StefBlog

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Musik aus der Vergangenheit

Ich gehöre zu den alten Menschen, die ihre Musik nicht streamen, sondern noch altmodisch als Schallplatte MusikCassette CD MP3 hören. Auch das klassische Radio – gibt es das eigentlich noch? – höre ich schon seit Jahren nicht mehr. Das birgt natürlich den Nachteil, dass ich nicht all zu viel an neuer Musik mitbekomme – höchstens bei den unvermeidlichen Einsprengseln während einer Talk- oder sonstigen TV-Show, als Zufallsfund während einer Youtube-Session oder durch Tipps von Freunden. Und im Großen und Ganzen habe ich auch nicht das Gefühl, all zu viel zu verpassen.

Ich habe eine recht umfangreiche Sammlung an Musik auf der Festplatte, so 10.000 Titel dürften es in meiner “Musikbiene” sein, dazu noch etliche im Archiv – also Songs, die man halt so hat, aber wahrscheinlich nie (mehr) hört. Jäger und Sammler und so. 😉

Die Musik-Sammlung, wohl sortiert

Generell höre ich weitaus weniger Musik als früher. Damals lief die Lala nonstop, es ging bereits zum Frühstück los, im Hintergrund beim Lesen, wenn möglich sogar bei der Arbeit, natürlich auch im Auto, und zum Einschlafen sowieso. Das hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert: Zum Frühstück gibt es, wenn ich es denn zuhause einnehme, lieber ein neues Review auf Youtube, wenn ich arbeite oder lese stört die Musik bei der mittlerweile nötigen Konzentration, und ein Auto habe ich ja schon lange nicht mehr. Lediglich zum Einschlafen läuft Musik – so leise, dass ich mich auf sie konzentrieren muss und so das fröhliche Kopfkino unterbrechen kann. Und eben unterwegs auf dem Arbeitsweg – dann auch noch recht altmodisch mit Walkman MP3-Porti, gutem Kopfhörer – und natürlich in adäquater Lautstärke.

Musik für unterwegs

Nun höre ich jetzt nicht nur olle Kamellen – einige “Helden meiner Jugend” bringen auch heute noch neue Alben raus (sind ja schließlich noch nicht alle gestorben), und natürlich gibt’s auch immer mal was völlig Neues. Aber sehr häufig laufen bei mir eben doch die alten Sachen, gerne aus den 80ern, also der späten Kindheit und der Jugend. Natürlich weckt diese Musik Erinnerungen an eben jene Zeit – mitunter recht allgemeine, meist sieht man aber bestimmte Situationen vor sich, in denen man eben jenes Lied – vermeintlich – gehört hat. Und da man sich natürlich nicht irgendwelche Lieder anhört, die mit schlechten Erinnerungen verknüpft sind – und man in meinem Alter diese Zeit sowieso bereits durch den Sepia-Filter betrachtet – breitet sich dann gerne mal ein wohliges Gefühl bei diesen musikalischen Zeitreisen aus.

Auch die MP3-App ist ein klein bisschen retro

Ob man nun während der Jugendzeit besonders “musikalisch geprägt” wird, ob das bei mir speziell so ist oder ich mittlerweile einfach in einem Alter angekommen bin, in dem man sich gerne in Erinnerungen wälzt, weiß ich nicht. Ist mir aber auch ziemlich egal. Ich werde mich als rüstiger Rentner in einen bequemen Sessel fläzen, Kopfhörer auf die Ohren, und dann mal stundenlang in die Musik abtauchen. Dann höre ich die ganzen ollen Kamellen durch, und wahrscheinlich entdecke ich dabei so viele ungehörte – oder vergessene – Schätze, dass ich bis zu meinem Lebensende so sitzen bleiben kann. Ich freue mich schon drauf. 🙂

Besuch bei Pingis

Ich bin, wie wohl die meisten Menschen, schwer verliebt – in Pinguine. Die sind einfach putzig, gut gekleidet, leicht tollpatschig… eben einfach zum Verlieben.

Dass ich das letzte mal Pingis live gesehen habe ist allerdings schon viele, viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte her.

Nun haben wir hier in Rostock einen Zoo, und wie jeder Zoo, der etwas auf sich hält, beherbergt er natürlich auch Pingis:

Und das sogar in einem 850m² großen, recht schönen Gehege – wie wir gestern feststellen durften.

