Gedankenkram
Gedankenkram

Wir hatten die Wahl…

Eine Woche ist die Bundestagswahl nun vorbei, Zeit, das Ergebnis zu verdauen und sich ein paar Gedanken zu machen. Das Volk hat nicht nur von der GroKo die Schnauze voll, sondern generell von den “Volksparteien”. Verständlich, außer Verwaltung des Status Quo, mäßiger Innovation und hohlen Phrasen kommt dort seit Jahren nichts mehr, mal von der “Ehe für alle”, die seit heute möglich ist – und deren Durchsetzung unverschämt lange auf sich warten ließ – abgesehen. Aber wenn man solche Slogans auf Wahlplakaten liest – bitte, was soll man da noch machen außer sich mit Grausen abzuwenden? Ob die ehemals sozialdemokratische …

Note 170518

Eine milde Nacht, sternenklar, zwei Vögel zwitschern um die Wette, die Froschs geben ein – extrem lautes – Konzert, ein Kuckuck kuckuckt unentwegt…

Ich stehe am Fenster, genieße das alles, schiebe ein paar Wolken, und bin einfach nur dankbar.

Note 170316

An einem solchen Fastfrühlingstag spielt man kurz mit dem Gedanken, einfach für eine Stunde den Laden zu schließen und sich ins – möglichst windgeschützte – Straßencafé zu setzen und die Sonne zu genießen.

Und dann verwirft man ihn wieder.

Doofe Vernunft.

Und danach?

Irgendwann wird es mit dem Laden vorbei sein. Entweder mittelfristig, den Marktgesetzen folgend – groß frisst klein – oder, womit ich eher rechne, schon wesentlich früher, weil die Dampferei aus einer Mischung aus Ahnungslosigkeit und Geldgier tot reguliert wird. Natürlich kann es auch noch tausend andere Gründe geben, wie auch immer, irgendwann werden wir halt den Schlüssel endgültig rumdrehen. Was aber kommt danach? Also nachdem man erst mal eine Woche durchgeschlafen hat? Meine Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt sind nicht wirklich gestiegen: Aus meinen alten Berufen bin ich entweder zu lang raus oder war nie richtig drin. Einen ehemaligen Selbständigen …

Menschenwürde

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sofern du alt, krank und beginnend dement in ein Pflegeheim einziehst gibst du deine Würde allerdings an der Pforte des Pflegeheims ab. Das liegt nicht unbedingt am Pflegepersonal, das sicherlich sein bestes gibt. Auch nicht unbedingt am Haus selbst, das seniorengerecht und vielleicht sogar ganz schön eingerichtet ist. Das liegt in erster Linie daran, dass du, häufig in völliger Reizarmut, einfach nur apathisch da liegst, nichts alleine machen und deine Bedürfnisse, wenn überhaupt, nur sehr vage äußern kannst. Du begibst dich vollkommen in die Hände anderer, völlig fremder Menschen. Weder für Intimität noch für …

Die sprechen nicht für mich!

Es ist mir ein persönliches Bedürfnis, nochmal etwas klar zu stellen: Dies ist nicht meine Regierung, ich habe diese Volksvertretung nicht gewählt! Diese Regierung vertritt nicht meine Meinung, nicht bei ihrer Sozialpolitik, Flüchtlingspolitik, Drogenpolitik, Bildungspolitik, Rüstungspolitik. Das Aussitzen sämtlicher Probleme finde ich genauso unmöglich wie das Ausspähen der eigenen Bürger (und der mit der Ausspähung verbundenen Kriecherei in den amerikanischen Enddarm). Das Zögern in der Gleichstellung von Homosexuellen ist peinlich, das Verhalten dieser Regierung in der Europäischen Frage generell, zu Griechenland im Speziellen, finde ich zutiefst menschenverachtend. Das Verhalten der Presse zu diesem Thema übrigens ebenso. Gerne verweise ich an …

Säbelrasseln

In diesem Jahr gedenken wir des Beginns des ersten Weltkrieges vor 100 und des zweiten vor 75 Jahren. Wir feiern – die einen mehr, die anderen weniger – 25 Jahre Mauerfall, damit einhergehend auch ein Vierteljahrhundert Beendigung des “kalten Krieges”. Wir in Westeuropa erleben gerade wahrscheinlich den längsten Zeitraum ohne Krieg – jedenfalls ohne den im klassischen Sinne, den Irrsinn des Krieges hat kaum noch jemand der hier Geborenen live erlebt, wir kennen ihn nur aus Erzählungen, Filmen, Berichten von Zeitzeugen. Ließe man jetzt mal die immer stärker werdende soziale Spaltung außer Acht (und ebenso die europäische Flüchtlingspolitik) könnten wir …

Das Spiel mit den Illusionen

“Dort wohnen, wo andere Urlaub machen!” Mit diesem Slogan werben viele Urlaubsgebiete, auch an der mecklenburgischen Ostseeküste sah ich schon das ein oder andere Plakat mit dieser Verlockung. Denn eine Verlockung ist es: Urlaub an der Küste – damit assoziiert man Strand, Meer, Sonne (ja, doch, die scheint auch in Meck Pomm, und zwar gar nicht so selten!), ausschlafen, schöne Ausflüge in die reizvolle Landschaft, Erholung, die Seele baumeln lassen, den täglichen Ballast einfach mal vergessen, Kraft tanken. Und solche Slogans sind nicht mal geschönt, denn sie versprechen ja nicht “ewigen Urlaub” sondern lediglich dort zu wohnen, wo andere Urlaub …