Blühende Landschaften – etwas eingeschränkt

Landschaftlich ist diese Gegend hier wirklich wunderschön. Fotos von Meer und Strand findet man hier im Blog ja schon zur Genüge, aber auch abseits des Wassers gibt es einige Anblicke für die Freunde blühender Landschaften – zum Beispiel Ende April, Anfang Mai, wenn die Rapsfelder im herrlichen Gelb blühen:

Dummerweise hat der Fußgänger hier am Ort nicht so viele Möglichkeiten, die Natur zu erkunden, jedenfalls wenn er ohne Proviant und Schlafsack losziehen und sich mal nur kurz die Beine vertreten möchte. Genaugenommen hat man hier im Dorf eigentlich nur drei Möglichkeiten für einen entspannten Spaziergang: Zum anderen Ende des Dorfes und zurück; Zum Nachbardorf und zurück; Am Feld entlang und zurück. Wer mehr möchte muss sich schon aufs Fahrrad, ins Auto oder ins Flugzeug schwingen – da hatte ich selbst in Berlin mit meinem “Park direkt umme Ecke” deutlich mehr Möglichkeiten. Na gut, im Augenblick würde mir selbst für kurze Spaziergänge meist die Zeit fehlen, und so genießt man denn eben die Natur in der sonntäglichen Pause zwischen Frühstück und Bestellungen beim Spaziergang ins Nachbardorf – und wieder zurück. 😉

Mehr gelbe Aussichten gibt es bei den Schnuten…

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Dem hohen Alter angemessen

Der letztjährige Schlüpftag war ja noch etwas “arbeitsam” geraten, der diesjährige dafür – da auf einen Sonntag gefallen – um so entspannter. Mit liebem Besuch, leckerem Schmaus am Vorabend und – Dank unseres heldenhaften Durchhaltevermögens – schönem, wenn auch leicht kleinäugigem Reinfeiern.

Gar nicht auszumalen wenn jetzt noch das Wetter einen kleinen Spaziergang am Meer zugelassen hätte… So wurde der Tag halt, dem hohen Alter angemessen, eher gemächlich und inhäusig begangen.

Ach ja, eine kleine Bitte noch an die Selbstmörder hierzulande: Könntet ihr euch zukünftig bitte Bahnstrecken raussuchen, die nicht gerade von meinen Besuchern befahren werden? Nicht, dass das noch zur Tradition wird…

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Willkommen im Alltag

Irgendwann werden auch die größten Abenteuer zum Alltag, und inzwischen ist das auch ein wenig bei unserem Abenteuer der Fall. Natürlich gibt es nachwievor viele Highlights – seien es schöne Gespräche und Situationen mit Kunden, immer wieder neue Ideen, die der Umsetzung harren oder die Tatsache, dass uns der – nach wie vor anhaltende – Erfolg mit dem Laden immer wieder flasht. Aber ebenso gibt es natürlich auch weniger euphorische Augenblicke, wie ein – mittlerweile häufigeres – morgendliches “Och nööö!” beim Klingeln des Weckers nach viel zu wenig Schlaf, der Wunsch nach einem richtig freien Tag (oder gar zwei), und das Anwachsen der Dinge, zu denen man mangels freier Zeit einfach nicht kommt.

Dass sich unser Arbeitspensum, obwohl bereits heruntergeschraubt, nicht unbedingt positiv auf die Gesundheit auswirkt ist auch klar, oder besser: Wird immer klarer. Immerhin lädt der Akku an den freien Tagen noch so weit auf, dass es, wenn auch manchmal nur mit Ach und Krach, bis zum nächsten freien Tag langt. Aber Ostern ist ja nicht all zu weit entfernt, und ein wenig spielen wir ja mit dem Gedanken, uns dann tatsächlich mal vier (vier!) freie Tage am Stück zu gönnen! Zum Glück blieben wir bislang von ernstzunehmenden gesundheitlichen Katastrophen verschont – dass meine gesamte Kauleiste saniert werden muss war ja schon länger klar und bringt eher logistische und finanzielle Herausforderungen mit sich. 😉

Wenigstens befürchte ich mittlerweile nicht mehr, plötzlich in meiner Berliner Wohnung aufzuwachen und alles nur geträumt zu haben – ich bin also im Alltag angekommen. Allerdings ist gegen einen Alltag, der nach wie vor spannend ist und zu größten Teilen Spaß macht, in dem man außerdem sein Hobby zum Beruf machen konnte, auch nicht all zu viel einzuwenden. Und irgendwie ist der Alltag ja auch immer ein Abenteuer… 😉

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(Un)heiliger Abschluss

Nein, das macht man eigentlich nicht. Wenn man die alten Lieder mag, dann seinen schleichenden Abstieg in die Schlagerecke erlebte, schon beim uninspirierten vorletzten Studioalbum reinfiel, sich das letzte erst gar nicht gekauft hat, seinen Versuch, beim ESC zu singen miterlebte… Nein, dann kauft man einfach keine weitere Unheilig-Veröffentlichung. Schon gar nicht, wenn das “unplugged” Album schön weichgespült mit einem Streichorchester eingespielt wird. Und erst recht nicht, wenn die mittlerweile omnipräsente Schlagernervensäge Helene Fischer als Gast auftritt! Nein, das macht man einfach nicht!