Es handelt sich um Humboldtpinguine. Die zur Gattung der Brillenpingis gehörenden Gesellen leben normalerweise an der Pazifikküste Südamerikas, die 25 Pingis in Rostock stammen allerdings aus den Zoos in Berlin, Wien und Aalborg.

Humboldtpinguine werden etwa 50-70 Zentimeter groß und durchschnittlich vier Kilogramm schwer, erkennbar sind sie an ihrem schwarzen Brustband und der schwarze Maske sowie an den schwarzen Flecken auf ihrem Bauch, die bei jedem Pingu unterschiedlich sind.

Und wenn ich gerade schon so mit Fakten um mich werfe: Die korrekte Bezeichnung für Pinguine ist natürlich Pingu (Einzahl) und Pingis (Mehrzahl). Alles andere ist unseriöser Quatsch. 😉

So tollpatschig sie an Land sind, so schneller, sicherer und geschmeidiger bewegen sie sich übrigens unter Wasser:

Ja, wie sich unschwer erahnen lässt waren wir gestern im Rostocker Zoo. Ich habe zwar generell ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Zoos, aber zum einen finde ich den in Rostock recht gut gelungen, zum anderen – he, die haben dort Pinguine!

Einen Beitrag zum gestrigen Zoobesuch wird es natürlich demnächst im Schnutenblog geben, ich warte aber noch auf ein paar weitere Fotos gibt es bei den Schnuten. Auf diesen werden dann auch andere Tiere zu sehen sein, denen wir einen Besuch abgestattet haben, aber eigentlich hätten wir den gesamten Tag auch am Pingu-Becken verbringen können.

Ja, Fotos und Videos von Pingis sind immer witzig, kann ich mir auch stundenlang ansehen. Live sind sie aber einfach noch mal viel witziger, putziger und eindrucksvoller. Da stört noch nicht mal der dezente Fischgeruch. 😉

Na, und dass ich meinem Pingu einen kleinen Spielkameraden mitgebracht habe versteht sich natürlich von selbst:

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Pingis liebe? 😉

Sämtliche Fotos (bis auf das letzte) und das Video in diesem Beitrag habe ich im Rostocker Zoo aufgenommen, Infos zu den Humboldtpingis stammen von der dortigen Webseite

Purzelt weiter

Vor einem halben Jahr ging mir mein mittlerweile angefuttertes Gewicht so sehr auf den Zeiger, dass tatsächlich der nötige Leidensdruck erreicht war, um etwas zu ändern. Ein paar Pfunde sollten purzeln, allerdings ohne das Zählen von Kalorien, ausgeklügelte Diäten oder gar sportliche Aktivität – einfach mal (deutlich) weniger futtern, den Süßkram weglassen, und dann mal schauen, ob es was bringt. Natürlich gab es einen heimlichen Wunsch, und zwar zehn Kilo runter zu bekommen, wobei man für den Anfang ja schon über fünf Kilo ganz froh wäre – kleine Ziele setzen und so, ne?

Vor gut einem Monat habe ich die Wunschmarke dann tatsächlich erreicht! Das zu schaffen, dazu so schnell und noch recht mühelos, hat mich doch ein wenig überrascht – und natürlich sehr erfreut. In die Hosen passt der alte Mann nun wieder rein ohne die Pocke einziehen zu müssen, die Dienstshirts sitzen weitaus weniger spack, und inzwischen kann ich auch wieder in einen Spiegel schauen ohne in Trübsal zu verfallen. 😉

Ich freue mich riesig – ganz zufrieden bin ich aber noch nicht. Das nächste Ziel lautet, noch weitere fünf Kilo zu verlieren, gerne bis zum Jahresende, dann wäre ich tatsächlich wieder unter der bösen 70Kg-Marke. Und da Benedikt inzwischen seine neue Küche hat – und die vierwöchige “Quasi-Junkfood-Zeit” damit beendet ist – stehen die Chancen sogar ganz gut.

Das erste große Ziel erreicht, der ganz große Leidensdruck weg, dennoch ist die Motivation, weiterzumachen, hoch – logisch, wenn schon erste ansehnliche Erfolge sichtbar sind purzelt es sich einfach leichter. Und wenn es jetzt mal ne Woche länger dauert, bis das nächste Kilo weg ist, ist das auch okay. Abgerechnet wird dann in einem weiteren halben Jahr – oder wenn meine alte Rekordmarke von vor gut zehn Jahren tatsächlich noch fallen sollte, je nach dem, was vorher eintrifft.

