Ja, hin und wieder kommen in diesem Blog Vergleiche vor – mit dem Berlin, das ich damals erlebte. Als ich mit 18 Jahren dort hin kam, lernte ich die Stadt eben so kennen: Die Mauer war Alltag, Normalität. Dass eben diese Mauer nur zwei Jahre später nach und nach abgetragen wurde, das war damals für mich unvorstellbar, und auch heute noch ist es für mich ein kleines Wunder. Natürlich ist die Vereinnahmung Wiedervereinigung schon lange “abgehakt”, vielleicht vorhandene Mauern im Kopf sind längst gefallen. Trotzdem kommen natürlich jetzt, wo man sich wieder viel mehr mit der Stadt beschäftigt, einige Erinnerungen hoch – und die wollen hier auch aufgeschrieben werden. Man mag mir diese Sentimentalität verzeihen. Wenn ich dann erstmal dort wohne, wird die Aktualität wohl meist den Vorrang bekommen. Höchstens dann, wenn ich nochmal an die Orte meiner Kindheit meines ersten Aufenthalts zurückkehre, wird die ein oder andere olle Kamelle ausgepackt – und hier, wahrscheinlich mit einem Anflug dezenter Wehmut, gepostet. *Pathosmodus aus*
Das 'Berlin' Archiv
Montag, 28. Mai 2007 - Berlin, MottenkisteFreitag, 25. Mai 2007 - Berlin
Zum Glück wohne ich ja noch nicht in Berlin, sonst hätte ich bei dem Wochenendprogramm kräftig grübeln müssen. Im Angebot stehen (u.a.)
Schwere Wahl.
Nee, nicht wirklich. Aber ich bin ja eh noch nicht dort… [Via]
Montag, 21. Mai 2007 - Berlin, Kurz notiert
Ich schaue mir hin und wieder gerne mal Filme an, die in Berlin spielen. Jeder Mensch braucht ja schließlich seine Macke. Das “Spektakel” auf Pro 7 heute Abend werde ich mir aber nun wirklich nicht geben:
Der Fernsehturm musste schon einiges erdulden. Die Telekom hat ihn als pinkfarbenen Fußball dekoriert, seichte Telenovelas missbrauchen ihn als Logo, und jetzt wird er auch noch angekokelt: Heute spielt er die tragende Rolle in dem Event-Movie “Das Inferno – Flammen über Berlin”. (taz, via)
Da lobe ich mir doch “Liebling Kreuzberg”. Angeblich soll’s davon einige Folgen ja mittlerweile auf DVD geben…
Freitag, 18. Mai 2007 - Berlin, Fundstücke
Wenn ich mir den Beitrag in der Zeit über den “Berliner Stil” so durchlese, dann habe ich mit meiner Garderobe dort ja keine Probleme…
Wenn es überhaupt eine Straßenmode in Berlin gibt, dann ist das Hübsche, gar Glamouröse nicht ihr Ideal. Vielleicht ist noch nicht einmal das Modische das Ideal der Mode in Berlin. Wer flüchtigen Blicks durch die Stadt läuft, könnte eher den Eindruck gewinnen, dass sich hier jeder auf eigene Faust so hässlich wie möglich zu kleiden versucht.
Freitag, 18. Mai 2007 - Berlin
Ich hatte ja ernsthaft mit dem Gedanken gespielt…

Dienstag, 15. Mai 2007 - Berlin, Mottenkiste
Ich habe Berlin als Mauerstadt kennengelernt, und eigentlich ist für mich die Tatsache, dass die Mauer weg ist, immer noch mehr ein Wunder statt Normalität. Und ich bin immer wieder überrascht wenn ich Menschen begegne, die mich beim Thema Berliner Mauer nur mit großen Augen anschauen…
Um so wichtiger finde ich es, dass Vergangenheit nicht zugeschüttet sondern erlebbar wird. Eine Möglichkeit dazu ist der jetzt fertiggestellte Mauerweg. Im Stralau-Blog findet man dazu erste Bilder.
Auch auf weiteren Seiten findet man noch Erinnerungen an diesen Teil der Berliner Geschichte, z.B. beim Berliner Senat, und bei mauerfotos.de gibt’s – wie der Name schon vermuten lässt – rund 500 Schwarzweißfotos von der Mauer aus der Zeit von 1984 bis 1989. [Via Hauptstadtblog]

