Living next door to…

Bevor ich hier hoch zog war für mich klar, ich ziehe nach Rostock rein. Zwar nicht in die Innenstadt oder die prenzelbergisierende KTV, das wäre unbezahlbar, sondern in die Trabantensiedlungen, die zwar nicht wirklich schön aber praktisch, leidlich bezahlbar und vor allem gut per ÖPNV angeschlossen sind. Es kam bekanntlich anders, im Nachbaraufgang zu Benedikt wurde plötzlich ne Wohnung frei, der Rest ist bekannt. Ich also nach 7 Jahren Berlin plötzlich wieder auffem Dorf? Dazu in einem, naja, nicht gerade architektonisch hübschen? Dessen einzige Nahversorgungsstelle die örtliche Tanke ist? In eine Hausgemeinschaft, zu der im Gegensatz dazu meine Nachbarn in Berlin geradezu desinteressiert bis ignorant waren?

Nun, die Wohnung selbst ist, bis auf fehlenden Balkon und Gästezimmer, absolut okay, um von den Nachbarn all zu oft behelligt zu werden bin ich viel zu selten zuhause, und der Bus fährt werktags immerhin alle 30 Minuten. Das alles rechtfertigt den Umzug aufs Dorf allerdings nur sehr bedingt. Viel mehr zählt die Tatsache, dass wir bis spät abends noch zusammen am PC sitzen und arbeiten, was so persönlich nicht nur angenehmer sondern häufig auch praktischer ist als per Videotelefonie. Oder das man die gemeinsame  Heimfahrt im Auto noch zu Besprechungen nutzt. Oder dass man zum gemeinsamen sonntäglichen Spätstück nur ne Haustür weiter muss. Oder dass man gemeinsam nach ner anstrengenden Woche am späten Samstag Abend das Wochenende mit dem Hai Alarm am Müggelsee einläutet und sich einfach nur herrlich amüsiert. All das wäre bei ner Wohnung in Rostock schwierig bis unmöglich geworden.

Wie mal wieder so oft im Leben: wenn man selbiges einfach machen und sich drauf einlässt ist es genau richtig. 🙂

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