Und nein, Sorgen, dass ich untergewichtig oder gar magersüchtig werde, muss man sich nicht machen – dazu esse ich nach wie vor einfach viel zu gerne. 😉

Solidariwas?

Ein großes Thema ist derzeit der stagnierende Impffortschritt. Wir haben hier – im Gegensatz zu den meisten Menschen abseits der Industriestaaten – das große Glück, dass wir uns impfen lassen können. Gut, nicht alle können das – für Schwangere, für Kinder, für manche Kranke gibt es (noch) keine Empfehlung, und diese Menschen benötigen unsere Solidarität: Du kannst dich nicht schützen, also schütze ich dich. Allerdings gibt es auch genug Menschen, die sich – und andere – nicht schützen wollen. Nun, wer sich selbst nicht schützen will – bitte, muss jeder für sich klarmachen. Aber spätestens, wenn wegen dieser Leute das Virus nicht in den Griff zu bekommen ist, ständig weiter vor sich hin mutiert und somit für alle die Gefahr der Ansteckung massiv steigt, ist es eben nicht mehr nur deren eigenes Ding.

Zu einer Impfflicht können sich unsere Politnasen nicht durchringen – klar, es stehen ja auch Wahlen an, und rein rechtlich muss das Ganze schon hieb- und stichfest sein. Nun versucht man seit Ewigkeiten, mit anderen Mitteln das träge Restvolk zum Pieks zu bewegen, sowohl mit Zuckerbrot – bzw. Gratis-Bratwurst – als auch mit Peitsche, zum Beispiel 2G. Und ja, mittlerweile halte ich zumindest bei Großveranstaltungen die 2G-Regel, sprich Zugang nur für Genesene und Geimpfte, für sinnvoll, ja sogar für wünschenswert. Dass zumindest die “Bürgertests” nicht sonderlich zuverlässig sind, ist mittlerweile hinreichend bekannt, und warum bitte sollen diejenigen, die sich – mitunter trotz verständlicher Bedenken – impfen lassen, unter den Verweigerern leiden? Meinetwegen könnten wir das ganze auch auf Fernreisen bei der Bahn ausweiten, aber diese Trümmertruppe bekommt ja noch nicht mal eine 3G-Regel hin, was aber auch egal ist, weil sich diese große “Hoffnung der Mobilitätswende” eh gerade selbst abschafft. “Lustig” wird es spätestens ab Herbst, wenn jeder Gastronom, Händler, Veranstalter selbst entscheidet, wem er nun Zugang gewährt. Übrigens ist es egal wie man sich dann entscheidet, mindestens die Hälfte der Menschen fühlt sich ungerecht behandelt. Kennen wir ja schon.

Natürlich sind nicht alle bislang Ungeimpfte Verweigerer. Da gibt es auch noch die Zögerer und Zauderer, wobei mein Verständnis für diese Gruppe stetig sinkt, aber wenigstens zögern und zaudern sie meist leise. Im Gegensatz zu den überzeugten Impfverweigerern, die sich auch gerne mal lautstark beschweren, dass wir in einer Zweiklassengesellschaft leben – nie war es übrigens einfacher, eine Klassenschranke zu überwinden! – oder gar mangelnde Solidarität mit den armen Ungeimpften propagieren. Hier ist mein Verständnis gleich null, und spätestens bei den mehr als peinlichen Vergleichen mit Apartheid oder gar dem Holocaust könnte ich im Strahl kotzen – wie vollkommen geistverwaist kann man eigentlich sein?

Ich befinde mich gerade in dem – ziemlich schwierigen – Lernprozess, diese “Impf-Diskussion” zumindest in den (a)sozialen Netzwerken komplett zu ignorieren. Ich merke, sie tut mir nicht gut; ich werde, je nach Dummheitsgrad der “Argumente”, aggressiv oder depressiv, und das ist es einfach nicht wert. Denn mittlerweile sind die Fronten so verhärtet, dass sachliche Diskussionen kaum noch möglich sind – wie auch, wenn zumindest eine Seite ihr gesamtes “Wissen” auf kruden Verschwörungstheorien und den noch kruderen Aussagen durchgeknallter Selbstdarsteller aufbaut, sämtliche wissenschaftliche Fakten leugnet und jeden Argumentationsversuch reflexartig niederbrüllt. Taube, Schachbrett, und so. Und so blocke ich mittlerweile auch rigoros Menschen, denen ich eigentlich wohlgesonnen bin, aber Sorry, da ist mir meine seelische Gesundheit wichtiger.

