle wie Warenhäuser oder die Flugindustrie mit Millionen gepimpt wurden bekam der kleine Unternehmer, der Soloselbständige, der Künstler nichts, bestenfalls zu wenig, zu spät oder nur als Darlehen. Ja, Selbständigkeit ist immer ein Risiko, und wenn du nicht zumindest zwei Monate ohne Einnahme überleben kannst hast du bereits vorher was falsch gemacht. Wir reden aber nicht von zwei Monaten, sondern mittlerweile von einem Jahr – und die Sache ist ja noch lange nicht durch. Ein – zumindest temporäres – bedingungsloses Grundeinkommen wäre übrigens eine gute Möglichkeit gewesen, aber was weiß ich linksversiffter Spinner schon.

– Es ist ja schön dass ihr bemerkt habt, dass systemrelevante Berufe durchaus andere sind, als vorher permanent suggeriert. Und dass diese Berufe miserabel bezahlt werden. Dankesworte und Balkon-Applaus sind zwar ganz nett, aber eine ernsthafte monetäre Anerkennung wäre durchaus angebracht gewesen. Mittlerweile ist das Ding durch, dass nach der Pandemie noch etwas für die “Alltagshelden” rausspringt glaubt wohl keiner mehr.

– Dann wäre da noch das “Neuland” – also die flächendeckende, gut funktionierende Netzabdeckung, die Digitalisierung bei Ämtern, Behörden und in Schulen. Das hätte seit Jahren auf den Weg gebracht werden müssen, wird aber immer noch als “Zukunftsprojekt” gesehen. Deutschland ist im europäischen Vergleich in diesem Bereich ganz weit hinten, und sonderlich viel hat sich durch die Pandemie da nicht getan. Es war, ist und bleibt einfach nur peinlich. Zwei Drittel der Gesundheitsämter kommunizieren immer noch per Fax, und die anfangs so hochgepriesene Corona-App fristet ein trauriges Dasein auf wenigen Smartphones – privat initiierte Lösungen wie Luca zeigen, wie es gehen könnte.

– Und schließlich: Die Schulen. Seit Jahrzehnten haben wir zu wenig Lehrer, veraltete Technik und gammelnde Schulgebäude. Das ist nichts Neues, aber während der letzten zwölf Monate wurde der Peinlichkeitslimbo permanent unterboten. Einen Sommer hattet ihr Zeit, sinnvolle Konzepte zur Schulöffnung oder zu Alternativen aufzustellen, und was habt ihr geschafft? Luftfilter anschaffen? Flächendeckend Laptops für Lehrer und bedürftige Schüler? Eine funktionierende Lernplattform? Vernünftige Hygienekonzepte oder Öffnungsszenarien? Am Arsch! Eure Lösung bestand in der Empfehlung, regelmäßig zu lüften! Echt jetzt? Schließlich wurden sogar Schulen, die eigenständig ein sinnvolles Konzept erstellt hatten, zurückgepfiffen. Was, liebe Kultusminister, macht ihr eigentlich beruflich? Der Föderalismus mag einst eine sinnvolle Idee der Gründerväter gewesen sein, aber im Bereich Bildung hat er einfach nichts zu suchen.

Also nehmt es mir nicht übel, aber eure Leistung ist alles in allem nach einem guten Beginn bestenfalls mangelhaft zu nennen! Im Herbst sind Bundestagswahlen. Dass ihr bis dahin noch was auf die Reihe bekommt bedreifle ich, bleiben also zwei Hoffnungen: Zum einen dass wir dann aus dem Gröbsten raus sind. Und zum anderen, dass nicht das rechte Gelumpe von eurer bescheidenen Performance des letzten Dreivierteljahres profitiert. Bei beidem bin ich leider ziemlich skeptisch…

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Keine Werbesendung

Dass heutzutage was anderes im Briefkasten liegt als Briefe vom Finanzamt oder der Krankenkasse, also von Einrichtungen, die was von mir wollen – und zwar meistens mein Geld – ist schon selten. Diesmal gab’s Post von der Landesregierung.

Die will aber tatsächlich nichts von mir – naja, außer vielleicht meine Stimme, in nem halben Jahr ist hier Landtagswahl – sondern schenkt mir sogar was: Jeder Bewohner Meck-Poms erhält kostenlos sechs FFP2-Masken. Jeder – unabhängig von Alter oder finanzieller Bedürftigkeit. Unbürokratisch verteilt über die hiesigen Zeitungszusteller.

