Selbstverordnetes Innehalten
Selbstverordnetes Innehalten

Selbstverordnetes Innehalten

Lesezeit ca. 1 Minute

Spätestens seit Beginn der Selbständigkeit pflege ich meine ToDo-Liste, auf die alles geschrieben wird, was ich am nächsten freien Tag erledigen muss. Natürlich kommt da auch eher offensichtlicher Kleinkram drauf, aber bevor ich irgendwas vergesse… und außerdem ist es eben ganz schön, wieder was Erledigtes durchstreichen zu können.

Seit über einer Woche ist nun jeder Tag ein “freier Tag”, aber die Liste wird einfach nicht leerer. Kaum streiche ich einen Posten, kommen zwei neue hinzu. Und da ich mich ja ganz gut kenne weiß ich, dass dies wahrscheinlich ewig noch etwas länger so weitergehen wird. Mal ein wenig innezuhalten ist dabei irgendwie nicht vorgesehen, ich vergesse es einfach. Und wenn ich dann doch mal kurzzeitig unproduktiv bin, bekomme ich sogar ein schlechtes Gewissen.

Das geht so nicht wirklich weiter, so langsam merke ich, wie mir dieses ständige Fahren am Anschlag psychisch zusetzt. Also beginne ich jetzt damit, mir auch Dinge der Muße und Erholung auf meine ToDo-Liste zu schreiben. Heute zum Beispiel steht da, weil ewig nicht mehr gemacht: “Film guggn”. Und deshalb lege ich mich jetzt aufs Sofa, kuschel meinen Pinguin, und schaue mir einen Film aus der Gilmores-Reihe an. Ganz ohne schlechtes Gewissen – weil: Steht ja auf der Liste. Und wird anschließend durchgestrichen.

Manchmal muss man sich eben selbst austricksen. 😉

2 Kommentare

  1. Ulla klees

    Das machst Du sehr gut, Stef. Dickes Lob. Du musst mehr lernen etwas für dich tun, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Weiterhin gutes Gelingen und liebe Grüße aus dem Allgäu und ab Freitag von der Nordsee Ulla und die kleine Schnute, eher Knopfauge

Kommentare sind geschlossen.