Aber eigentlich ist das alles ja auch egal, schließlich sterben wir Geimpfte ja sowieso alle im September. Meint jedenfalls sehr laut eine sehr kleine Minderheit im Internet, und dann wird das ja stimmen… 😉

Man hat ja (k)eine Wahl

Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten

(Undatiertes, Tucholsky zugeschriebenes Zitat, aus diversen politischen Ecken kurz vor jeder Wahl hervorgekramt)

Ein bisschen was mag dran sein, an diesem Zitat – mittlerweile hat die Wirtschaft einen dermaßen großen Einfluss, dass sie im Prinzip das politische Geschehen diktiert. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass man durch Wahlen zumindest ein bisschen was bewirken kann – jedenfalls wenn das Ergebnis nicht wieder eine zum Stillstand verdonnerte große Koalition ist. Wir haben hier – auch wenn es manche in Abrede stellen – eine Demokratie, und auch wenn ich politisch ansonsten nicht sonderlich aktiv bin, nutze ich alle paar Jahre die Möglichkeit, wenigstens ansatzweise Einfluss auf die grobe politische Richtung zu nehmen.

Für meine Selbständigkeit wäre es am besten, wenn Schwarz-Gelb als Sieger aus der anstehenden Bundestagswahl hervorgeht – sie wären wohl die einzigen, die die “Dampfensteuer” vielleicht nicht unbedingt wieder abschaffen, zumindest aber absenken würde. Das wäre aber auch das einzig Gute, was man von dieser “Koalition der greisen Männer” erwarten könnte. Der Preis dafür wäre allerdings immens hoch: Inexistente Klimapolitik, gesellschaftlicher Stillstand, Abschaffung des Sozialstaats – und Fritze Merz! Sorry, no way!

Überzeugt bin ich auch von der links-ökologischen Alternative nicht – zu oft wurde man, gerade im Bund, von den rot-grünen Pappnasen verarscht. Und auch diesmal ist der Vorsteher der ehemaligen Arbeiterpartei so extrem wirtschaftsnah wie sein Vorvor…vorgänger, der seinen Kaviar ja mittlerweile als russischer Regierungssprecher verdient.

Dennoch – irgendwas musste ja wählen, und da Stimmen an die Splitter- und Spaßparteien meiner Meinung nach verlorene Stimmen sind – und das rechte Gelumpe nun wirklich keine Alternative ist – entscheide ich mich eben für das in meinen Augen kleinstmögliche Übel. Was die dann, wenn sie gewinnen, daraus machen, wird man sehen.

Ich jedenfalls habe meine Stimmen abgegeben. Und jetzt lassen wir uns überraschen – zumindest spannend ist der Bums dieses Mal ja – ob wir in drei Wochen erleichtert aufatmen, resigniert den Kopf schütteln oder uns direkt in Auswanderungspläne stürzen…

Farbe statt Zucker

Seit geraumer Zeit versuche ich ja, bislang auch ganz erfolgreich, ein paar Kilo wegzukriegen. Neben der Hauptsache, einfach etwas weniger zu futtern, soll die Vermeidung extrem zuckerhaltiger Industrieprodukte dabei ein wenig helfen. Das klappt natürlich nicht immer, vor allem wenn man ein Freund industriell gefertigter Speisen ist, aber das weiß man und kann es entsprechend einordnen. Manchmal sind es aber auch die kleinen Fallen, die man gar nicht so sehr auf dem Schirm hat: In mein Wasser zum Beispiel kippe ich bisher immer einen Schuss Apfelsaft, einfach, damit es wenigstens ein bisschen nach was schmeckt. Knappe 100 Milliliter sind es vielleicht, ich habe nie nachgemessen, aber das wird schon nicht zu viel Zucker sein – dachte ich mir so naiv. Wenn man sich das Ganze aber etwas näher ansieht und hochrechnet stellt man fest, dass man sich im Prinzip auch direkt ein paar Zuckerwürfel pro Tag in den Schlund kippen könnte.

