Ein Träumchen

Einmal im Jahr gebe ich ja dem Schicksal in Form eines Lottotips die Chance – bislang hat es, nämlich das Schicksal, sich allerdings noch nicht darauf eingelassen. Man träumt dennoch ein wenig vor sich hin was man machen würde, wenn man sich um den täglichen Gelderwerb nicht mehr kümmern müsste: Natürlich mehr Freizeit genießen, deutlich mehr Zeit mit den Freunden verbringen, und sicher die ein oder andere interessante Ecke in diesem Land – oder auch darüber hinaus – besuchen, die man immer schon mal sehen wollte. Ein kleines Träumchen wäre es allerdings auch, einen Dampferladen zu betreiben…

Jaaa, ich betreibe bereits einen, aber dieser wäre dann doch etwas anders. Er läge wahrscheinlich ein wenig abseits der Innenstadt, wäre sehr gemütlich eingerichtet mit bequemen Ledersesseln, eher eine Lounge denn ein Laden, mit schicken Vitrinen abseits des schwedischen Einrichtungshauses für Standard-Dampfershops. Im Sortiment hätte man bis auf ein – durchaus etwas höherpreisiges – Einsteigergerät und ein, zwei ausgefallene Midprice-Geräte ausschließlich feinste HighEnd-Ware. Dazu richtig ausgefallene Liquids, edle und seltene Aromen – von jeder Sorte nur eine überschaubare Menge – die dann in feinen Tröpflern zur Verkostung gereicht würden.

Symbolfoto

Geöffnet wäre der Laden vielleicht nur von Mittwoch bis Samstag, dann auch erst ab nachmittags, mit offenem Ende – je nach Bedarf. Er wäre ein Treffpunkt für Genießer, Hobby- und Leidenschaftsdampfer, fast schon ein kleiner „Club“, offen für jeden Interessenten der gepflegten Dampferei.

Ein kleines, engagiertes Team würde den Laden betreiben, wobei ebenso wichtig wie der Ver- der Einkäufer wäre, der es, gut vernetzt, immer wieder schafft, auch die exotischsten Geräte zu besorgen und der ein feines Näschen für Neues und Ausgefallenes besitzt.

Dummerweise wäre damit nicht ernsthaft Geld zu verdienen. Aber spätestens nächstes Jahr bekommt das Schicksal ja wieder eine Chance, und bis dahin betreibt man den bestehenden Laden, in dem man ja bereits ein paar Teile seines Träumchens umsetzt, eben weiterhin. Schließlich bringt das ja auch Spaß, und offensichtlich macht man die Arbeit auch gar nicht so schlecht.

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Von Jägern und Sammlern

Damals, als ich mit dem Dampfen anfing, wunderte ich mich immer über die riesigen Sammlungen an Dampfgeräten, die andere, langjährige Dampfer im Netz zeigten. „Wer braucht denn sooo viele Geräte“ dachte ich mir, „das ist doch völliger Quatsch!“ Klar, ein Ersatzgerät, wenn mal eines defekt sein sollte, vielleicht noch einen zusätzlichen Tank für eine zweite Liquidsorte, aber sonst?

Dann wurde das Dampfen zum Hobby, dann zum Beruf, und mittlerweile weiß ich, dass es mit einer solchen Sammlung doch ganz schnell gehen kann…

Nun muss man dazu sagen, dass die Dampferei, wie wir sie heute kennen, noch relativ jung ist, und sich die Technik in den letzten Jahren massiv entwickelt hat. Auch wenn die Techniksprünge in den letzten ein, zwei Jahren nicht mehr so extrem waren entwickelt sich nach wie vor alles weiter, die Geräte werden besser, zuverlässiger und, jedenfalls teilweise, auch wesentlich hübscher. So ist es vielleicht auch etwas verständlicher, warum solche Sammlungen entstehen und wachsen, zumal wenn es sich um ein Hobby handelt, bei dem ja nicht immer die Vernunft entscheidet, ob man sich ein neues Gerät zulegt oder nicht. 😉

Dazu habe ich das Glück, als Inhaber eines Dampfershops ein klein wenig günstiger an die Geräte zu kommen, außerdem wollen die Neuerscheinungen ja auch getestet und dem Kunden vorgeführt werden. Und so sieht eine Dampfensammlung auch immer viel „schlimmer“ aus, als sie eigentlich ist.

