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Berlin

Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen (Hildegard Knef)

Tibetanisch essen in Berlin

 Veröffentlicht vom Stef um 11:13  Berlin
Sep 072011
 

Nach mehreren vergeblichen Versuchen gab’s die Tage endlich mal wieder einen Besuch im Little Tibet. Wir hatten das Gefühl, dass sich die Karte ein klein wenig verändert hat – machte aber nix, lecker war’s! Bereits ein paar Tage vorher wollten wir dort schon einkehren, der Hinweis an der Eingangstüre, dass man gerade an diesem Tag geschlossen hat, weil die Betreiber dem zur Zeit in Deutschland weilenden Dalai Lama einen Besuch abstatten wollten, ließ uns dann eben einen “Alternativ-Tibeter” testen: Das Tibet Haus, nach eigener Aussage das erste Tibetanische und Nepalesische Restaurant in Deutschland.

Erster Eindruck: Deutlich kleiner, enger, wuseliger als das “Little Tibet”, die Karte auch eher tibetanisch-thailändisch-indisch gemischt. Bei schönen Sommertagen kann man relativ angenehm draußen sitzen, und wenn dort kein Platz mehr frei ist, lassen die weit geöffneten Fenster auch im (vorderen) Innenraum “Draußen-Atmosphäre” aufkommen. Der Service ist flink und freundlich, ausgewachsene Speisen kosten zwischen 5 und 9 Euronten. Das Essen – wie üblich kreuz und quer durch die Speisekarte – schmeckte sehr gut, die Momos waren sogar noch eine Spur schmeckiger als beim “erklärten Stamm-Tibeter”. Lediglich der Seebär klagte anschließend ein wenig über einen unangenehmen Nachgeschmack. :(

Fazit: Das “Little Tibet” wirkt irgendwie “tibetischer”, ist auch ruhiger und entspannter. Das “Tibet-Haus” ist wuseliger, hier dürften auch “nicht explizite Tibet-Esser” auf der Karte eher fündig werden. Für einen lauen Sommerabend wäre das Tibet-Haus also eher geeignet, für “originales Tibet-Essen” gehen wir wieder ins Little Tibet. Und wer mit beiden Etablissements nicht zufrieden ist: In der Zossener Straße gibt es ein weiteres Tibet-Restaurant, das wir dann im nächsten Urlaub testen werden. ;)

Tibet Haus, Zossener Str. 19, Berlin-Kreuzberg. ÖPNV: U 7 Gneisenaustraße. Öffnungszeiten: Täglich 12 bis 24 Uhr.

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Vierteljahrhundert

 Veröffentlicht vom Stef um 10:00  Berlin, Mottenkiste
Aug 302011
 

Heute vor 25 Jahren zog ich nach Berlin!

Das ist ein Vierteljahrhundert her! Man, bin ich alt…

Zugegeben – zwischenzeitlich habe ich 20 Jahre woanders gewohnt, aber das widerspricht ja weder dem oben genannten Jubiläum an sich noch der Feststellung über meinen Alterszustand. ;)

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Mauergedenkengedanken

 Veröffentlicht vom Stef um 11:30  Berlin
Aug 132011
 

Heute vor 50 Jahren wurde mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen*. Klar, dass sich eine Gedenkveranstaltung an die andere reiht, ebenso klar, dass die Presse dieses “historischen Tages” gedenkt. So überträgt der RBB zum Beispiel die Schweigeminute um 12 Uhr live!

Dazu ein Bonmot des genialen Kabarettisten Volker Pispers:

Der Mauer hatten wir im Westen unseren Wohlstand zu verdanken. Die billigen Arbeitskräfte aus dem Osten hat sie ferngehalten, die billigen Importprodukte durchgelassen.

Wahrscheinlich wäre es jetzt ein bisschen zu zynisch anzumerken, dass es darum verständlich ist, wenn so viele Menschen heute des Mauerbaus gedenken, oder?

Mal sehen, wenn’s meinem Besuch in der übernächsten Woche danach gelüstet werden wir vielleicht einen kleinen Ausflug zur Mauergedenkstätte machen. Bis dahin wird sich der Trubel vor Ort ja wahrscheinlich ein bisschen gelegt haben…

*Am 13. August wurde die Grenze zwischen Ost- und Westberlin zwar mit Stacheldraht dichtgemacht, der Bau der eigentlichen Mauer begann erst einige Tage später. Aber wer wird da schon so kleinlich sein…

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Liebesschlösser light

 Veröffentlicht vom Stef um 15:41  Berlin, Schnappschüsse
Aug 102011
 

Im Gegensatz zu Köln scheinen die Liebesschlösser in Berlin nicht all zu verbreitet zu sein – jedenfalls nicht an der Oberbaumbrücke

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Joboffensive

 Veröffentlicht vom Stef um 14:11  Berlin, Misc
Aug 092011
 

Heute hatte ich meinen ersten “richtigen” Termin im JobCenter. Etwas ungewohnt, wenn einem der Vermittler erstmal ausführlich seinen eigenen beruflichen Werdegang erzählt, aber die Mitarbeiter der Berliner Joboffensive haben eben deutlich mehr Zeit für ihre Kunden. ;)