Wenn man aber sowieso gerade dabei ist, seine Getränkeversorgung umzustellen, dann könnte man zu dieser Zucker- und Kalorienbombe vielleicht auch eine Alternative finden. Also habe ich mir zum Testen einfach mal ein paar zuckerfreie Lebensmittelaromen bestellt:

Als Nutzer von E-Zigaretten verfüge ich ja schon über ausreichend Erfahrungen mit künstlichen Aromen und weiß, dass sie sich qualitativ massiv unterscheiden können – zwischen “wow, richtig lecker” und “völlig ungenießbar” ist alles mit dabei. Entsprechend gespannt war ich dann auch wie es sein würde, wenn man das Zeug nicht inhaliert sondern trinkt.

Nun, dass die Aromen jetzt nicht vollkommen authentisch sind dürfte klar sein, darauf kommt es mir auch nicht an. Sie sollen einfach das Wasser ein bisschen weniger langweilig machen, und das schaffen sie allesamt, mal mehr, mal weniger lecker. Generell stehe ich eher auf rote statt gelbe Früchte, und so haben mich auch die “roten Beeren” und die Kirsche von Sodastream sowie die Himbeere von CP Sports am meisten abgeholt. Zitrusaromen sind immer so eine Sache, gerne kommt da mal eine Klostein-Assoziation hoch, mir ist die Zitrone dauerhaft einfach zu sauer, eignet sich aber zur Unterstützung der Kirsche recht gut. Waldmeister ist ein Sonderfall – extrem künstlich, aber ich stehe einfach darauf, und zwar sowohl beim Dampfen als auch beim Trinken. 😉

Eines ist allerdings allen bislang getesteten Aromen gleich: Die Dosierungsempfehlung der Hersteller scheint auf die Geschmacksnerven von Kindern abzuzielen, meinetwegen mag sie auch noch für sehr intensive Sprudel-Limonaden hinkommen – für meinen Geschmack aber ist das viel zu extrem, mir reichen zehn bis 20% der Empfehlung vollkommen aus. Schön für mich, bekomme ich also aus einer Flasche keine neun sondern bis zu 90 Liter Getränk raus – das macht die ganze Sache außerdem noch extrem preiswert.

Wie der Spaß jetzt auf Dauer schmeckt werde ich in den nächsten Monaten sehen, derzeit sieht es aber so aus, als hätte ich eine weitere Zuckerquelle geschlossen, dazu fällt nach dem Wasser nun auch noch die Schlepperei der Saftpaletten weg. Und ein bisschen Farbe bringt man so auch noch in den Alltag:

Benedikt ist übrigens auch auf den Geschmack gekommen, und er hat schon angekündigt, sich auch so ein Filtersystem anschaffen zu wollen – wenn denn irgendwann mal die neue Küche steht.

Und ja, das Zeug ist Chemie-Schlonze. Und nein, ungesüßte Früchtetees sind keine Alternative. 😉

Gefiltert, nicht geschleppt

Leider bin ich aus ökologischer Sicht in manchen Punkten (noch) eine Wildsau – zum Beispiel beim Thema Trinken. Abgesehen von Kaffee – der immerhin in einem Vollautomaten zubereitet wird und nicht in einer dieser nervigen Kapselmaschinen – trinke ich eigentlich nur stilles Wasser. Mit einem kleinen Schuss Saft versehen, zumindest ein bisschen Geschmack sollte schon sein.

Einige Jahre lang habe ich Leitungswasser getrunken, seit ich hier oben wohne ist das allerdings kein Thema mehr: Das Wasser aus dem Hahn sieht nicht nur trübe und ekelig aus, es hat auch einen ziemlich unangenehmen Beigeschmack. Also wurde das Wasser in Flaschen gekauft, und weil sie am praktischsten sind gab es meist Einwegplasteflaschen im handlichen Sixpack – also im Grunde der Öko-GAU. Ganz abgesehen davon, dass die sich gerne mal auftürmenden Berge an Leergut auch nicht unbedingt zur Wohnlichkeit beitrugen:

Irgendwie ging mir das immer mehr auf den Keks, und so habe ich mir vor Kurzem für 55 Euro ein Wasserfiltersystem gekauft! Es wird direkt am Hahn angeschlossen, und der Filter, bestehend aus regenerativen Kokosnussschalen, soll neben Chlor und freien Partikeln auch den schlechten Geruch und Geschmack ausfiltern. Ja, klingt ein wenig nach Esoterik, und eine gewisse Restskepsis war auch durchaus vorhanden.