Man könnte sich fragen “warum erst jetzt?” –  wahrscheinlich damit sie rechtzeitig zur gerade loslegenden “dritten Welle” da sind – vor allem aber, warum das nicht bundesweit so gemacht wird. Es gäbe da noch so einige weitere Fragen zum Verhalten unserer Regierung in der Pandemie, aber das wird wohl ein separater Beitrag. Ich packe die Masken jetzt erst mal zu den anderen, die ich mir vor ein paar Wochen selbst gekauft habe und hoffe inständig, dass dieser kleine Vorrat bis zum Ende der Pandemie ausreicht…

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Alles etwas kleiner

Pandemiebedingt fällt der Geburtstag dieses Jahr noch etwas kleiner aus als sonst – der erste Geburtstag an der Küste ohne Besuch der engsten Freundin. Entsprechend reduziert ist auch die Gabentisch-Deko, da fehlt halt doch die weibliche schmückende Hand. 😉

Dennoch machen wir uns den Tag schön, mit einem kleinen Spaziergang an der sonnigen Wasserkante, ganz dem hohen Alter angemessen. 😉

Trotzdem – im nächsten Jahr möchte ich auch gerne wieder Geburtstagsbesuch aufnehmen können.

Einen ganz lieben Dank an alle, die heute an den alten Mann gedacht haben.

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Ein Nerd-Freu

Wir Hobby-Dampfer werden ja immer ein wenig schräg angesehen. Klar, die kleinen E-Zigaretten und Podsysteme gehören mittlerweile zum Alltag, aber wenn wir Nerds mit unseren Riesendampfen unterwegs sind reagiert der Normalo doch eher befremdlich. Und wenn wir dann noch voller Begeisterung mit dem Fachvokabular um uns werfen, über Selbstwickler, Widerstände, Mesh und Coils sprechen, stundenlang über Geschmacksnuancen fabulieren, dass selbst Weinverkoster die Augenbrauen heben… Zugegeben, ist ja auch ziemlich nerdig. Aber es ist auch ein bisschen schade, dass Nichtdampfer unsere Begeisterung nicht nachvollziehen können.

Mir geht es derzeit nur so mittelgut, und vor ein paar Tagen wünschte ich mir ein kleines “Freu” herbei, welches einen zumindest mal temporär aus dem ganzen “Corona-und-die-Folgen”-Blues heraus reißt.

Und wie es der Zufall so will habe ich mir gerade zwei Traumkombis so zurechtgebastelt, dass vom Geschmack über das Handling bis zur Optik hin alles stimmt – eine Konstellation, die selbst bei Nerds wie mir nicht so häufig vorkommt. Natürlich vertreibt das die Sorgen nicht, aber wenn bei jedem Zug – und es sind derer viele – ein Lächeln übers Gesicht huscht ist das doch schonmal eine gute Sache. Auch wenn es kein Nichtdampfer versteht. 😉

Wer wirklich etwas mehr über die Perfektionsbasteleien wissen will, kann hier weiterlesen

+2

Mürbe

Ja, es wird noch dauern. Ja, ich habe noch Glück. Trotzdem:

-Ich möchte mal wieder geliebte Menschen umarmen können.

-Ich möchte mal wieder lecker in einem Restaurant essen gehen.

-Ich möchte wieder verreisen können – wenn auch nur für nen Kurzbesuch in Berlin oder Hamburg.

-Ich möchte wieder Kunden ganz normal in meinem Laden begrüßen dürfen.

-Ich möchte mich wieder mit Menschen ohne Lappen vorm Gesicht unterhalten können.

Langsam macht mich Corona mürbe. Megahugs an all die, deren Arschkarte noch viel, viel größer ist.

+3

2020 – Ein Seuchenjahr

Wie immer an dieser Stelle der persönliche Jahresrückblick:

Fertig, Danke.
.

Na gut, etwas ausführlicher: Ja, irgendwie stand das ganze Jahr unter dem Eindruck dieses blöden Virus’ (wer es verdrängt oder vergessen hat – hier ein paar Impressionen aus dem Frühjahr) und es wird uns wohl auch noch das gesamte kommende Jahr begleiten.