Natürlich hat man auch immer „nur“ eine Handvoll aktueller Geräte in Betrieb, bei mir sind es zur Zeit diese:

Taifun BT auf einer Tesla Steampunk Nano, VandyVape Mesh RTA auf einer Wismec Gen3, Gelite² auf der SX Mini G-Class, Troll V2 RTA auf einer Tesla WYE und Uwell Crown 3 auf einer Sigelei KAOS Spectrum (v.l.n.r.)

Neben meiner oben abgebildeten kleinen privaten Sammlung stehen noch viele Uralt-Modelle in einer Vitrine im Laden. Eines – hoffentlich fernen – Tages, wenn mit dem Laden Schluss ist, werden wir ein kleines, privates Dampfermuseum einrichten. Spätestens dann wird die aktuelle Vitrine wohl nicht mehr ausreichen, zumal ein Ende des Booms – und der persönlichen Leidenschaft – nicht absehbar ist… 😉

Mehr zum Thema Dampfen gibt es nach wie vor bei den Dampfschnuten.

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Jubiläumsgesundung

Ja, natürlich ist es ganz nett, sich, nachdem man dem morgendlichen Drang der Altmännerblase nachgegeben hat, wieder ins Bett zu legen und noch ein wenig zu schlummern. Und natürlich ist es ganz nett, endlich mal wieder Zeit zum Lesen zu haben und sich die ein oder andere DVD, die schon seit Ewigkeiten hier vor sich hinstaubt, anzusehen. Oder einfach mal ein Mittagsschläfchen zu halten. Trotzdem – nu is genuch!

Morgen fahre ich schon für ein, zwei Stündchen in den Laden, und am Samstag, wenn wir unser Dreijähriges feiern, will und werde ich dabei sein! In der nächsten Woche werde ich mich dann langsam rantasten und die Belastung langsam steigern um dann spätestens die Woche drauf wieder fit und fröhlich jeden Tag im Laden zu stehen.

Heute vor drei Jahren haben wir unseren Laden eröffnet. Drei Jahre!!! Hätte uns das jemand vorher zugetraut? Inklusive wir uns selbst? 😉 Natürlich ist unser Abenteuer mittlerweile Alltag, die Euphorie ist auf einem normalen Maß angekommen, langweilig wird das ganze trotzdem nicht. Die neue Konkurrenzsituation bringt neue Herausforderungen mit sich, aber in einer so schnelllebigen Branche ist Flexibilität sowieso Pflicht. Wir gehen nun also – voll motiviert – in unser viertes Jahr, und ganz ehrlich, darauf sind wir auch ein bisschen stolz. 🙂

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Schon ein Jahr!

Heute vor einem Jahr haben wir unseren Laden eröffnet. Ein Jahr schon? Oder erst ein Jahr?

Gerade mal ein Jahr her…

Klar ist das vorige Leben noch irgendwo präsent, aber eben auch unheimlich weit weg – so viel ist seit dem Umzug und erst recht seit der Eröffnung vergangen. Andererseits – wirklich schon ein Jahr?

Guggst du Beitrag im Schnuten-Blog: Das erste Jahr.

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Endlich ist es soweit

Lange haben wir drauf hingearbeitet, und endlich ist es soweit: Die Eröffnung! Eigentlich hätte dieser Tag eine größere Würdigung verdient, mit einem umfangreichen Fotoalbum und einem ausführlichen Beitrag. Für Zweiteres fehlt gerade – welch Überraschung – die Zeit, aber zumindest mit Ersterem kann ich dienen, wenn auch “nur” bei Fäisbuck.

