Wie geschrieben werden Berlins Straßen gerade von aggressiven Sammelwütigen übervölkert. Nun scheint es so, dass nicht nur die Methoden der Typen merkwürdig sind, sondern dass auch das Geld nicht dort ankommt, wo es ankommen soll. Warum verwundert mich das jetzt nur bedingt?
Berlin
Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen (Hildegard Knef)

Und da sage einer, Berlin hätte nicht genügend Grünflächen.
[An einer Hauswand in Mitte gesehen]

Ein ganz normaler Sonnabend Mittag. Wird Zeit für den Umbau…
Aus aktuellem Anlass wird der Samstagsspaziergang vor der chinesischen Botschaft stattfinden:
Seit dem 10. März 2008 spitzt sich die Lage in Tibet zu. Es wird derzeit von mehreren Tausend Demonstranten in Lhasa sowie von brennenden Autos, Schüssen, zahlreichen Verhaftungen und sogar Toten berichtet. Lhasa ist abgeriegelt und der Nachrichtenfluss aufgrund der chinesischen Kontrollen praktisch zum Erliegen gekommen. Man spricht von den größten Protesten seit 1989.
International finden Protest- und Solidaritätskundgebungen statt. So auch in Berlin:
Wann: Samstag, 15. März 2008, 12.00 Uhr
Wo: vor der Chinesischen Botschaft (S Jannowitzbrücke)
Man sieht sich?
Nachtrag:
Ungefähr 70 Personen hatten sich vor der Botschaft versammelt, viele von ihnen mit der – in China verbotenen – tibetischen Nationalflagge. Es gab ein paar kurze Wortbeiträge, ein Gebet in Gedenken an die Opfer, und zum Schluss sangen die anwesenden Exil-Tibeter noch ihre Nationalhymne.

[Man beachte die Symbolik: Die tibetischen Flaggen von der Sonne angestrahlt, die chinesische Flagge an der Botschaft im Schatten, und es ist kurz vor zwölf...]
Weitere Aktionen wurden angekündigt, auf der Webseite der Tibet-Initiative Deutschlands und von Save Tibet kann man sich auf dem Laufenden halten.

Ich war Knut, ich war Papst, ich war Kanzlerin – und jetzt bin ich Berlin. Jedenfalls wenn man der Werbekarte glaubt, die heute wohl alle Berliner im Briefkasten hatten. Über den Slogan will ich nix sagen, das wird an anderer Stelle schon nett diskutiert. Merke: Du bist also nicht das, was du bist, sondern was zugedröhnten kreativen Redakteuren und Werbefuzzis so aus den überanstrengten Hirnwindungen rauspurzelt – oder wo die Idee auch immer rausquoll. Je nun, an dieser Stelle bedanke ich mich bei uns Wowi für seine herzlichen Grüße und ziehe es dann doch vor, der Stef zu bleiben.
Die S-Bahnen sollen in Berlin wohl halbwegs nach Plan fahren, das Fahrrad bleibt eingemottet. Interessant dürfte die Mitfahrkampagne vom VBB für einige Berliner sein.
Die BVG streikt weiter, dazu wurde ja schon das ein oder andere hier im Blog diskutiert. Und in zig anderen Blogs wohl auch. Einig sind sich u.a. Mike und ich, dass die Streikenden mehr Präsenz zeigen sollten. Ja, sie müssten wohl mit einigen Fragen und eventuell sogar Pöbeleien rechnen, aber sie würden wohl doch einige Pluspunkte sammeln und vielleicht auch Solidarität von den Berlinern erfahren.
Liebe BVG,
euren Abokunden das Schreiben mit der Ankündigung einer Fahrpreiserhöhung just zu dem Zeitpunkt zuzusenden, an dem ihr keinerlei der dort beworbenen Leistungen bringt, ist vom Timing her Katzenkacke bestenfalls suboptimal. Aber mit dem Timing scheinen es die Personentransporteure in Berlin ja eh nicht zu haben…
Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Streik: We like strike und Schämt euch.
In ner Großstadt braucht man kein Auto, sage ich immer begeistert. Immer noch. Und außerdem wohne ich – zumindest zur Zeit – an einer der besten Stellen Berlins was den ÖPNV angeht. Vorerst nutzt mir das nichts – Streik sei “Dank”. Ich habe Verständnis für die Streikenden, gerade im Öffentlichen Dienst. Trotzdem hält sich natürlich meine Begeisterung in Grenzen. Ich werde wohl doch mal mein Fahrrad wieder flott machen, auch wenn das heutige Wetter nicht gerade zum Radeln einlädt:

Wenn ihr, liebe Lokführer, ab Montag aber wirklich wie geplant auch streiken wollt, dann habt ihr wahrscheinlich sämtlichen Kredit bei der Bevölkerung verspielt. Meinen auf jeden Fall! Sorgt erst mal dafür, dass der Ringverkehr halbwegs reibungslos läuft:

Wobei ich sagen muss, wenn’s Wetter etwas besser wäre… könnte ich ne Zeit lang mit einem solchen Streik auch recht gut leben…
In Berlin gibt es massenhaft kulturelle Angebote – allein es fehlt die Zeit, auch nur ansatzweise alles zu besuchen. Naja, ich habe schon die Absicht, noch ein paar Jährchen hier in Berlin zu bleiben.
Seit Kurzem gibt es übrigens ein Museums-Portal, um sich auf einen B(K)lick einen Überblick über diverse Museen und Ausstellungen in der Stadt zu verschaffen [via Hauptstadtblog]. So waren mir bisher das Miniaturmuseum und die “Erlebnisausstellung” The Story of Berlin unbekannt – und kommen zu der großen Liste der Dinge, die ich demnächst unbedingt mal……..