Die Berliner Joboffensive ist ein gemeinsames Projekt der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA und des Berliner Senats; es läuft von Juni 2011 bis Mai 2013. Ziel ist es, in jedem Projektjahr zusätzlich 10.000 sogenannte „marktnahe“ Kunden der Berliner Jobcenter in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
Dafür wurden zum 1. April in den Berliner Jobcentern 350 neue Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler eingestellt und qualifiziert. Gemeinsam mit 300 bereits dort beschäftigten Vermittlern betreuen sie berlinweit rund 65.000 Jobcenter-Kunden, für die grundsätzlich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bestehen. Damit ist ein Arbeitsvermittler im Rahmen des Projekts für etwa 100 Kunden zuständig. Durch diese intensivierte Zusammenarbeit können für den einzelnen Kunden spezifische Möglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt besser identifiziert und genutzt werden.

Natürlich findet man auch kritische Stimmen zu diesem Projekt, mein erster Eindruck war allerdings kein schlechter. Auf die weiteren Eindrücke – und Ergebnisse – bin ich selbst gespannt. Ich werde – wie gewohnt – die geneigten Stammleser auf dem Laufenden halten.

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Die Oberbaumbrücke

 Veröffentlicht vom Stef um 13:58  Berlin
Aug 042011
 

Die Oberbaumbrücke, in ihrer jetzigen Form von 1894-95 erbaut, verbindet die Ortsteile Kreuzberg und Friedrichshain. Auf der oberen Ebene verlaufen die 1902 in Betrieb genommenen Hochbahngleise der U-Bahnlinie 1, unter dem Bahn-Viadukt ist ein geschützter Fußgängerüberweg nach Art eines mittelalterlichen Kreuzganges ausgeführt. Der mittlere Brückenbogen wird von zwei je 34 Meter hohen Türmen geschmückt, ihre unterschiedlich gestalteten Turmspitzen tragen die Reliefs des Berliner Bären und des Brandenburgischen Adlers. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt und am 23. April 1945 auf Befehl Adolf Hitlers teilweise gesprengt, um den Vormarsch der sowjetischen Truppen zu behindern. Der mittlere Gewölbebogen stürzte ein und die Tortürme verloren ihre Dächer.

Die später mit Stahlkonstruktionen notdürftig reparierte Brücke markierte die Grenze zwischen dem damaligen Stadtbezirk Friedrichshain (Ost-Berlin) und dem Bezirk Kreuzberg (West-Berlin). Bis zum Sommer 1961 herrschte reger Fußgängerverkehr. Auf Kreuzberger Seite gab es zahlreiche Wechselstuben, die den Grenzgängern die Ostmark in Westmark tauschten, in den Arkadengängen boten Kleinhändler den Besuchern des amerikanischen Sektors Kaugummis, Nylonartikel und andere Waren häufig auch für Ostgeld im Verhältnis 1:1 an. Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 durfte die Oberbaumbrücke nicht mehr passiert werden, bis sie 1972 als Grenzübergang für Fußgänger (Kleiner Grenzverkehr) wieder geöffnet wurde. Ein gesondertes Gebäude für die Ostberliner Kontrollorgane wurde direkt am Anfang der Oberbaumbrücke erbaut. Der die Stralauer Allee an der Brücke überquerende Teil des Bahnviadukts wurde vollständig abgebrochen.   

Nach der Wiedervereinigung wurde die Brücke für insgesamt 70 Mio. DM umfassend instandgesetzt. 1995 erhielt die Brücke ein neues Mittelteil und wird seitdem wieder für den U-Bahn- und Straßenverkehr genutzt.

Ein Schmankerl ist das Kunstobjekt des bekannten Kinderhandspiels Schere, Stein, Papier von Thorsten Goldberg. Es besteht aus zwei rechts und links des Mittelstückes sichtbaren – je ein Meter großen – Neonzeichen. Die leuchtenden Umrisslinien der drei Handstellungen Schere, Stein und Papier wechseln alle sechs Sekunden zufallsgeschaltet.

Auf Kreuzberger Seite sind bereits einige Teile des Spreeufers neu angelegt, wobei sich da wohl jemand am falschen Fluß wähnte. Auf Friedrichshainer Seite schließt sich zum einen das umstrittene Projekt Mediaspree, auf der anderen Seite die East Side Gallery an, die aber wohl mittlerweile nur noch von ihrem Namen lebt und allein für Touris interessant sein dürfte. Die können dann auch direkt auf einem der beiden Hostel-Schiffe nächtigen, die am Ufer anliegen. Der hinter der Mauer entstandene Grünstreifen allerdings lädt zum Verweilen ein – das sah vor fünf Jahren noch anders aus.

