Wer will am Maifeiertag schon über den historischen Jahrmarkt in Dahlem oder das Biesdorfer Blütenfest bummeln, die Tulipan in den Britzer Gärten oder den Kulturlustgarten in Mariendorf besuchen, mit dem Mauerguide durch Berlin zockeln, sich dem Thementag zum bedingungslosen Grundeinkommen widmen, aufs Myfest gehen oder gar am Mai-Schrei teilnehmen? Ich bleibe da viel lieber im Bett liegen und erhole mich wie Fürst Frederick von der Nichtarbeit. Nächstes Jahr ist ja voraussichtlich wieder ein erster Mai… *soifz*
Berlin
Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen (Hildegard Knef)
Zeit für einen kleinen “Sonntagsspaziergang”? Zum Beispiel auf der Strecke Jannowitzbrücke – Brandenburger Tor? Beginn so gegen 13 Uhr? Dann bringt bei der Gelegenheit doch eure Tibetflagge mit…
Die International Campaign for Tibet Deutschland, die Tibet-Initiative Deutschland, Regionalgruppe Berlin und der Verein der Tibeter in Deutschland rufen für den 20.4. in Berlin auf zu einem Friedensmarsch aus Solidarität mit Tibet.
Die Demonstration beginnt am 20.4., um 13.00 Uhr vor der chinesischen Botschaft in Berlin (S/U-Bahnhof Jannowitzbrücke) und endet gegen 17.30 Uhr nach einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Die Veranstaltung steht unter dem Motto “Dialog statt Gewalt – keine Menschenrechtsverletzungen in Tibet – Schutz für Menschenrechtsverteidiger in China” und wird unterstützt von amnesty international und der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Alle Infos auf der Webseite der Campaign for Tibet
Wie geschrieben werden Berlins Straßen gerade von aggressiven Sammelwütigen übervölkert. Nun scheint es so, dass nicht nur die Methoden der Typen merkwürdig sind, sondern dass auch das Geld nicht dort ankommt, wo es ankommen soll. Warum verwundert mich das jetzt nur bedingt?
Aus aktuellem Anlass wird der Samstagsspaziergang vor der chinesischen Botschaft stattfinden:
Seit dem 10. März 2008 spitzt sich die Lage in Tibet zu. Es wird derzeit von mehreren Tausend Demonstranten in Lhasa sowie von brennenden Autos, Schüssen, zahlreichen Verhaftungen und sogar Toten berichtet. Lhasa ist abgeriegelt und der Nachrichtenfluss aufgrund der chinesischen Kontrollen praktisch zum Erliegen gekommen. Man spricht von den größten Protesten seit 1989.
International finden Protest- und Solidaritätskundgebungen statt. So auch in Berlin:
Wann: Samstag, 15. März 2008, 12.00 Uhr
Wo: vor der Chinesischen Botschaft (S Jannowitzbrücke)
Man sieht sich?
Nachtrag:
Ungefähr 70 Personen hatten sich vor der Botschaft versammelt, viele von ihnen mit der – in China verbotenen – tibetischen Nationalflagge. Es gab ein paar kurze Wortbeiträge, ein Gebet in Gedenken an die Opfer, und zum Schluss sangen die anwesenden Exil-Tibeter noch ihre Nationalhymne.

[Man beachte die Symbolik: Die tibetischen Flaggen von der Sonne angestrahlt, die chinesische Flagge an der Botschaft im Schatten, und es ist kurz vor zwölf...]
Weitere Aktionen wurden angekündigt, auf der Webseite der Tibet-Initiative Deutschlands und von Save Tibet kann man sich auf dem Laufenden halten.

Ich war Knut, ich war Papst, ich war Kanzlerin – und jetzt bin ich Berlin. Jedenfalls wenn man der Werbekarte glaubt, die heute wohl alle Berliner im Briefkasten hatten. Über den Slogan will ich nix sagen, das wird an anderer Stelle schon nett diskutiert. Merke: Du bist also nicht das, was du bist, sondern was zugedröhnten kreativen Redakteuren und Werbefuzzis so aus den überanstrengten Hirnwindungen rauspurzelt – oder wo die Idee auch immer rausquoll. Je nun, an dieser Stelle bedanke ich mich bei uns Wowi für seine herzlichen Grüße und ziehe es dann doch vor, der Stef zu bleiben.
Die S-Bahnen sollen in Berlin wohl halbwegs nach Plan fahren, das Fahrrad bleibt eingemottet. Interessant dürfte die Mitfahrkampagne vom VBB für einige Berliner sein.
Die BVG streikt weiter, dazu wurde ja schon das ein oder andere hier im Blog diskutiert. Und in zig anderen Blogs wohl auch. Einig sind sich u.a. Mike und ich, dass die Streikenden mehr Präsenz zeigen sollten. Ja, sie müssten wohl mit einigen Fragen und eventuell sogar Pöbeleien rechnen, aber sie würden wohl doch einige Pluspunkte sammeln und vielleicht auch Solidarität von den Berlinern erfahren.
Liebe BVG,
euren Abokunden das Schreiben mit der Ankündigung einer Fahrpreiserhöhung just zu dem Zeitpunkt zuzusenden, an dem ihr keinerlei der dort beworbenen Leistungen bringt, ist vom Timing her Katzenkacke bestenfalls suboptimal. Aber mit dem Timing scheinen es die Personentransporteure in Berlin ja eh nicht zu haben…
Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Streik: We like strike und Schämt euch.




















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