Schlaf
Schlaf

Flüsterwürfel

Ich gehöre zu den Menschen, denen das Kopfkino gerne mal das Einschlafen erschwert. Ein Hilfsmittel dagegen ist Musik. Und zwar leise Musik – so leise, dass ich mich konzentrieren muss, sie überhaupt zu hören, um somit eben dieses nervige Kopfkino auszuschalten. Meist klappt das auch ganz gut, mitunter höre ich von meiner Einschlafmusik gerade mal ein oder zwei Titel, bevor ich sanft entschlummer. Dank moderner Technik ist das heutzutage kein großer Aufwand: Ein paar alte PC-Lautsprecher am Bett, dazu einen MP3-Player, und alles ist schick. Jedenfalls zuhause. Wenn ich unterwegs übernachte, ist das ganze schon etwas problematischer – schließlich will …

Seltsam und verwirrend

Derzeit geschehen seltsame bis verwirrende Dinge. Die Mär vom frühen, den Wurm fangenden Vogel ist Bullshit – da hege ich eher große Sympathie für den späten Wurm, der dem frühen, vollgefressenen Vogel den Stinkefinger zeigt. Sprich: Ich bin Spätaufsteher, die ganzen Menschen, die zur – für mich – nachtschlafenden Zeit freiwillig das Bett verlassen, sind mir suspekt. Dennoch geschieht es natürlich gar nicht so selten, dass ich in der Früh aufwache – ja, alte Männer, drückende Blase – und mein Kopf mit völlig unnötiger Aktivität loslegt. Ich lasse ihn dann meist gewähren, spätestens nach ner Stunde hat der sich ausgetobt, …

Drei mal Schlafen

Seit wir vor über sieben Jahren den Laden eröffnet haben, kann ich eigentlich nur an Sonn- und Feiertagen ausschlafen. Also so richtig. Klar, in den ersten Jahren stand ich an allen anderen Tagen sowieso im Laden, aber auch an freien Werktagen, die später hin und wieder – und seit zwei Jahren etwas häufiger – dazukamen, bin ich deutlich vor Ladenöffnung “wach” und auf. Schließlich möchte man im Falle eines Falles – sei es bei spontanen Krankmeldungen oder anderen unliebsamen Mitteilungen – möglichst direkt zu einer zumindest halbwegs adäquaten Reaktion bereit sein. Klingt natürlich komfortabel, wenn ich erst so gegen zehn …

Schalter kaputt

Fünf Jahre lang drehten sich abends die letzten Gedanken vor dem Einschlafen um den Laden. Das war okay, waren sie doch letztendlich meist positiv, konstruktiv, und ließen einen lächelnd einschlummern. In den letzten Monaten drehen sich nachwievor abends die letzten Gedanken – und morgens die ersten, und auch viele dazwischen, eigentlich fast alle – um den Laden. Sie sind aber nicht mehr positiv, selten konstruktiv, das Einschlafen dauert, und lächelnd ist es schon mal gar nicht. Und irgendwie ist im Kopf der Ausschalter kaputt. Doof.

4 Tage nix!

Sieben Wochen habe ich jetzt am Stück durchgearbeitet, nur unterbrochen von den “freien” Sonntagen*, dabei so gut es geht Personallücken gestopft und zwei neue Aushilfen angelernt. Und jetzt bin ich platt, alle, komatös. Zum Glück kommen jetzt vier (!) freie Tage (!!) am Stück (!!!), und da werde ich genau nix** machen. Gar nix. Also außer lange zu schlafen natürlich. Und wenn es anschließend zumindest für zwei, drei Wochen ein wenig entspannter zugeht könnte ich gut damit leben. *Freie Sonntage bestehen in der Regel daraus, drei Stunden länger zu schlafen, entspannt zu frühstücken und den Rest des Tages die dringendsten …

Note 170809

So viel Kaffee, wie ich bräuchte um wach zu werden, verträgt mein Magen gar nicht. Vielleicht sollte man doch mal häufiger vor Mitternacht aus dem Laden und etwas mehr als nur fünf bis sechs Stunden pro Nacht schlafen… Man ist wirklich keine 46, 47 oder 48 mehr…

Note 170414

Da liegt der japanische Jahresurlaub vor einem, man kann morgen bis in die Puppen schlafen, und dann liegt man um kurz nach Mitternacht hundemüde im Bett. Andererseits, wenn ich mir diesen Herrn der Augenringe – extended version – ansehe ist das auch besser so. Programmplanung für morgen: Schlafen!

Urlaub!

Jetzt ist es tatsächlich so weit: Die Urlaubswoche beginnt! Sie ist dringend nötig, zumal nach den drei letzten extrem heftigen Tagen. Der Schlafmangel reicht eigentlich schon für fünf Tage Durchschlafen (Schade, dass man den Schlaf auf diese Weise nicht wirklich aufholen kann), aber auch einfach mal Zeit haben, das Liegengebliebene aufzuarbeiten, privaten Krams zu erledigen, und einfach nur Abschalten. “Eine Woche mal nicht an den Laden denken, am besten wegfahren, um den Kopf mal so richtig frei zu pusten” war die Idee. Gut, dass das mit dem komplett Abschalten nicht klappen würde war recht schnell klar – nur jetzt haben …

Am Limit (2)

Zum anderen ist die Arbeit für den Laden momentan recht heftig, dass ich gerade schlichtweg platt bin: Der eine Mitarbeiter fällt wegen Krankheit aus, der andere beißt auf die Zähne und hält trotz geschossener Hexe tapfer durch. Ich hatte in diesem Monat – von den Sonntagen, die ja eigentlich auch nie richtig frei sind, mal abgesehen – ganze zwei freie Tage. Und bis auf die Weihnachts- und Ostertage arbeiten wir seit zwei Jahren durch. So langsam bin ich an der Grenze angekommen, und mittlerweile habe ich die Befürchtung, dass die Rückenprobleme nicht nur an der Matratze liegen, zu deren Erneuerung …

Warnleuchten

Inzwischen bin ich an der Grenze der Belastbarkeit angekommen. Eigentlich mit einem Fuß schon drüber, aber… Arsch zusammenkneifen und so. Die Arbeit im Laden ist alleine nicht mehr wirklich zu stemmen. Wir bemühen uns um eine Aushilfe, und wahrscheinlich haben wir zumindest im August Unterstützung. Wie es dann mittelfristig aussieht… werden wir sehen. Außerdem denken wir sowohl über einen Ruhetag unter der Woche als auch über eine Woche Urlaub nach, machen uns die Entscheidung aber noch schwer. Wenn Laden zu, dann zu – und damit auch keine Einnahmen, vor allem aber unbefriedigte Kunden. Jo, selbst und ständig halt. Klar geht …