[Text-Quelle: WikiPedia, Fotos © by Stef]

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Berliner Presseschnipsel

 Veröffentlicht vom Stef um 14:27  Berlin, Fundstücke
Jul 252011
 
  • Die rechtspopulistische Splitterpartei “Pro Deutschland” rief heute vor der Norwegischen Botschaft am Tiergarten unter dem Motto “Berlin solidarisch mit Oslo” zu einer Demonstration auf. Dieser geschmacklose Auftritt fand allerdings wenig Anhänger – es kamen lediglich 17 Demonstranten, immerhin fünf mehr als bei ihrem letzten Demoversuch.
  • Apropos Rechtspopulismus: Ex-Senator Sarrazin war medienwirksam zu Besuch in Kreuzberg. Allein schon von seiner – mehrfach getätigten – Aussage “wer von Hartz IV lebt hat keine produktive Funktion” wurde mir schlecht. Sein Auftreten inklusive Verallgemeinerungen, heißer Luft, Ignoranz und Arroganz trugen auch nicht gerade dazu bei, ihn sympathischer erscheinen zu lassen. Wobei sich aber auch mancher fragt, was eigentlich der Sinn dieser Reportage gewesen sein soll.
  • Die Feuerteufel kommen näher – mittlerweile sind sie nur noch zwei Straßenecken vom Stef entfernt. Trotz zweier Fahndungserfolge geht diese hirnrissige Brandstiftung also weiter. Mag also auch sein Gutes haben, wenn die lieben Nachbarn mitunter sehr akribisch drauf achten, auch ja alle Haustüren abzuschließen.
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Das kleinere, aber hässlichere Übel

 Veröffentlicht vom Stef um 10:07  Berlin
Jul 192011
 

Wenn nicht plötzlich doch noch die große Vernunft einsetzt wird 2014 in Berlin mit dem Bau eines sauteuren, auf historisch getrimmten Riesenkastens begonnen – dem Humboldt-Forum. Vor Kurzem wurde nun in der Nähe der zukünftigen Baustelle die Humboldt-Box eröffnet – ein provisorischer pottenhässlicher Riesenkasten “innovativer Ausstellungsort”, in dem die zukünftigen Nutzer, unter anderem das Ethnologische Museum und die Humboldt-Universität, ihre Konzepte für das Forum zeigen und sich der gemeine Baustellenfreund über den geplanten Bau des “Stadtschlosses” informieren kann.

Im Gegensatz zur damaligen Infobox am Leipziger Platz, auf der man den Baufortschritt des Potsdamer Platzes verfolgen konnte, fügt sich die Humboldt-Box gelinde gesagt nicht wirklich ins Stadtbild mit Museumsinsel und Dom ein. Aber im Prinzip haben die Verantwortlichen das geschickt gemacht: So pottenhässlich wie das Ding aussieht freuen sich selbst Gegner des Forums – wie auch der Stef einer ist – wenn das “Stadtschloss” erst steht, nur damit diese Box endlich  wieder abgerissen werden kann… ;)

Siehe auch den Artikel Stadtschlossbaustellenüberbrückungswiese vom Juli 2009.

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Geistverwaiste Brandstifter

 Veröffentlicht vom Stef um 14:35  Berlin
Jul 172011
 

Seit geraumer Zeit scheint es ein “lustiger Zeitvertreib” eines oder mehrerer Durchgeknallter zu sein, Feuer in Berliner Mietshäusern zu legen – erst in Hellersdorf, dann in Neukölln, mittlerweile im Prenzlauer Berg und im Wedding. Besonders begehrt als “Anzünder” sind Kinderwagen, das inflationär verteilte Werbematerial und Gerümpel. Natürlich könnte man fragen, warum der Werbemist, anstatt im Altpapier entsorgt zu werden, im Hausflur rumliegen muss; Kinderwagen werden aber nun mal, verständlicherweise, besonders häufig in Altbauten ohne Aufzug im Hausflur geparkt. Zwischenzeitlich wurde auch auf Spielplätzen und in Kitas Brände gelegt, was die Vermutung nahelegte, die Zündler könnten extreme Kinderhasser sein. Wie auch immer – wie geistverwaist, strunzdämlich, krank oder durchgeknallt muss man eigentlich sein, derart mit Menschenleben zu spielen? Gefasst wurden der oder die Täter jedenfalls trotz Bildung einer SoKo bislang noch nicht, und es grenzt an ein Wunder, dass es “erst” drei vier Tote gab.

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Früh übt sich

 Veröffentlicht vom Stef um 16:04  Berlin, Kiez, Schnappschüsse
Jul 132011
 

Sommerferien in Berlin. Damit die lieben Kleinen auch in dieser Zeit luftig und gut bewacht versorgt sind gibt es im Volkspark Rehberge einen Sommerhort:

Ja, das Gelände hinter dem hübschen Bauzaun besteht wirklich nur aus ein paar liegenden Baumresten und Gestrüpp. Aber gerade im Wedding sind es die Kids ja gewohnt, kreativ zu sein, sprich aus nix irgendwas zu machen. Und wenn sie es nicht gewohnt sind sollten sie es üben, da die Gelder für Jugendprojekte in Berlin immer weiter gekürzt werden…

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