Es sei denn, man heißt Stef – und steht, zumindest hin und wieder, auf Kitsch im Bombast-Format. Dann kauft man ein solches Album. Sogar, wenn zwei Duette mit Helene Fischer dabei sind. Und wenn schon Kitsch, dann richtig, in dem Fall in der Deluxe-Version mit DVD und Bluray. Auch wenn man weiß, dass man sich Konzert-DVDs nur sehr selten mehr als zwei, drei mal ansieht.

Um es kurz zu machen: Ja, das Album ist ungefähr so wie befürchtet erwartet. Es ist zu größten Teilen kitschig! Die neueren Lieder sind sowieso sehr weichgespült, was durch die Streicher noch verstärkt wird. Die alten Songs hingegen haben durch die neue Interpretation zwar etwas an Schmiss verloren, hörenswert sind sie dennoch. Und ja, es ist stellenweise schlageresk, vor allem die beiden Songs mit der unsäglichen Frau Fischer, aber auch Cassandra Steen als Gastsängerin wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Und auch das Publikum im Saal scheint sich dem musikalischen Wandel des Grafen angepasst zu haben, immerhin brach sich der deutsche Klatschreflex nicht all zu sehr Bahn. Wenn ich da an meinen Konzertbesuch in Köln oder in der Zitadelle denke… Netterweise ist die “Generalprobe” des Konzerts auch auf der Bluray bzw. der DVD enthalten: Das gesamte Konzert ohne (störende) Gäste, dazu etwas “familiärer”, entspannter – diese Version des Konzertes ist das eigentliche Highlight!

Wie auch immer – es ist die letzte Veröffentlichung von Unheilig, deshalb war der Kauf einfach notwendig, und ich bereue ihn auch nicht. Abschluss des Ganzen, abgehakt, und immerhin bleibt die Freude an den alten Sachen, die ich mir mittlerweile zum Glück wieder anhören kann.

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Ein geiles Jahr

War 2014 noch geprägt von kräftigen Achterbahnfahrten, gibt es für das jetzt abgelaufene Jahr eigentlich nur ein, in meiner Kindheit eher inflationär genutztes, heutzutage altbacken klingendes, dennoch absolut passendes Wort: Geil!

Klar, man hatte viel zu wenig Zeit, leider auch, bis auf wenige, viel zu kurze Begegnungen, wieder nicht für die Lieben, und ich war das ein oder andere mal über der Belastungsgrenze, aber alles in allem dürfte 2015 das beste Jahr seit MenschenStefgedenken gewesen sein! Ein ganzes Jahr lang Abenteuer, und erfolgreich noch dazu – ich bin nachwievor einfach “geflasht”. Zum Glück spielte wieder die Gesundheit mit, und zumindest gab es tatsächlich im ganzen Jahr keine persönlichen Horrormeldungen, wenn auch leider einen Abschied.

2016, das steht schon fest, wird wieder spannend: Im Frühjahr tritt die nationale Umsetzung  der TPD2 in Kraft, und dann wird sich entscheiden, ob wir mit unserem Laden in ein drittes Jahr gehen können. Unabhängig davon möchte ich gerne nochmal eine kleine Tour zu den weitverstreuten Freunden und der Familie machen – Kontakt per Mail oder Telefon ist einfach zu wenig. Am wichtigsten dürfte aber sein, dass die Gesundheit wieder mitspielt, wobei ich in den nächsten Wochen erstmal die Sanierung meiner Kauleiste in Angriff nehmen muss. Und dann wäre da ja immer noch die gesellschaftliche und politische Situation: In einer Welt, die – zumindest gefühlt – immer verrückter wird, können plötzlich Dinge passieren, mit denen man einfach nicht rechnen kann. Lassen wir uns also überraschen, was das Jahr bringt, und wie dann der Rückblick in 366 Tagen aussieht…

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Ist ja schon fast…

Dass sich Weihnachten nähert habe sogar ich schon mitbekommen. So leere ich ja brav täglich meine Adventskalendersocke, und am Samstag war ich mit meinem lieben Besuch tatsächlich auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt – wobei der Mittelalterliche Markt am Klostergarten zu meiner Überraschung sogar sehr angenehm war.

Dass es aber schon in 3 Tagen soweit ist… da muss ich mich wohl doch nicht wundern, wenn sich seit einigen Tagen immer mehr Kunden mit den Worten “frohes Fest” verabschieden…

Aber das ist auch gut so: Ich bin absolut urlaubsreif, und Benedikt geht es nicht anders. Wir werden die 3 1/2 Tage – quasi ein japanischer Jahresurlaub – nutzen um mal so richtig abzuschalten. Wir haben uns vorgenommen, in diesen Tagen nix für den Laden zu tun – mal sehen wie lange wir das durchhalten – und stattdessen viel Schlaf nachzuholen.

Wenn es mit der weißen Weihnacht klappen soll wird es langsam Zeit – momentan kommt es einem eher wie ein etwas zu dunkler Sommer vor. Aber Bescherung in T-Shirt und Badehose hat ja auch was.

Ich wünsche euch ein paar entspannte und erholsame Tage, wir lesen uns.

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