Urlaub! Schön, aber… (2)

Nun habe ich meine – mindestens – vier Wochen Urlaub, aber so war das irgendwie nicht geplant.

schrub ich vor ein paar Tagen.

Tja, von Urlaubsfeeling ist bislang wenig zu spüren – allein das tägliche Stellen des Weckers, zumal weit ab der Komfortzone, lässt das nicht zu. Bis in den späten Nachmittag ist dann der Tag gefüllt von Telefonaten mit dem Steuerberater, der – im Ergebnis meist frustrierenden – Recherche nach möglichen Hilfen, dem Wühlen durch und Ausfüllen von Formularen und Anträgen und ähnlich erbaulicher Kurzweil. Der Anteil des “Homeoffice” – Kommunikation mit Kunden und Händlern, Warenannahme und Bestellungen – nimmt zwar nur einen kleinen, täglich geringer werdenden, Teil des Tages ein, lässt einen aber auch nicht wirklich den Schalter umlegen. Und dann sind da natürlich noch die Sorgen, die man sich um den Laden, seine Mitarbeiter und ganz zuletzt auch ein wenig um sich selbst macht: Wie lange bleiben die Läden geschlossen? Und wenn sie wieder öffnen dürfen – wann kehrt wieder so etwas wie Alltag ein? Werden wir die ganze Scheiße wirtschaftlich überleben?

Mal so richtig abschalten? Am Arsch!

Die Sorge um die körperliche Unversehrtheit meiner Lieben kann ich so halbwegs verdrängen – die ist sowieso ständiger Wegbegleiter. Wenn sich die ersten im Freundes- oder Familienkreis anstecken sieht das wahrscheinlich auch anders aus, aber bislang scheinen ja zum Glück alle verschont zu sein.

Für die nächsten Tage habe ich mir selbst ein wenig Entschleunigung auferlegt: Abschalten, ausschlafen, mal durchs leere Dorf spazieren, mit den Liebsten telefonieren, die schönen Dinge tun, die man in jedem Urlaub täte. Kraft sammeln! Diese werde ich brauchen um die nächsten Schritte anzugehen, denn der ganze Mist ist noch längst nicht ausgestanden. Mal sehen, wann dann wieder so ein richtiger Urlaub kommt – da wäre ich dann wahrscheinlich schon mit einer Woche mehr als zufrieden…

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Urlaub! Schön, aber…

Ein wenig urlaubsreif bin ich ja schon länger. Die verlängerten Wochenenden, die ich mir zuletzt ab und an gegönnt habe, taten zwar gut, aber so richtiges Abschalten war natürlich nicht drin. “Mal so drei, besser vier Wochen Urlaub, das wärs” dachte ich letztens “aber das geht nunmal nicht”. Tja, nun habe ich meine – mindestens – vier Wochen Urlaub, aber so war das irgendwie nicht geplant.

Seit heute ist der Laden bis mindestens Mitte April geschlossen. In einigen Bundesländern gelten Dampfshops zwar (noch?) als notwendig für den täglichen Bedarf, aber das Verbot ist ja nur die eine Sache, die Gesundheit eben die andere. Ich trage nicht nur für die Gesundheit meiner drei Angestellten die Verantwortung, sondern auch eine kollektive – um die Ausbreitung des Virus einzudämmen müssen Kontakte im Augenblick einfach so gut es geht vermieden werden, und je weniger Läden geöffnet haben, um so einfacher ist dies durchzuziehen.

Generell sollten in dieser Situation noch weitaus mehr Einrichtungen geschlossen werden. Wer muss denn jetzt noch in ein Restaurant einkehren? Wozu müssen zum Beispiel Gartenbau-Center geöffnet bleiben? Ich bin weitab von Hysterie und Verbotswahn, aber hier muss einfach rigoroser durchgegriffen werden, da der Großteil des Volkes offensichtlich den letzten Rest Eigenverantwortung versoffen hat – anders sind fröhliche Happenings auf Spielplätzen und ausufernde “Corona-Partys” ja nicht zu erklären.

Natürlich schmerzt jeden Gewerbetreibenden eine Schließung – zumal bezweifelt werden darf, dass in vier Wochen die ganze Scheiße vorbei ist. Ja, es wird Härtefälle geben, Existenzängste, Insolvenzen. Es wird viele Leute treffen, wahrscheinlich noch viel mehr und viel härter, als man sich das jetzt ausmalen kann – zumal niemand zur Zeit voraussagen kann, was noch alles passiert. Trotzdem müssen wir da jetzt alle durch, hilft ja nix.

