Auf und ab, hü und hott

Seit Anfang der Woche dürfen wir den Laden, wenn auch mit Auflagen, wieder öffnen. Da das Volk möglichst Zuhause bleiben soll – und sich zumindest teilweise auch daran hält – ist die Innenstadt natürlich relativ leer, weshalb wir auch nicht gerade überrannt werden. Aber die Kunden, die erscheinen, sind richtig glücklich und kommen meist auch mit den Hygieneregeln – und den damit verbundenen Einschränkungen – ganz gut klar. Soweit, so gut.

Natürlich kann ich derzeit unseren Personalschlüssel nicht halten: Die Öffnungszeiten sind reduziert, außerdem darf immer nur ein Kunde im Laden sein, und so steht halt an den einen Tagen der Festangestellte hinter dem Tresen, an den anderen Tagen der Cheffe. Spaß macht das nur bedingt, aber immerhin kommt ein bisschen Geld in die Kasse, und damit haben wir es deutlich besser getroffen als so manch anderer.

Der Erholungsfaktor an den freien Tagen ist trotzdem übersichtlich: Auch beim “Home-Office” stehe ich früh auf (schließlich wird bestellte Ware zu mir nach Hause geliefert, und man möchte den Nachbarn dann doch nicht zumuten, mal eben sechs Pakete à 15 Kilo anzunehmen), und es gibt nachwievor genug Kram, der erledigt werden will. Ganz abgesehen davon ist natürlich trotz der Öffnung die Situation weiterhin angespannt, der Kopf läuft permanent auf Hochtouren, die Nerven sind immer noch schwer strapaziert, und Entspannung fällt aus mehreren Gründen gerade recht schwer.

Jetzt stehen erst mal vier Tage Ruhe an. Am Samstag bleibt der Laden geschlossen – unser kleiner Beitrag zu stay@home – und ich hoffe, dann mal ein wenig runter zu kommen. Nötig wäre es, denn dass in absehbarer Zeit so etwas wie ein “Normalzustand” eintreten wird glaubt wohl inzwischen niemand mehr…

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