Mit der verordneten physischen Distanz habe ich noch die wenigsten Probleme, zumal ich ja die meisten Abende mit der anderen Schnute verbringen kann. Allerdings wären wir gerne noch mal nach Berlin gefahren, hätten gerne eine kleine Tour durch den Südosten der Republik gemacht, aber außer einem – sehr! – kurzen Ausflug nach Hamburg war nun mal nix drin. Immerhin waren wir dieses Jahr etwas häufiger an der Wasserkante, wo es, Corona sei Dank, mitunter sogar herrlich leer war. Und zum Glück hat es vor dem langen, einsamen Winter noch mit einem Besuch der engsten Freundin geklappt – das obligatorische Geburtstagstreffen wird aber wohl ausfallen verschoben.

Ansonsten kann ich nicht gerade sagen, dass ich mich auf das neue Jahr freue, steht doch die berufliche Existenz so sehr auf der Kippe wie noch nie – mal ganz abgesehen von dem Irrsinn in der Welt, der immer extremer zu werden scheint. … Lassen wir uns einfach mal überraschen, was 2020 so bringt.

schrub ich vor einem Jahr.

Nun, die berufliche Existenz steht nach wie vor auf der Kippe, aber immerhin musste ich bislang nicht – wie einige andere – aufgeben, und auch die Kündigungsoption zum Sommer habe ich verstreichen lassen. Ja, wir fahren weiterhin auf Sicht – aber immerhin fahren wir noch!

Und der nach wie vor wachsende globale Irrsinn… ach komm, hör auf. Zusätzlich zu dem ganzen anderen Mist hat jetzt auch noch das Virus bei nicht wenigen Menschen heftig das Gehirn angegriffen, und es steht zu befürchten, dass Covidiotie auch weiterhin ansteckend bleibt. Mal ehrlich, den ganzen Scheiß kannste dir doch nicht mehr mit ansehen.

Immerhin bin ich – bis auf ein paar kleine Macken – gesund geblieben, ebenso enge Freunde und Familie – und das kann man nach diesem Jahr gar nicht genug betonen! Auch stehe ich nicht, wie so manch anderer, vor einem großen wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Trotzdem kann ich nicht gerade behaupten, optimistisch ins neue Jahr zu gehen – nicht dass es in 365 Tagen heißt “wenn wir damals gewusst hätten dass der Mist jetzt erst so richtig…”. Wenn ich in einem Jahr schreiben kann, dass 2021 doch nicht so schlimm lief wie befürchtet, wäre ich wahrscheinlich schon zufrieden.

In diesem Sinne: Masken auf und durch…

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Danke, ihr Janas

Da isser also, der zweite Lockdown. Kam schneller als vermutet, und ja, natürlich sind auch wir davon betroffen*. In Anbetracht der Entwicklung ist es sinnvoll, keine Frage, auch wenn wir hier oben im Bundesland und vor allem der Stadt mit den niedrigsten Fallzahlen sind.

Ob das alles nötig wäre, wenn sich alle an die Auflagen gehalten hätten? Klar, man kann sich und andere einfach nicht komplett schützen, dann müsste man wirklich völlig alleine in der Hütte bleiben und vom gehamsterten Klopapier leben – sobald man sich unter Menschen begibt ist der Schutz halt nicht mehr 100%. Trotzdem wage ich die These, dass der “Lockdown light” ausgereicht hätte, wenn sich weniger Menschen als absolute Egoisten entpuppt hätten.

Vor ein paar Tagen schrub ich in einem (a)sozialen Netzwerk:

Lieber “Corona-Leugner”,

es mag ja sein, dass du einen Grund hast für deine Meinung, dass es Corona gar nicht gibt. Vielleicht bist du einfach ein kritischer Mensch, der alles in Frage stellt (immer gut!). Vielleicht hast du auch ganz einfach Angst vor dieser Situation und willst sie nicht wahrhaben (auch verständlich). Vielleicht haben dich Argumente anderer Coronaleugner mehr überzeugt als die – sich häufig widersprechenden – Aussagen von Wissenschaftlern.