Soviel sei aber an dieser Stelle geschrieben: Es war eine saugeile Eröffnung! Die Stimmung war gut, es war richtig viel los, und die Euphorie war so groß, dass selbst der Schlafmangel nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Vielen Dank fürs Daumendrücken, fürs Mutmachen, für die lieben Wünsche – und vor allem an Corinna für die Unterstützung vor Ort.

Geschafft – aber glücklich

Jetzt beginnt der Alltag, wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Die Eröffnung wird uns aber in jedem Fall als eine absolut gelungene Sache in Erinnerung bleiben!

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Noch 3 mal (kurz) schlafen…

Noch 3 Tage – also kalendarisch zwei, aber dem der Morgen graut noch nicht, also ist für mich noch Mittwoch – bis zur Eröffnung. Heute erschien unsere Anzeige nebst eines kurzen Artikels über uns im hiesigen Käseblättchen in einer der lokalen kostenlosen Zeitungen:

In ruhigen Minuten meldet sich eine gewisse Nervosität, aber zum Glück haben wir nach wie vor sehr wenige ruhige Minuten – auch diesen Beitrag habe ich mir kurz vor (oder während) dem Einschlafen per Mail vorgeschrieben. Der Laden ist fertig eingerichtet (klar, man könnte noch hier, man könnte noch das, aber man braucht ja noch was zum wachsen), die Ware zum größten Teil gut verräumt, jetzt geht es schon fast Richtung Feinschliff. Es gab einige die meinten, das ganze sei in der kurzen Zeit nicht zu schaffen – und in manch schwacher Sekunde dachten wir das auch. Aber wir haben kräftig geschuftet, sind auch ganz schön alle, aber zuversichtlich, dass am Samstag alles klappt.

Zur Unterstützung am Eröffnungstag haben sich schon einige liebe Menschen angekündigt – auch welche, die man bislang nur aus dem Netz kennt und solche, die eine ganz schön lange Anreise in Kauf nehmen: Wir freuen uns auf euch. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Leserschaft, die nicht live dabei sein kann, mit Foto- und evtl. gar Filmmaterial zu beglücken.

So, und jetzt: Bett!

Zeitungsausschnitt inkl. Foto: Warnow Kurier

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Volldampfwochenende

1300 Kilometer Autofahrt, viel zu wenig Schlaf, ein temporär schwer verkorkstes Geschmackszentrum, schmerzende Sollbruchstellen, rauchende Köpfe. Aber auch nette Begegnungen, gute Gespräche, leckere Dampferei, angenehmer Nerdismus und vor allem sehr viel Input. Wir waren, wie geschrieben, in Oberhausen bei der diesjährigen Dampfermesse. Über 3000 Besucher am ersten, knapp 2000 am zweiten Tag – die Dampferei scheint immer mehr in der Gesellschaft anzukommen.

Ein Fazit mit einigen Fotos findet ihr – natürlich – bei den Dampfschnuten. Ich könnte hier auch noch was zu unserer günstigen Unterkunft, der einzigen Pott-Currywurst bei unserem Aufenthalt, der Oberhausener Fußgängerzone, dem guten, preiswerten Asiaten, der uns fast schon als Stammgast ansah und noch weiteren schönen und kuriosen Begebenheiten schreiben (zum Beispiel als wir beim Bummel in der Fußgängerzone von einer uns bis dahin völlig unbekannten Frau mit “He, seid ihr nicht die Dampfschnuten?” angesprochen wurden), aber, genau, die Zeit. Also gibt’s an dieser Stelle einfach nur einen kleinen Schnappschuss:

Und wer dann wirklich noch weitere Eindrücke haben will schaut sich zum Beispiel die Fotos beim Dampfermagazin an.

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