Apropos Mauer: “Berlin Berlin, dein Herz kennt keine Mauern” sangen “John F. und die Gropiuslerchen” 1987. Ganz witziges Stück, mit diversen Originalauschnitten aus Reden von Ernst Reuter, Kennedy und Walter Ulbricht. 1989 Gab’s einen Remix, in der “bekrenzten Auflage” mit leicht geändertem Text. Klar musste ich mir die Single holen, beim Ausmisten fiel sie mir dann wieder in die Hände…
Donnerstag, 10. Mai 2007 - Berlin
Vielleicht kennt ja zufällig ein Leser einen, der einen kennt, der gerade ne Wohnung… usw.
Ich suche zum 1.8. eine Zweizimmerwohnung, möglichst “zentrumsnah” (wobei eigentlich egal ist, welches Zentrum), mit ÖPNV-Anbindung (U-Bahn, Tram, S-Bahn), gerne in einer “bunten” Gegend. Das Preisniveau sollte “ARGE-angemessen” sein! Balkon wäre schön, Badewanne ist aber wichtiger. Nach Möglichkeit nicht direkt an ‘ner Hauptverkehrsstraße oder in der Einflugschneise.
Ich kann leider weder Provision noch viel Abstand zahlen, werde aber natürlich bei erfolgreicher Vermittlung die Groschen zusammenkratzen und den Vermittler auf nen großen Eisbecher einladen.
Angebote oder Ideen gerne per Mail an mich.
Mittwoch, 09. Mai 2007 - Berlin, Mottenkiste, Pix
Als ich das erste mal in Berlin wohnte war die Stadt noch geteilt, und es bot sich manch gruseliges Bild. Diese Aufnahmen stammen aus dem Sommer 1986. Ja, damals war die Fotografiertechnik noch etwas bescheidener…

Die Mauer direkt neben dem Reichstag
Irgendwo in Kreuzberg (Anklicken zur Vergrößerung)

Am Brandenburger Tor
So schön es ist, dass die Mauer nun weg ist – eine kleine Galerie, zumal noch an ungemütlicher Stelle, ist meiner Meinung als Mahnmal zu wenig. Verständlich, dass man sich damals nach der Vereinnahmung Wiedervereinigung von allem, was nach kaltem Krieg aussah, trennen mochte, aber in ein, zwei Generationen wird man sich darüber wohl ziemlich ärgern…
Dienstag, 08. Mai 2007 - Berlin
Was mir am meisten nach meinem Umzug in die Stadt fehlen wird ist nicht die Natur – da gibt’s auch in Berlin schöne grüne Ecken, auch wenn der Anfahrtsweg ungleich weiter und die dortige Menschenmasse ungleich größer ist. Mir wird diese Stille fehlen! Wenn man hier am offenen Fenster sitzt hört man im lautesten Fall Vögelgezwitscher und das Rauschen der Bäume – und je nach Uhrzeit und Windrichtung hört man auch mal nichts. Hm, wenn es mir in Berlin passiert, dass ich mal nichts höre, dann sollte ich mir wohl Sorgen machen…
Montag, 07. Mai 2007 - Berlin, Mottenkiste
Vor rund 20 Jahren habe ich in Berlin (wie vorher auch in Hamburg, erinnerst du dich, Flo?) eine kleine Zeitreise unternommen. Mit einem Buch “Berlin in alten Ansichtskarten” sind wir durch Berlin gezogen und haben die Fotos von damals mit dem heutigen Anblick verglichen. Stellenweise höchst interessant.

Etwas ähnliches macht Peter Klews, der sich auf Ansichten aus Berlin-Charlottenburg konzentriert. [via Hauptstadtblog]
Noch interessanter finde ich einen anderen Vergleich: Peter Fuchs hat in seinem Buch “Köln damals gestern heute” jeweils den gleichen Anblick von Kölner Häusern, Straßen und Brücken in den Anfängen des letzten Jahrhunderts, der Zerstörung durch Angriffe im Zweiten Weltkrieg und der heutigen Ansicht verglichen. Ähnliches dürfte es ja hoffentlich auch über Berlin geben, mal den Herrn A. Mazon befragen…















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