So was wie Heimaturlaub
So was wie Heimaturlaub

So was wie Heimaturlaub

Lesezeit ca. 1 Minute

Gut drei Jahre nach dem letzten Besuch geht es morgen mal wieder für ein paar Tage in die Heimat zu den Eltern. Von Urlaub würde ich nicht unbedingt sprechen wollen, Urlaub verbinde ich mit Erholung, und die dürfte sich weder bei den insgesamt 18 Stunden Zugfahrt noch bei den Besuchsstunden im Altenheim einstellen. Abgesehen davon geht es diesmal auch nicht zu den Lieben, weder in Köln noch in Stuttgart, dafür reicht die Zeit einfach nicht. Ist ja eh kaum vorstellbar, 4 Tage aus dem Laden raus zu sein, so ganz ohne Feiertage…

Na gut, vielleicht gibt es ja doch zumindest ein klein wenig Erholung, mal ein paar Tage aus dem Alltag raus, Tapetenwechsel, und mit ein bisschen Glück komme ich im Zug ja sogar ein wenig zum Abarbeiten des Schlafdefizits – vorausgesetzt, man wird nicht von einer Horde Junggesellenabschiedlern, Kegelschwestern oder Fußballfans belästigt, die Klimaanlage fällt nicht aus und kein Irrer rennt mit Hackebeilchen durch den Zug.

Ja, ein wenig freue ich mich auch darauf, die Eltern wieder zu sehen. Wobei das Wiedersehen zumindest bei einem Elternteil auch ernüchternd werden könnte, habe ich mich doch schon beim letzten Besuch ob des körperlichen Zerfalls ziemlich erschrocken, und allein beim körperlichen bleibt es gerade nicht…

Ich habe keine Ahnung, wie gut – und ob überhaupt – ich die Tage gedanklich vom Laden Abstand gewinnen kann, täte einerseits vielleicht ganz gut, andererseits… Na, man wird sehen. Erreichbar werde ich die nächsten Tage genau so gut sein wie seit knapp zwei Jahren – nämlich schwer bis gar nicht: E-Netz auffem Dorf, kein Internetanschluss, vielleicht am ehesten mit RauchDampfzeichen. 😉

Und ich bin selbst ein wenig gespannt, in welchem Gemütszustand ich am Sonntag zurückkomme…