Gesundheit
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Selbstverordnetes Innehalten

Spätestens seit Beginn der Selbständigkeit pflege ich meine ToDo-Liste, auf die alles geschrieben wird, was ich am nächsten freien Tag erledigen muss. Natürlich kommt da auch eher offensichtlicher Kleinkram drauf, aber bevor ich irgendwas vergesse… und außerdem ist es eben ganz schön, wieder was Erledigtes durchstreichen zu können. Seit über einer Woche ist nun jeder Tag ein “freier Tag”, aber die Liste wird einfach nicht leerer. Kaum streiche ich einen Posten, kommen zwei neue hinzu. Und da ich mich ja ganz gut kenne weiß ich, dass dies wahrscheinlich ewig noch etwas länger so weitergehen wird. Mal ein wenig innezuhalten ist …

Timing und so…

Der Mitarbeiter fällt wegen Krankheit erst mal aus. Sehr ärgerlich für ihn, ich drücke ihm natürlich schwer die Daumen, dass sich sein Zustand bald bessert. Und ja, nicht nur aus Mitgefühl, sondern auch ein wenig aus Eigennutz – muss ich doch jetzt erstmal täglich im Laden stehen. Das kommt gerade zum unpassenden Zeitpunkt, ist die eigene mentale Gesundheit doch derzeit eher… nun ja, nur mäßig ausbalanciert. Wenigstens komme ich dann dazu, schon einiges im Laden auszumisten. Sind ja auch kaum Kunden da, die “stören” würden. Von den anderen Dingen, die wegen der Auflösung zu tun sind, nimmt mir Benedikt zum …

Drei mal Schlafen

Seit wir vor über sieben Jahren den Laden eröffnet haben, kann ich eigentlich nur an Sonn- und Feiertagen ausschlafen. Also so richtig. Klar, in den ersten Jahren stand ich an allen anderen Tagen sowieso im Laden, aber auch an freien Werktagen, die später hin und wieder – und seit zwei Jahren etwas häufiger – dazukamen, bin ich deutlich vor Ladenöffnung “wach” und auf. Schließlich möchte man im Falle eines Falles – sei es bei spontanen Krankmeldungen oder anderen unliebsamen Mitteilungen – möglichst direkt zu einer zumindest halbwegs adäquaten Reaktion bereit sein. Klingt natürlich komfortabel, wenn ich erst so gegen zehn …

All die dunklen Wolken

Eine Pandemie hat sich fröhlich in der Welt eingenistet, fordert allein in Deutschland mittlerweile über einhunderttausend Menschenleben, an die 20 Millionen haben sich infiziert, nicht wenig davon leiden an – noch immer nicht erforschten – Langzeitfolgen. Da die Vernünftigen häufig leise, die Dummen jedoch meist laut sind, werden wir wohl noch lange Zeit mit dem Virus leben müssen. Mit vielen weiteren Infektionen. Und weiteren Toten. In Europa wird ein souveräner Staat angegriffen und in Grund und Boden gebombt. Es ist seit dem Wegfall des eisernen Vorhangs nicht das erste mal, dass im östlichen Teil Europas Krieg herrscht, und nicht das …

Ein Jahr purzelnde Pfunde

Seit gut einem Jahr versuche ich, einen Teil der seit meinem Umzug an die Küste angefutterten Pfunde, wieder los zu werden. Scheint ganz gut gelungen zu sein, 36 Pfunde sind nämlich weg. Für die Jüngeren: Das sind 18 Kilo. Oder um es bildlich auszudrücken: Schriebe ich, wie es heutzutage ja en Vogue ist, einen Ratgeber dazu, wären dessen Seiten doch eher spärlich gefüllt, denn letztendlich würde der Inhalt lauten: Einfach weniger futtern! 😉 Klar, ich verzichte mittlerweile in der Regel auf gezuckerte Getränke, die Kuh im Kaffee ist nur noch light, aber letztendlich ist das nur Beiwerk. Ich habe auch …

Funktionieren

Die zwei Jahre Pandemie zehren massiv an den Nerven und rauben üppig Energie. Geht wahrscheinlich den meisten so. Wobei die unerträgliche Dummheit einiger Menschen fast schon gravierender ist als das Virus an sich. Passender Tweet: Ich habe das große Glück, derzeit nur zwei- bis dreimal die Woche in den Laden – und damit aus meiner geschützten Höhle – zu müssen. Und das ist gerade auch gut so, denn dort immer die notwendige, freundliche Professionalität an den Tag zu legen ist mitunter extrem anstrengend. Obwohl bald Schicht im Schacht ist, will man bei den Kunden ja doch in guter Erinnerung bleiben. …

Weg da, Sozialkontakt!

Ich bin ja bekanntlich nicht so der Typ für Menschenmassen, schon gar nicht, wenn sie mir zu eng auf den Pelz rücken. Und je bescheidener mein Gemütszustand, desto weniger Menschen ertrage ich auch direkt um mich herum – derzeit wird es bei mehr als drei Personen schon schwierig. Da kommt mir die Corona-Situation ausnahmsweise mal entgegen: Die Busse sind relativ leer, in den Laden lassen wir höchstens zwei Kunden gleichzeitig, und selbst bei meinem wöchentlichen Besuch im Supermarkt habe ich meist ausreichend Luft um mich herum. Sollte es doch mal etwas voller sein, kostet es ziemlich viel Energie, zumindest halbwegs …

Durchgepiekst

Deutlich früher als ursprünglich geplant haben wir nun unsere zweite Impfdosis erhalten. Dazu Biontec statt Astra. Wenn’s die Impfkommission schon empfiehlt, ne? Auch wenn der volle Impfschutz erst in zwei Wochen eintritt bin ich ganz froh, dass ich nun komplett durchgepiekst bin – wohl wissend, dass man sich trotz kompletter Impfung noch anstecken und gegebenenfalls unter Langzeitschäden – Stichwort “Long Covid” – leiden kann. Weshalb ich wohl weiterhin im ÖPNV oder beim Einkaufen meine Maske tragen werde, auch wenn die Pflicht dazu irgendwann fällt. Inzwischen kann man sich vor Impfangeboten ja kaum noch retten – hier in der Region wird …

Einfach mal weg

Ich bin ja nun wahrlich nicht der große Reisemensch, und mein letzter richtiger Urlaub ist auch schon Ewigkeiten her. Aber im Augenblick wünsche ich mir einfach nur, mal für vier, fünf Tage rauszukommen. Einfach mal weg. Ein kurzer Urlaub mit ein, zwei lieben Freunden, in einer schönen Gegend, in der ich vielleicht vorher noch nie war, muss ja gar nicht so weit weg sein. Den Tag in nem Straßencafé in der Fußgängerzone einer hübschen Kleinstadt sitzend beginnen, ein kleines Frühstück zu mir nehmen und die wuselnden Menschen betrachten. Entspannt in der Sonne spazieren gehen und vielleicht ganz spontan ein lecker …

Rauf… runter… rauf… runter?

Damals in Berlin hatte ich ja – wenn auch nicht ganz freiwillig – eine gewisse Schlankheit erreicht, und mich so auch rundum wohl gefühlt. Dann ging es an die Küste, und das Unheil nahm seinen Lauf: Im Laden kommt man natürlich nicht dazu, tagsüber vernünftig zu essen, wirft sich stattdessen zwischendurch eine Stulle ein – oder zwei, oder drei – um dann spät abends eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Mitunter auch sehr spät. Und Benedikt kocht ja nicht nur gerne, regelmäßig und sehr gut, nein, er kocht auch so viel, dass man locker eine fünfköpfige Familie oder wahlweise …