Das Gerät ist für die gängigen Wasserhähne nutzbar (M24 Innen- und M22 Außengewinde). Eine optische Schönheit ist das Teil nun zwar nicht unbedingt, aber meine Küche ist ja generell nicht gerade Designerpreisverdächtig, und irgendwann werde ich mich an diesen Anblick auch gewöhnen. 😉

Begleitet von ein paar heftigen Flüchen habe ich das Ding irgendwann auch so angeschlossen bekommen, dass das Wasser wirklich nur da entlang läuft, wo es soll. Aber ob das Teil auch wirklich was bringen würde? Wie gesagt, Restskepsis und so.

Mit einem kleinen Hebel kann man wählen, ob das Wasser aus dem Hahn oder über den Filter laufen soll. Also werden flugs zwei Gläser abgefüllt – einmal direkt aus dem Hahn, einmal gefiltert – und bereits beim optischen Vergleich wird klar: Irgendwas macht das Ding!

Entscheidend ist letztendlich aber der Geschmack, und erfreulicherweise bleibt es nicht beim optischen Unterschied – das gefilterte Wasser schmeckt wirklich deutlich besser und kann fast mit dem bisherigen – gar nicht mal so preiswerten – Flaschenwasser mithalten!

Apropos Flaschen: Ich neige immer dazu, zu wenig zu trinken. Ja, alte Menschen und so, ich weiß. Deshalb habe ich mir vor Jahren abgewöhnt, mir das Wasser Glasweise zuzubereiten – direkt aus der Buddel zu trinken ist zum einen weniger Arbeit, zum anderen behalte ich so zumindest ein bisschen den Überblick, ob ich mich ausreichend gewässert habe. Damit es so bleibt habe ich mir direkt noch ein paar Flaschen gegönnt, die glücklicherweise auch mit dem recht kurz gehaltenen Wasserhahn funktionieren:

Trotzdem spiele ich mit dem Gedanken, einen neuen Wasserhahn anzuschaffen – weshalb der jetzige ab sofort als Provisorium betrachtet und somit frühestens in zehn Jahren ausgetauscht wird.

Natürlich müssen die Filter hin und wieder ersetzt werden – laut Hersteller spätestens alle sechs Monate. Ein Ersatzfilter kostet 19 Euro, und so wäre das ganze immer noch preiswerter als bislang, selbst wenn ich – wovon ich bei der trüben Brühe in den hiesigen Leitungen ausgehe – etwas häufiger tauschen müsste. Leider scheint man sowohl System als auch Ersatzfilter nur über den bösen Versandriesen zu bekommen, die Webseite des Herstellers ist, nun ja, eher mäßig hilfreich. 😉

Ich nutze das Filtersystem jetzt seit einer Woche, und wie es aussieht, hat sich das Thema Flaschen kaufen, schleppen und entsorgen erledigt. Allein das ist den Umstieg schon wert – vom deutlich besseren ökologischen Gewissen mal ganz abgesehen.

Endlich wieder live knuddeln

Nach einem Dreivierteljahr – gefühlt wesentlich länger – kommt die liebste Freundin wieder zu einem Besuch vorbei. Endlich wieder live knuddeln! Wahrscheinlich wieder mal rechtzeitig vor der nächsten Infektionswelle…

Obwohl geimpft und getestet verzichten wir auf große Ausflüge, aber hier in der Region ist es sowieso gerade dermaßen überfüllt mit Touristen, da würden wir uns wahrscheinlich auch ohne Pandemie nicht reinstürzen. Der einzige Ausflug führt uns zum Hausstrand – auch der ist gut besucht, aber immerhin gibt es noch genügend freien Platz für ein kleines Fotoshooting.

Auch das neue Titelbild des Blogs stammt natürlich aus der kleinen Fotosession. Und der aktuelle Beitrag im Schnuten-Blog.

Lange dauert der Besuch am Strand aber nicht – es ist extrem warm, zumindest für hiesige Verhältnisse, da verschwindet man doch recht schnell wieder in die kühle Dachgeschosswohnung. 🤪

Jetzt ist das schöne Wochenende schon wieder vorbei, wie immer viel zu kurz, aber hey, wir konnten uns wieder mal live sehen, und davon zehren wir jetzt einfach bis zum nächsten Treffen.

