Einsame (Vor)Weihnachtszeit
Einsame (Vor)Weihnachtszeit

Einsame (Vor)Weihnachtszeit

Das Weihnachtsfest rückt näher, und anders als üblich kommt es dieses Jahr nicht völlig überraschend – seit gefühlten Wochen predigen unsere Politnasen auf sämtlichen Kanälen, dass wir uns jetzt möglichst einschließen sollen, damit wir alle (🤨) Weihnachten wie in jedem Jahr (🙄) zusammen mit der großen Familie (🤔) verbringen können.
Ich halte die Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen für die Feiertage für ein ausgesprochenes Wagnis, befürchte spätestens Mitte Januar heftig steigende Ansteckungszahlen – und damit im Februar den nächsten “Lockdown”, während unsere Entscheider anscheinend davon ausgehen, dass sich das Virus über die Feiertage aus Respekt vor deutscher Gemütlichkeit und Tradition eine Pause gönnt.

Ich werde Vernunft walten lassen und dieses Weihnachten nicht im großen Kreis verbringen, sondern zuhause, maximal mit einer anderen Person zusammen, die auch nur offiziell einem anderen Hausstand angehört. So!

Zugegeben, so verbringe ich Weihnachten eigentlich schon seit Jahren – ich hab es ja nicht so mit allzu besinnlichen Feierlichkeiten, abgesehen davon entfielen die klassischen Familienzusammenkünfte sowieso mangels üppiger Familie. 😉

Was aber nicht heißt, dass es in meiner Wohnung nicht weihnachtlich aussehen darf! Im Gegenteil, es ist auch dieses Jahr wieder geschmückt, und auch der Adventskalender steht bereit. Sowohl für den Kalender als auch die gesamten Schmuckutensilien sorgt seit jeher die dienstälteste Freundin – würde ich mich selbst drum kümmern fiele das ganze wohl deutlich spärlicher aus. 😉 Die Adventszeit geht also auch an mir nicht komplett vorüber, und ja, ich erfreue mich durchaus daran.

Die Weihnachtstage selbst werden eher weniger feierlich – ohne Völlerei, ohne Besinnlichkeit, und auch die Bescherung wurde bereits vorgezogen. Wir haben da so über die Jahre unsere eigenen Rituale entwickelt, an deren Ende wahrscheinlich auch diesmal wieder ein üppiger Kater stehen wird, aber je nun, Weihnachten ist ja nur einmal im Jahr. 😉

Natürlich weiß ich, dass das Weihnachtsfest für viele Menschen eine deutlich größere Bedeutung hat, und spätestens wenn die Großeltern nicht mit den Enkeln und so, schon klar. Ich hoffe einfach auf eine gesunde Ausgewogenheit von Verantwortung, Rücksicht und besinnlichem Beisammensein, auf dass im nächsten Jahr wieder jede/r das Fest feiern kann, wie sie/er mag – ohne Angst, durch zu viel Nähe gleich die ganze Bevölkerung oder zumindest die Familie auszurotten.

In diesem Sinne: Eine entspannte, heiter-besinnliche, zurückgezogene Vorweihnachtszeit.