Drei Monate

Heute vor genau drei Monaten haben wir unseren Laden eröffnet. So richtig fassen können wir das, was sich seitdem ereignet hat, nicht, und es würde mich gar nicht mal verwundern, wenn ich plötzlich in meiner alten Berliner Wohnung aufwache und das alles nur geträumt hätte. Nach wie vor ist die Selbständigkeit ein Abenteuer, nach wie vor ist sie anstrengend und macht zugleich riesigen Spaß. Wir lernen weiterhin Tag für Tag dazu, sammeln ständig neue Erfahrungen – und staunen doch darüber, dass wir bislang wohl nicht all zu viel falsch gemacht haben. 😉

Allerdings stoßen wir auch immer häufiger an unsere Grenzen:

  • Das Privatleben ist immer noch inexistent, auch wenn wir die Arbeitsabläufe schon optimieren und so versuchen, uns Freiräume zu schaffen. So richtig klappen will das noch nicht, dummerweise kommen wir mit der Erfindung des 48-Stunden-Tages auch nicht so recht weiter.
  • Im Laden ist die Arbeit ob des Kundenandrangs mitunter kaum noch zu bewältigen, auch da sind Lösungen noch nicht so richtig in Sicht.
  • Erste körperliche Verschleißerscheinungen sind nicht zu leugnen – letzte Woche durfte erstmals Benedikt drei Tage allein im Laden stehen während ich meine innige Beziehung zur Kloschüssel vertieft habe. Richtig fit bin ich immer noch nicht, und ich glaube, wir sollten unseren Körpern mal wieder etwas Gutes tun, zur Zeit fahren wir doch ziemlich auf Verschleiß.

Aber: Auch nach den ersten drei Monaten bereue ich nicht eine Sekunde lang unsere Entscheidung. Irgendwelche Prognosen, wie es heute in drei Monaten aussieht, entfallen – da könnten wir wahrscheinlich treffsicherer die Lottozahlen orakeln. 😉 Lassen wir uns also überraschen, sind wir bislang auch ganz gut mit gefahren.

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