Ich kann dir nicht beweisen, dass es das Virus gibt – ich bin kein Arzt, kein Virologe, und in der Schule hatte ich in Bio meist eine 5. Ich halte mich trotzdem an die Schutzmaßnahmen – selbst wenn es Corona nicht gäbe würden bestenfalls meine Ohren darunter leiden, weil die Bänder der Masken meist zu eng sind.
Aber: Du kannst mir auch nicht beweisen, dass es Corona nicht gibt! Wir können uns also beide nicht sicher sein.

Und solange du dich weigerst, Rücksicht auf andere zu nehmen, dich weigerst, Ansteckung anderer möglichst zu vermeiden, solange du also die Gefährdung der Gesundheit anderer durch dein Verhalten in Kauf nimmst, solange bist du kein kritischer Mensch, kein Freigeist, sondern EINFACH NUR EIN EGOIST!

Corona-Leugner verstehe ich einfach nur nicht. Egoisten hingegen finde ich zum Kotzen. Danke. Bitte.

In diesem Sinne: Herzlichen Dank ihr Janas und Wolfgangs, ihr Verquerdenker und “Wir sind das Volk”-Honks, ihr Maskenverweigerer und Schwurbel-Esos. Vielen Dank für nix!

*Ob wir vielleicht doch wieder öffnen dürfen (täglicher Bedarf und so) steht noch nicht fest. Aber selbst wenn… Verantwortung für die Mitarbeiter, den Stef und eigentlich für alle… hatten wir ja schon mal.

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Einsame (Vor)Weihnachtszeit

Das Weihnachtsfest rückt näher, und anders als üblich kommt es dieses Jahr nicht völlig überraschend – seit gefühlten Wochen predigen unsere Politnasen auf sämtlichen Kanälen, dass wir uns jetzt möglichst einschließen sollen, damit wir alle (🤨) Weihnachten wie in jedem Jahr (🙄) zusammen mit der großen Familie (🤔) verbringen können.
Ich halte die Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen für die Feiertage für ein ausgesprochenes Wagnis, befürchte spätestens Mitte Januar heftig steigende Ansteckungszahlen – und damit im Februar den nächsten “Lockdown”, während unsere Entscheider anscheinend davon ausgehen, dass sich das Virus über die Feiertage aus Respekt vor deutscher Gemütlichkeit und Tradition eine Pause gönnt.

Ich werde Vernunft walten lassen und dieses Weihnachten nicht im großen Kreis verbringen, sondern zuhause, maximal mit einer anderen Person zusammen, die auch nur offiziell einem anderen Hausstand angehört. So!

Zugegeben, so verbringe ich Weihnachten eigentlich schon seit Jahren – ich hab es ja nicht so mit allzu besinnlichen Feierlichkeiten, abgesehen davon entfielen die klassischen Familienzusammenkünfte sowieso mangels üppiger Familie. 😉

Was aber nicht heißt, dass es in meiner Wohnung nicht weihnachtlich aussehen darf! Im Gegenteil, es ist auch dieses Jahr wieder geschmückt, und auch der Adventskalender steht bereit. Sowohl für den Kalender als auch die gesamten Schmuckutensilien sorgt seit jeher die dienstälteste Freundin – würde ich mich selbst drum kümmern fiele das ganze wohl deutlich spärlicher aus. 😉 Die Adventszeit geht also auch an mir nicht komplett vorüber, und ja, ich erfreue mich durchaus daran.

Die Weihnachtstage selbst werden eher weniger feierlich – ohne Völlerei, ohne Besinnlichkeit, und auch die Bescherung wurde bereits vorgezogen. Wir haben da so über die Jahre unsere eigenen Rituale entwickelt, an deren Ende wahrscheinlich auch diesmal wieder ein üppiger Kater stehen wird, aber je nun, Weihnachten ist ja nur einmal im Jahr. 😉

Natürlich weiß ich, dass das Weihnachtsfest für viele Menschen eine deutlich größere Bedeutung hat, und spätestens wenn die Großeltern nicht mit den Enkeln und so, schon klar. Ich hoffe einfach auf eine gesunde Ausgewogenheit von Verantwortung, Rücksicht und besinnlichem Beisammensein, auf dass im nächsten Jahr wieder jede/r das Fest feiern kann, wie sie/er mag – ohne Angst, durch zu viel Nähe gleich die ganze Bevölkerung oder zumindest die Familie auszurotten.

In diesem Sinne: Eine entspannte, heiter-besinnliche, zurückgezogene Vorweihnachtszeit.

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