Mal kurz Stadtluft schnuppern

Endlich klappt es mal wieder mit einem Kurzbesuch in Berlin. Natürlich ist dieser wieder dienstlich, und leider zeitlich auch so knapp bemessen, dass es zu einem Treffen mit den Hinterbliebenen dort wohnenden Lieben nicht reicht. Dennoch freue ich mich riesig über solche Kurztrips!

Beim abendlichen Bummel durch die Stadt stelle ich erneut fest, dass mir sowohl die Anonymität der Großstadt – hier kann man wieder, bildlich gesprochen, frei atmen – als auch das kulinarische Angebot doch ein wenig fehlen. So genieße ich diese zwei Abende und den – spontan angehängten – zusätzlichen Tag sehr, merke aber auch schnell wieder: Besuche ja, aber wohnen möchte ich hier – zumindest vorerst – nicht mehr. Das wird spätestens in den Tagen danach klar, wenn man die Stille und Ruhe des jetzigen Domizils genießt…

Zum Glück ist aber Berlin nicht all zu weit entfernt, und vielleicht schaffen wir es ja, in Zukunft etwas häufiger einen kleinen Abstecher dorthin zu machen. Spätestens wohl zur nächsten Dampfermesse im Oktober…

Mehr zum Kurzurlaub in Berlin gibt es im Schnutenblog, mehr zur Dampfermesse bei den Dampfschnuten.

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Berlin – fehlt da was?

Über ein Jahr bin ich jetzt schon weg aus Berlin, und so langsam könnte ich ja mal die Frage beantworten, was ich eigentlich vermisse:

Wie damals vorausgesagt sind es in erster Linie die – wenigen dort verbliebenen – Menschen, die ich ins Herz geschlossen habe und die man kaum noch oder – zumindest bislang – gar nicht mehr zu Gesicht bekommt. Dann natürlich “mein” Park, dem ich, sofern es das Wetter zumindest ansatzweise zuließ, täglich einen Besuch abgestattet habe. Die Stammcafés und Restaurants fehlen, wie generell die Möglichkeit, mal etwas “exotischer” essen zu gehen. Zum Glück gibt es hier die Möglichkeit, lecker indisch zu schmausen, ein Stammcafé habe ich allerdings immer noch nicht gefunden, von einer wirklich guten Currywurst mal ganz zu schweigen – aber die vermisse ich ja schon seit dem Wegzug aus dem tiefen Westen. Ich vermisse ein wenig die Möglichkeit, ohne Blick auf den Fahrplan mit U- und S-Bahn mal eben “irgendwohin” zu fahren, an all die schönen Ecken, die leicht und schnell erreichbar sind. Die vielfältigen Shoppingmöglichkeiten, auch wenn ich zum Schluss in Berlin davon, meist aus monetären Gründen, kaum noch Gebrauch gemacht habe. Für all das hätte ich zwar im Augenblick sowieso keine Zeit, aber… ja, doch, zugegeben, ein bisschen vermisse ich das schon.

Wie ebenfalls vorausgesagt gibt es einige Dinge, die ich definitiv nicht vermisse: Zum Beispiel den Fluglärm, der sich wahrscheinlich bis zum St. Nimmerleinstag hinziehen wird. Überhaupt – der Lärm, die Hektik, der Dreck, die Menschenmassen – all das vermisse ich absolut nicht. Am wenigsten fehlt mir übrigens die Einsamkeit. Ja, sowas gibt es auch – oder gerade? – in ner Großstadt! Hier habe ich (fast) täglich Kontakt mit Kunden – von denen einige mittlerweile durchaus mehr als “nur Kunden” sind – und natürlich den Benedikt, der nur eine Haustüre weiter wohnt.

Ob ich dauerhaft hier auffem Dorf Leben kann? Ob ich irgendwann nochmal nach Berlin ziehe? Oder doch wieder in den tiefen Westen? Ach was weiß denn ich. Irgendwelche Voraussagen zum Thema “dauerhafter Wohnort” verkneife ich mir, damit würde ich mich sowieso nur lächerlich machen. 😉 Auf jeden Fall muss ich irgendwann in absehbarer Zeit mal wieder für ein verlängertes Wochenende nach Berlin, einfach noch mal ein bisschen Großstadtluft schnuppern. Diesen Kurzurlaub werde ich dann bestimmt genießen – und mich freuen, wenn ich wieder hier in der Ruhe angekommen bin.

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