Mittwochs geschlossen

Seit elf Monaten arbeiten wir 80, mitunter auch 90 Stunden in einer 6 1/3-Tage-Woche. Außer sonntags überliste ich, mit wechselndem Erfolg, meine innere Uhr mit nem Schlafphasenwecker und ner (zum Schluss) kalten Dusche. Zwei freie Tage habe ich mir seitdem gegönnt, und so langsam robben wir auf dem Zahnfleisch.

Heute ist der erste freie Mittwoch! Es ist ein merkwürdiges Gefühl – ein normaler Werktag, und der Laden ist geschlossen. Ich habe lange geschlafen, werde gleich ausgiebig frühstücken, und dann… Ja, und dann? 1000 Dinge gäbe es in meiner Wohnung zu erledigen. Putzaktionen, Berge von Unterlagen sortieren, Mails beantworten, den PC auf Vordermann bringen, mich um zig Dinge kümmern, und ne kleine Shoppingtour in der großen Stadt Rostock wäre auch mal fällig. Machen werde ich heute davon nix. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Vielleicht kurz den Staubsauger schwingen, vielleicht ein ganz kleines bisschen aufräumen, sonst nix. Nach und nach wird alles in den letzten Monaten Liegengebliebene abgearbeitet, denn ab jetzt ist jeder Mittwoch frei. Diesen aber, den ersten, den werde ich einfach so “vertrödeln”. Nix machen. Entspannen. Und ja, es tut saugut.

Natürlich wartet hier noch ein bisschen “Heimarbeit” – eine Bestellung, ein paar Formulare, die geändert werden wollen, ein bisschen Kleinkram. Und ja, natürlich werde ich das heute erledigen. So ganz frei hat man als Selbständiger halt nie – aber das ist völlig okay so.

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