Zwei Jahre Abenteuer

Jetzt haben wir tatsächlich schon das zweite Jahr geschafft. Zwei Jahre! Und es ist nachwievor ein Abenteuer, ein schönes und zugleich anstrengendes.

Ja, vieles fehlt. Zeit vor allem. Ich hatte noch nie über einen so langen Zeitraum hinweg so wenig freie Zeit. Und noch nie über einen so langen Zeitraum hinweg so viel gearbeitet. Und doch stehe ich nach wie vor fast jeden Abend vor dem Schlafengehen am Fenster, Dampfe ein paar Züge, sinniere über den Tag, und stelle fest, dass ich zwar ganz schön fertig bin – aber auch so richtig zufrieden.

Zufriedenheit. Erfüllung. Richtiger Ort und richtige Zeit und so. Die Entscheidung, dieses Abenteuer zu wagen, war sicher eine der besten meines Lebens (wobei man jetzt wieder die Frage stellen könnte, inwieweit der Mensch selbständig Entscheidungen… aber lassen wir das). Ich bin dankbar für diese letzten zwei Jahre, und von mir aus darf es auch gerne noch eine Zeit lang so weitergehen. Und vielleicht lassen sich ja eines Tages sogar Erfüllung und Zeit in Einklang bringen.

Fotos von der Geburtstagsfeier gibt es bei den Schnuten.

1+

Schon ein Jahr!

Heute vor einem Jahr haben wir unseren Laden eröffnet. Ein Jahr schon? Oder erst ein Jahr?

Gerade mal ein Jahr her…

Klar ist das vorige Leben noch irgendwo präsent, aber eben auch unheimlich weit weg – so viel ist seit dem Umzug und erst recht seit der Eröffnung vergangen. Andererseits – wirklich schon ein Jahr?

Guggst du Beitrag im Schnuten-Blog: Das erste Jahr.

0

Schnutenblog reloaded

Da wir die meiste freie Zeit gemeinsam verbringen, könnten wir ja eigentlich auch die Schnutenseite reaktivieren – dachten sich Benedikt und ich uns bereits seit geraumer Zeit. Da ich sowieso endlich mal wieder ein bisschen der Blogbastelei frönen wollte habe ich in den letzten Tagen ein paar freie Minuten genutzt und das Blog neu aufgesetzt, und, da ein leeres Blog eher doof aussieht, zusätzlich zum aktuellen Beitrag auch ein bisschen weiteren Inhalt reingeworfen – teils aus dem StefBlog, teils Gesabbeltes, aber auch das ein oder andere bislang noch nicht veröffentlichte, für das es allerhöchste Zeit wurde. Natürlich ist die Seite selbst noch lange nicht so perfekt wie ich das gerne hätte (gut, eine Webseite ist sowieso nie so perfekt wie… egal), mit dem Template bin ich noch nicht so zufrieden und das ein oder andere fehlt noch, aber wenn ich irgendwann noch mal viel Zeit und Muße habe…

Wie viel im Schnutenblog auf Dauer passiert weiß ich natürlich nicht – der Alltag lässt ja, wie Stammleser wissen, nur wenig Zeit – aber wir lassen uns einfach mal überraschen. Dampfcontent gibt es dort übrigens nur sehr selten, dafür haben wir ja noch die Dampfschnutenseite – auf der gerade auch nicht all zu viel… ach, lassen wir das. 😉

Wie auch immer – wer mag schaue einfach mal auf der Seite vorbei.

0

Living next door to…

Bevor ich hier hoch zog war für mich klar, ich ziehe nach Rostock rein. Zwar nicht in die Innenstadt oder die prenzelbergisierende KTV, das wäre unbezahlbar, sondern in die Trabantensiedlungen, die zwar nicht wirklich schön aber praktisch, leidlich bezahlbar und vor allem gut per ÖPNV angeschlossen sind. Es kam bekanntlich anders, im Nachbaraufgang zu Benedikt wurde plötzlich ne Wohnung frei, der Rest ist bekannt. Ich also nach 7 Jahren Berlin plötzlich wieder auffem Dorf? Dazu in einem, naja, nicht gerade architektonisch hübschen? Dessen einzige Nahversorgungsstelle die örtliche Tanke ist? In eine Hausgemeinschaft, zu der im Gegensatz dazu meine Nachbarn in Berlin geradezu desinteressiert bis ignorant waren?

Nun, die Wohnung selbst ist, bis auf fehlenden Balkon und Gästezimmer, absolut okay, um von den Nachbarn all zu oft behelligt zu werden bin ich viel zu selten zuhause, und der Bus fährt werktags immerhin alle 30 Minuten. Das alles rechtfertigt den Umzug aufs Dorf allerdings nur sehr bedingt. Viel mehr zählt die Tatsache, dass wir bis spät abends noch zusammen am PC sitzen und arbeiten, was so persönlich nicht nur angenehmer sondern häufig auch praktischer ist als per Videotelefonie. Oder das man die gemeinsame  Heimfahrt im Auto noch zu Besprechungen nutzt. Oder dass man zum gemeinsamen sonntäglichen Spätstück nur ne Haustür weiter muss. Oder dass man gemeinsam nach ner anstrengenden Woche am späten Samstag Abend das Wochenende mit dem Hai Alarm am Müggelsee einläutet und sich einfach nur herrlich amüsiert. All das wäre bei ner Wohnung in Rostock schwierig bis unmöglich geworden.

