Mit Karacho in die letzte (?) Welle
Mit Karacho in die letzte (?) Welle

Mit Karacho in die letzte (?) Welle

Wenn über den Winter nicht doch noch eine weitere Mutante entsteht, dürfte im Frühjahr zumindest hierzulande das Thema Corona halbwegs durch sein. Allerdings stehen zuvor noch Herbst und Winter an – und die nächste Infektionswelle vor der Türe. Bereits jetzt sind die Inzidenzzahlen höher als letztes Jahr zu dieser Zeit, die Krankenhäuser füllen sich – und der Gesundheitsminister will kurz vor seinem politischen Ableben das Ende der epidemischen Notlage erklären! Klar, die Länder haben weiterhin die Möglichkeit, Maßnahmen wie Maskenpflicht oder diverse Gs umzusetzen, aber nicht nur wegen des zu erwartenden Flickenteppichs an Regeln bezweifle ich stark, dass dies in der jetzigen Situation das richtige Zeichen ist.

Das Volk ist des Virus’ und der Einschränkungen müde: In den – mittlerweile wieder gut gefüllten – Bussen mehren sich zusehends die Nasenpimmel, in den Supermärkten sieht man auch immer häufiger Menschen komplett ohne Masken, und bei entsprechenden Hinweisen wird nur noch genervt abgewunken. Klar, nach anderthalb Jahren Daueralarm hat man die Nauze voll, aber verdammich nochmal, kann man sich nicht die – vermeintlich – letzten Monate noch mal am Riemen reißen?

Die letzten Wochen empfand ich Dank der Impfung als relativ entspannt – nach drei Monaten soll der Impfschutz aber so langsam nachlassen, also gerade rechtzeitig zur kommenden Welle. Hurra! Apropos… hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass mir die Impfverweigerer so richtig auf den Sack gehen? Spätestens wenn sie zur Kategorie “ungeimpft und stolz darauf” zählen machen sie mich aggressiv, vollkommen unverständlich wird es für mich dann, wenn diese Deppen im medizinischen oder im Pflegebereich arbeiten. Was bitte stimmt mit denen nicht?

Ich merke, wie mich dieses vermaledeite Virus immer mürber macht. Ich bin genervt, gereizt – und sehr froh, dass ich derzeit sehr häufig nur im “Homeoffice” sitze und dort – natürlich bis auf liebe Ausnahmen – keinem Menschen begegnen muss. Wahrscheinlich werde ich mich in diesem Winter noch mehr einigeln als sowieso schon, und vielleicht sollte ich erst wieder aus der Hütte krabbeln, wenn dieser ganze Scheiß vorbei ist.