Wann auch immer das sein wird…

Durchgepiekst

Deutlich früher als ursprünglich geplant haben wir nun unsere zweite Impfdosis erhalten. Dazu Biontec statt Astra. Wenn’s die Impfkommission schon empfiehlt, ne?

Auch wenn der volle Impfschutz erst in zwei Wochen eintritt bin ich ganz froh, dass ich nun komplett durchgepiekst bin – wohl wissend, dass man sich trotz kompletter Impfung noch anstecken und gegebenenfalls unter Langzeitschäden – Stichwort “Long Covid” – leiden kann. Weshalb ich wohl weiterhin im ÖPNV oder beim Einkaufen meine Maske tragen werde, auch wenn die Pflicht dazu irgendwann fällt.

Inzwischen kann man sich vor Impfangeboten ja kaum noch retten – hier in der Region wird jeden Tag etwas angeboten, ohne Termin, meist bei freier Wahl des Impfstoffes. Und nicht nur in den – mitunter schwierig erreichbaren – Impfzentren, sondern dort, wo sich viele Menschen aufhalten: Vor Supermärkten, in Einkaufszentren, auf Parkplätzen, an Wochenenden mitunter sogar die ganze Nacht durch. Diese Angebote finde ich sinnvoll, man muss es dem Volk halt so einfach machen, wie nur möglich. Dennoch werden wir die Herdenimmunität wohl nicht erreichen, es gibt zu viele Menschen, die sich der Impfung verweigern. Bedenken vor der Impfung kann ich verstehen, dennoch halte ich sie für die beste Alternative. Naja, eigentlich für die einzige – zumal mit Blick auf die gerade wieder heftig ansteigenden Infektionszahlen. Ich jedenfalls habe mein Möglichstes getan, wie auch der gesamte Freundeskreis, und das fühlt sich einfach richtig an.

Wir werden noch lange Zeit unseren “Spaß” mit dem Virus haben, vielleicht für immer. Aber jetzt gilt es erstmal, die aktuellen Pieks-Folgen – heftige Matschigkeit, dezent schmerzender Arm – zu ertragen, natürlich wie ein ganzer Kerl, nämlich jammernd und wehklagend. 😉 Und dann kann ich das Thema Impfung für mich abschließen – jedenfalls bis zur nötigen Auffrischung, wann auch immer die kommen wird…

Wider die Versuchung

Seit gut vier Monaten bemühe ich mich ja, ein paar Kilos abzunehmen. Wobei – “bemühen” trifft es nicht so ganz, denn ich futtere einfach weniger und verzichte dazu weitestgehend auf industrielle Kalorienbomben. Inzwischen sind knapp acht Kilo runter, weitere acht sollen noch purzeln. Der Verzicht auf Süßkram fällt mir relativ leicht, der Versuchung bei eher Nichtsüßem zu widerstehen schon deutlich schwerer: Die Tüte Chips, der Happen Käse, der etwas größere Nachschlag – das alles schaut mich doch gerne mal dämonisch grinsend an, vor allem in den letzten Tagen. Aber bislang bleibe ich auch da weitestgehend standhaft. Hilfreich dabei ist das gute Gefühl, sich abends beim zu Bett gehen ob seiner Standhaftigkeit selbst zu feiern. 😉

Und wie gesagt – ein paar weitere Kilos sollen ja schließlich noch verschwinden. Ob das weiterhin mit dieser “Mühelosigkeit” klappt wird sich zeigen, in letzter Zeit purzeln die Pfunde deutlich langsamer. Aber das ist ganz normal, und auch gar nicht so verkehrt – hilft ja nix, wenn man schnell abnimmt und anschließend wieder in die gleichen Essgewohnheiten wie zuvor zurückfällt. Und dass sowas – auch nach langer Zeit – plötzlich wieder ganz schnell gehen kann weiß ich aus Erfahrung. 🙄

Ich lasse den ganzen Quatsch weiterhin entspannt angehen und freue mich einfach, wenn die Waage mal wieder ein Kilo weniger anzeigt. Und hin und wieder, dann ganz bewusst und auch mit Genuss, gibt es ja trotzdem noch ein paar Chips oder nen größeren Nachschlag. 😉