SelbstUndStändig
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Ende mit Ansage

Ein halbes Jahr Evali, direkt im Anschluss zwei Jahre Corona, dann in einem halben Jahr die Steuer… Nach zweimaligem Aufschub ist nun im Sommer endgültig Schluss: Dieser Schritt war schon länger klar, er ist logisch und auch richtig, trotzdem ist es gerade ein merkwürdiges Gefühl. Wehmut und so. Allerdings war das ewige Hin und Her zuletzt auch eine nicht zu verachtende Belastung, die nun wegfällt, und vielleicht schlafe ich ja jetzt auch wieder etwas besser. Das neue Jahr startet also mit einer weiteren neuen Erfahrung, nämlich der Abwicklung und Auflösung des Ladens. Jetzt möchte ich aber erst mal die Weihnachtszeit …

Verlängerung

Rein von den Zahlen her macht es absolut keinen Sinn, den Laden weiter zu betreiben. Bereits 2020 waren sie nicht so, dass man von “gesund” sprechen konnte, aber das letzte halbe Jahr verlief wegen der ganzen Einschränkungen natürlich katastrophal. Und so war bereits alles für das endgültige Aus zum Jahresende vorbereitet. Allerdings gibt es nachwievor keine Pläne für die Zeit danach, und als Kunde des Jobcenters hat man nicht nur sehr wenig Geld zur Verfügung, man wird von denen auch maximal genervt und gegängelt. Also begann erneut das Rechnen. Und die Abwägung. Das letzte halbe Jahr war extrem, wir konnten …

Hü und hott, hin und her, auf und zu

Unsere Kanzlerin wollte dem peinlichen Treiben der Landesfürsten nicht länger tatenlos zusehen und hat beschlossen, die Corona-Maßnahmen auf Bundesebene zu ziehen. So weit, so gut – und eigentlich seit einem halben Jahr überfällig. Bis die – bereits jetzt wieder von etlichen Provinzfürsten kritisierte – Umsetzung durch ist dauert es noch. Klar, Pandemie und so, eilt ja nicht. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern handelt etwas schneller: Ab Montag bleiben wieder die meisten Läden geschlossen, die Kontaktbeschränkungen werden angezogen, und die Schulen und Kitas werden – bereits deutlich vor der Inzidenz von 200 – geschlossen. Besonders Letzteres halte ich in Anbetracht der massiv …

Wie du’s machst…

Die Inzidenzzahlen in der Stadt sind – schon seit langem – recht niedrig, so dass wir eigentlich den Laden öffnen dürften. Allerdings nur für die Stadtbewohner – im angrenzenden Kreis liegt der Inzidenzwert über 100, so dass wir die Landbevölkerung ausschließen müssten. Ich bin der Meinung, dass die jetzigen Öffnungen generell zu früh kommen und habe beschlossen, den Laden offiziell geschlossen zu lassen und weiterhin den Abholservice anzubieten. (Natürlich wird jetzt niemand, der vor dem Laden steht, weggeschickt – je nach Situation wird er an der Türe bedient oder, sofern er die Luca-App nutzt, auch reingelassen.) Die eine Hälfte der …

Danke, ihr Janas

Da isser also, der zweite Lockdown. Kam schneller als vermutet, und ja, natürlich sind auch wir davon betroffen*. In Anbetracht der Entwicklung ist es sinnvoll, keine Frage, auch wenn wir hier oben im Bundesland und vor allem der Stadt mit den niedrigsten Fallzahlen sind. Ob das alles nötig wäre, wenn sich alle an die Auflagen gehalten hätten? Klar, man kann sich und andere einfach nicht komplett schützen, dann müsste man wirklich völlig alleine in der Hütte bleiben und vom gehamsterten Klopapier leben – sobald man sich unter Menschen begibt ist der Schutz halt nicht mehr 100%. Trotzdem wage ich die …

Nicht mal ansatzweise…

Heute vor sechs Jahren haben wir unseren Laden eröffnet. Wir waren überwältigt vom Zuspruch, am Ende des Tages auch recht zuversichtlich für die Zukunft, ahnten aber nicht mal ansatzweise, wie toll das folgende Jahr werden sollte. Heute vor fünf Jahren feierten wir unser Einjähriges, eine schöne Party nach einem erfolgreichen ersten Jahr – und wir ahnten nicht mal ansatzweise, wie viel erfolgreicher und schöner die nächsten Jahre werden sollten. Heute vor einem Jahr feierten wir unser 5jähriges. Wieder wurde es eine tolle Party mit vielen, teils langjährigen Stammkunden – und wir waren durchaus zuversichtlich, uns von der schlechten Lage nach …

Die Maskenfrage

Der hiesige Wirtschaftsminister regt an, die Maskenpflicht im Einzelhandel, zumindest in den nördlichen Bundesländern, abzuschaffen. Der Handel wolle das so. Zugegeben, hier oben gibt es derzeit kaum Corona-Fälle, außerdem wäre, gerade für uns, ohne Maske alles ein bisschen einfacher: Allerdings wimmelt es hier oben gerade von Touristen, und die Masken sind – neben ausreichendem Abstand – momentan der einzig halbwegs sinnvolle Schutz. Ich wäre da also ein wenig hin und her gerissen. Nun, der Wirtschaftsminister bekommt bereits heftigen Gegenwind. Übrigens nicht nur aus der Politik – auch in meiner Twitter-Timeline findet dieser Vorstoß eher wenig Zustimmung, nach dem Motto “Keine …

Zum Leben zu wenig…

Eine merkwürdige Situation ist das gerade im Laden. Die Corona-Pandemie hat uns, wie viele andere auch, schwer gebeutelt – zum einen natürlich in den Wochen, in denen geschlossen war, aber auch jetzt, wo die Kontaktbeschränkungen weitgehend aufgehoben sind bzw. von den meisten Leuten großflächig ignoriert werden. Aber die Lust aufs entspannte Shoppen hat sich, wie befürchtet, immer noch nicht eingestellt. Ob es nun die Maskenpflicht ist, die Einschränkungen gerade in kleinen Läden, die fehlende Kohle oder generell die Ungewissheit wie es weitergeht – all das wird wohl dazu beitragen. Außerdem hat der ein oder andere wohl gemerkt, dass Shopping auch …

Schalter kaputt

Fünf Jahre lang drehten sich abends die letzten Gedanken vor dem Einschlafen um den Laden. Das war okay, waren sie doch letztendlich meist positiv, konstruktiv, und ließen einen lächelnd einschlummern. In den letzten Monaten drehen sich nachwievor abends die letzten Gedanken – und morgens die ersten, und auch viele dazwischen, eigentlich fast alle – um den Laden. Sie sind aber nicht mehr positiv, selten konstruktiv, das Einschlafen dauert, und lächelnd ist es schon mal gar nicht. Und irgendwie ist im Kopf der Ausschalter kaputt. Doof.

Auf und ab, hü und hott

Seit Anfang der Woche dürfen wir den Laden, wenn auch mit Auflagen, wieder öffnen. Da das Volk möglichst Zuhause bleiben soll – und sich zumindest teilweise auch daran hält – ist die Innenstadt natürlich relativ leer, weshalb wir auch nicht gerade überrannt werden. Aber die Kunden, die erscheinen, sind richtig glücklich und kommen meist auch mit den Hygieneregeln – und den damit verbundenen Einschränkungen – ganz gut klar. Soweit, so gut. Natürlich kann ich derzeit unseren Personalschlüssel nicht halten: Die Öffnungszeiten sind reduziert, außerdem darf immer nur ein Kunde im Laden sein, und so steht halt an den einen Tagen …