Ich bin mit der Schließung mit mir im Reinen, jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich die Lage in absehbarer Zeit beruhigt und wir die Kunden, von denen wir uns gestern noch mit “bleib gesund, bis bald” verabschiedet haben, auch wirklich bald gesund wiedersehen.

Und bis dahin mache ich – wenn auch etwas anders als geplant – Urlaub, urlaubsreif bin ich ja, nach den letzten Tagen erst recht…

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Ja!Nuar

Traditionell ist der Januar ja bescheiden – das Wetter ist furchtbar, alle sind krank, die Kundenfrequenz ist übersichtlich. Gut, Letzteres ist auch in diesem Jahr so (alles andere wäre auch schwer merkwürdig), aber zumindest bislang sind alle gesund, und so konnte ich tatsächlich eine ganze Woche urlauben! Und dieser Urlaub stand – mal wieder – ganz im Zeichen der entspannten Erholung und des süßen Nichtstuns!

Ein typisches Nachmittags-um-15 Uhr-Foto:

Aber auch das Wetter spielte mit! Nun gehöre ich ja zu den Leuten, die das Konzept “Sonne” verstanden haben – die scheint nämlich auch durch das Fenster rein, da muss ich nicht unbedingt die Wohnung verlassen – dennoch gönnten wir uns einen kleinen Ausflug – Mitte Januar, 12° und relativ sonnig, da kann man einfach nicht widerstehen!

Kleines Schmankerl am Rande: Durch den zusätzlichen freien Montag wirkte der Urlaub drei Tage länger – das merke ich mir also fürs nächste mal.

Das Ziel des Urlaubs war die Erholung, und es steht fest: Sie haben Ihr Ziel erreicht! 🙂

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Erholung pur

Eine Woche Urlaub geht zu Ende. Ja, richtig gelesen: Eine! Ganze! Woche! Und diese Woche bestand tatsächlich mal aus nix: Keinen Wecker gestellt, keinen Termin gemacht, noch nicht mal eine meiner üblichen To-Do-Listen erstellt! Lediglich einmal nachgeschaut, ob das Meer noch da ist…

Meer – noch da

…ansonsten eine Woche lang einfach mal “gewohnt” – das erste mal seit über fünf Jahren! Die Befürchtung, dass mir spätestens am Donnerstag die Einsamkeit auf den Zeiger gehen würde, bewahrheitete sich übrigens nicht.

Urlaubsparadies Balkon – Symbolfoto

Es dürfte sich ruhig eine weitere Urlaubswoche anschließen, gerne dann auch mit ein paar Ausflügen, aber das ist nun mal nicht möglich – im Gegenteil, die nächsten Wochen dürften wieder heftig werden. Umso wichtiger war dieser Urlaub, und ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass das Konzept des Nichtstuns (bei mir) funktioniert und so erholsam sein kann. 🙂

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4 Tage nix!

Sieben Wochen habe ich jetzt am Stück durchgearbeitet, nur unterbrochen von den “freien” Sonntagen*, dabei so gut es geht Personallücken gestopft und zwei neue Aushilfen angelernt. Und jetzt bin ich platt, alle, komatös.

Zum Glück kommen jetzt vier (!) freie Tage (!!) am Stück (!!!), und da werde ich genau nix** machen. Gar nix. Also außer lange zu schlafen natürlich.

Und wenn es anschließend zumindest für zwei, drei Wochen ein wenig entspannter zugeht könnte ich gut damit leben.

*Freie Sonntage bestehen in der Regel daraus, drei Stunden länger zu schlafen, entspannt zu frühstücken und den Rest des Tages die dringendsten der unter der Woche liegengebliebenen Dinge zu erledigen. Ab und zu ein Spaziergang durchs Dorf und ein Ausflug an die Wasserkante ließen einen ein wenig durchschnaufen, insgesamt war der Erholungsfaktor eher übersichtlich.

** Nix bedeutet wirklich nix. Naja, bis auf die Sachen, die man ja schon so lange erledigen wollte… und die man, wenn man schon mal Zeit hat… außerdem wollte ich ja schon länger mal… und wenn man schon mal dabei ist… Aber sonst wirklich nix! Gar nix!