Wie mal wieder so oft im Leben: wenn man selbiges einfach machen und sich drauf einlässt ist es genau richtig. 🙂

0

Endlich ist es soweit

Lange haben wir drauf hingearbeitet, und endlich ist es soweit: Die Eröffnung! Eigentlich hätte dieser Tag eine größere Würdigung verdient, mit einem umfangreichen Fotoalbum und einem ausführlichen Beitrag. Für Zweiteres fehlt gerade – welch Überraschung – die Zeit, aber zumindest mit Ersterem kann ich dienen, wenn auch “nur” bei Fäisbuck.

Soviel sei aber an dieser Stelle geschrieben: Es war eine saugeile Eröffnung! Die Stimmung war gut, es war richtig viel los, und die Euphorie war so groß, dass selbst der Schlafmangel nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Vielen Dank fürs Daumendrücken, fürs Mutmachen, für die lieben Wünsche – und vor allem an Corinna für die Unterstützung vor Ort.

Geschafft – aber glücklich

Jetzt beginnt der Alltag, wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Die Eröffnung wird uns aber in jedem Fall als eine absolut gelungene Sache in Erinnerung bleiben!

2+

Noch 3 mal (kurz) schlafen…

Noch 3 Tage – also kalendarisch zwei, aber dem der Morgen graut noch nicht, also ist für mich noch Mittwoch – bis zur Eröffnung. Heute erschien unsere Anzeige nebst eines kurzen Artikels über uns im hiesigen Käseblättchen in einer der lokalen kostenlosen Zeitungen:

In ruhigen Minuten meldet sich eine gewisse Nervosität, aber zum Glück haben wir nach wie vor sehr wenige ruhige Minuten – auch diesen Beitrag habe ich mir kurz vor (oder während) dem Einschlafen per Mail vorgeschrieben. Der Laden ist fertig eingerichtet (klar, man könnte noch hier, man könnte noch das, aber man braucht ja noch was zum wachsen), die Ware zum größten Teil gut verräumt, jetzt geht es schon fast Richtung Feinschliff. Es gab einige die meinten, das ganze sei in der kurzen Zeit nicht zu schaffen – und in manch schwacher Sekunde dachten wir das auch. Aber wir haben kräftig geschuftet, sind auch ganz schön alle, aber zuversichtlich, dass am Samstag alles klappt.

Zur Unterstützung am Eröffnungstag haben sich schon einige liebe Menschen angekündigt – auch welche, die man bislang nur aus dem Netz kennt und solche, die eine ganz schön lange Anreise in Kauf nehmen: Wir freuen uns auf euch. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Leserschaft, die nicht live dabei sein kann, mit Foto- und evtl. gar Filmmaterial zu beglücken.

So, und jetzt: Bett!

Zeitungsausschnitt inkl. Foto: Warnow Kurier

1+

Volldampfwochenende

1300 Kilometer Autofahrt, viel zu wenig Schlaf, ein temporär schwer verkorkstes Geschmackszentrum, schmerzende Sollbruchstellen, rauchende Köpfe. Aber auch nette Begegnungen, gute Gespräche, leckere Dampferei, angenehmer Nerdismus und vor allem sehr viel Input. Wir waren, wie geschrieben, in Oberhausen bei der diesjährigen Dampfermesse. Über 3000 Besucher am ersten, knapp 2000 am zweiten Tag – die Dampferei scheint immer mehr in der Gesellschaft anzukommen.

Ein Fazit mit einigen Fotos findet ihr – natürlich – bei den Dampfschnuten. Ich könnte hier auch noch was zu unserer günstigen Unterkunft, der einzigen Pott-Currywurst bei unserem Aufenthalt, der Oberhausener Fußgängerzone, dem guten, preiswerten Asiaten, der uns fast schon als Stammgast ansah und noch weiteren schönen und kuriosen Begebenheiten schreiben (zum Beispiel als wir beim Bummel in der Fußgängerzone von einer uns bis dahin völlig unbekannten Frau mit “He, seid ihr nicht die Dampfschnuten?” angesprochen wurden), aber, genau, die Zeit. Also gibt’s an dieser Stelle einfach nur einen kleinen Schnappschuss:

Und wer dann wirklich noch weitere Eindrücke haben will schaut sich zum Beispiel die Fotos beim Dampfermagazin an.

0

Von Termin zu Termin

Eigentlich müsste wollte ich ja noch einen Beitrag über den ersten Besuch, den ich in meinem neuen Domizil bekam, schreiben. Aber es fehlt, richtig, die Zeit. Irgendwann wird der Beitrag nachgeholt, so einige schöne Fotos liegen dafür schon bereit, zur Überbrückung gibt’s einfach mal diesen Schnappschuss:

Ja, es waren schöne (wenn auch zu kurze) 24 Stunden, und ja, wir hatten mächtig Spaß inne Backen! 🙂

Morgen geht es – zu nachtschlafender Zeit – in den wilden tiefen Westen. Unterwegs stehen noch einige Termine an, und am Wochenende werden wir uns dann auf der Dampfermesse rumtreiben (wer einen Einblick von dort erhalten will kann ja einen Blick auf den Livestream werfen, erreichbar unter live.steam-team.de). Wir werden den ein oder anderen Kontakt knüpfen, das ein oder andere Liquid testen, und irgendwann Sonntag Nacht völlig erledigt wieder hier aufschlagen. Dann werden wir sicher deutlich weniger wach aussehen als auf diesem, von Corinna geknipsten Foto…

…das, wer weiß, vielleicht noch einen besonderen Platz in der Schnutschen Geschichte einnehmen wird. 😉

0