Nach mehreren vergeblichen Versuchen gab’s die Tage endlich mal wieder einen Besuch im Little Tibet. Wir hatten das Gefühl, dass sich die Karte ein klein wenig verändert hat – machte aber nix, lecker war’s! Bereits ein paar Tage vorher wollten wir dort schon einkehren, der Hinweis an der Eingangstüre, dass man gerade an diesem Tag geschlossen hat, weil die Betreiber dem zur Zeit in Deutschland weilenden Dalai Lama einen Besuch abstatten wollten, ließ uns dann eben einen “Alternativ-Tibeter” testen: Das Tibet Haus, nach eigener Aussage das erste Tibetanische und Nepalesische Restaurant in Deutschland.

Erster Eindruck: Deutlich kleiner, enger, wuseliger als das “Little Tibet”, die Karte auch eher tibetanisch-thailändisch-indisch gemischt. Bei schönen Sommertagen kann man relativ angenehm draußen sitzen, und wenn dort kein Platz mehr frei ist, lassen die weit geöffneten Fenster auch im (vorderen) Innenraum “Draußen-Atmosphäre” aufkommen. Der Service ist flink und freundlich, ausgewachsene Speisen kosten zwischen 5 und 9 Euronten. Das Essen – wie üblich kreuz und quer durch die Speisekarte – schmeckte sehr gut, die Momos waren sogar noch eine Spur schmeckiger als beim “erklärten Stamm-Tibeter”. Lediglich der Seebär klagte anschließend ein wenig über einen unangenehmen Nachgeschmack.
Fazit: Das “Little Tibet” wirkt irgendwie “tibetischer”, ist auch ruhiger und entspannter. Das “Tibet-Haus” ist wuseliger, hier dürften auch “nicht explizite Tibet-Esser” auf der Karte eher fündig werden. Für einen lauen Sommerabend wäre das Tibet-Haus also eher geeignet, für “originales Tibet-Essen” gehen wir wieder ins Little Tibet. Und wer mit beiden Etablissements nicht zufrieden ist: In der Zossener Straße gibt es ein weiteres Tibet-Restaurant, das wir dann im nächsten Urlaub testen werden.
Tibet Haus, Zossener Str. 19, Berlin-Kreuzberg. ÖPNV: U 7 Gneisenaustraße. Öffnungszeiten: Täglich 12 bis 24 Uhr.















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