4+

Aufbauprogramm

Nochmal ein wunderschöner, warmer Herbsttag, vermutlich einer der letzten in diesem Jahr. Der wird zu einem kleinen Ausflug genutzt…

…und dieser tat nach den letzten, eher suboptimal verlaufenen Tagen auch so richtig gut! Also als seelisches Aufbauprogramm ist diese Gegend hier wirklich perfekt. 🙂

(Mehr Fotos gibt’s bei den Schnuten)

3+

D-Tour 18 III – Reisezahlen

Rostock – Stuttgart:
630 Kilometer, 1 Stunde 25 Minuten, 146 €.
1,72 € pro Minute, 0,23 € pro Kilometer.
Verspätung bei Abflug / Ankunft: 90 Minuten / 90 Minuten
Entspannungsfaktor: Hoch

Stuttgart – Köln:
348 Kilometer, 2 Stunden 14 Minuten, 99 €.
0,74 € pro Minute, 0,28 € pro Kilometer
Verspätung bei Abfahrt / Ankunft: keine / keine
Entspannungsfaktor: Sehr hoch

Köln – Rostock:
674 Kilometer, 5 Stunden 57 Minuten, 54 €.
0,15 € pro Minute, 0,08 € pro Kilometer.
Verspätung bei Abfahrt / Ankunft: 60 Minuten / 90 Minuten
Entspannungsfaktor: Och jo, ganz okay

Fazit: Je schneller am Ziel, desto teurer (ach?), ob Flug oder Zug – Verspätung ist reine Glückssache, und das Ankommen ist sowieso das Schönste. 😉

5+

D-Tour 18 I – Fazit

Seit drei Tagen bin ich wieder im Alltag drin, und schon fühlt es sich an, als sei der Urlaub bereits Wochen her. Fünf Tage sind vielleicht doch etwas kurz, aber ich bin ja froh, dass es überhaupt geklappt hat.

Es tat gut, mal so richtig abzuschalten, wobei dies die ersten zwei Tage auch ein bisschen unfreiwillig war – spätestens zur nächsten Tour brauche ich einen anderen Netzanbieter, außer Textnachrichten ließ O2 auf dem Lande nichts zu – geht mal gar nicht!

Ich habe die – kurze – Zeit jedenfalls sehr genossen, das Abschalten, den Tapetenwechsel, die Gespräche, die Spaziergänge, das Schlemmen, vor allem aber die Gegenwart der Lieben.

So sehr ich den Ausflug in die “große Stadt” genossen habe – ich kann mir nicht mehr vorstellen, wieder in Köln oder Stuttgart (oder auch Berlin) zu wohnen – viel zu viele Menschen, viel zu dreckig, viel zu laut. Eine richtige Alternative zum Leben an der Küste gibt es für mich gerade eh nicht, wobei ich es nach den Tagen wieder sehr bedaure, so weit ab vom Schuss zu leben – die Lieben würde ich gerne wesentlich häufiger sehen, aber von hier aus ist das doch eine ziemliche Strecke, die man – auch per Flugzeug – nicht mal eben für ein Wochenende macht. Trotzdem sollte es bis zur nächsten Tour nicht wieder fünf Jahre dauern! Und so richtig gelungen ist ein Urlaub ja dann, wenn man heimkommt, vom Bahnhof abgeholt wird (und sogar eine liebe Willkommenskarte im Briefkasten wartet), man dann abends endlich wieder im eigenen (!) Bett liegt und feststellt, dass dies ein richtig schöner Urlaub war. 🙂

D-Tour 18 II – Eindrücke | D-Tour 18 III – Reisezahlen

6+

Deutschlandtour – der nächste Versuch

Eigentlich sollte die “Deutschlandtour” ja schon vor einem Jahr stattfinden – der Rücken hatte bekanntlich was dagegen. Nun also ein neuer Anlauf, die Tickets liegen bereit, die Klamotten sind gepackt, die Dampfutensilien sorgfältig ausgewählt, und natürlich befürchte ich wieder, 1000 Dinge vergessen zu haben.
Es wird höchste Zeit für diese Tour: Der letzte Besuch bei meinem Vater vor zwei Jahren war nicht so wirklich die Party, in Köln war ich zuletzt tatsächlich vor fünf Jahren, und ehrlich gesagt würde mir eine kurze Auszeit auch ganz gut tun – wobei es sich schon sehr merkwürdig anfühlt, den Laden für ein paar Tage “allein” zu lassen. Auf die Reise selbst freue ich mich nur mäßig – die letzte Zugfahrt ist ja noch in guter Erinnerung – aber vielleicht kommen ja diesmal keine Unwetter, Selbstmörder, Streiks oder ähnlich Unerfreuliches dazwischen. Auf das Wiedersehen mit den Lieben hingegen freue ich mich sehr, mal sehen, wie viele von ihnen ich noch erkenne. 😉 Die nächsten Tage bin ich also eher selten online, ab und zu gibt’s vielleicht mal ein Posting auf Fäisbuck, aber wenn man von mir erstmal nichts liest sollte das eher ein gutes Zeichen sein. 😉
5+