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Gedankenkram

Mindfuck und so

Gewöhnungssache?

 Veröffentlicht vom Stef um 18:19  Berlin, Gedankenkram, Misc
Feb 222011
 

Als ich gestern am Gesundbrunnen aus dem Zug stieg hatte das ganze ein bisschen etwas von einem “Kulturschock”: So viele Menschen, gefühlte 100% von ihnen hektisch, 90% von ihnen zwischen “angenehm durchgeknallt” und “völlig fertig”.

Nun ist ein solcher “Kulturschock” nicht wirklich neu, bereits bei der Heimkehr vom letzten Ostsee-Urlaub war das Gefühl ähnlich. Dies löste seinerzeit einige Gedanken aus, auch die über einen Tapetenwechsel. Allerdings wurde dann bald klar, dass sich vorerst an meinem Wohnort nix ändern wird, und das bleibt auch nach dem gestrigen Erlebnis – welches sich heute (in allerdings bereits abgeschwächter Version) wiederholte – bestehen. Ich werde mich schnell wieder an die Hektik der Stadt und der Menschen gewöhnen, ebenso an den Lärm, die Scheißluft und den Müll, den man in manchen Gegenden quer auf den Straßen verteilt vorfindet. Denn klar ist auch: Ich liebe diese Stadt.

Allerdings halte ich es für nicht ausgeschlossen, in nächster Zeit mal etwas häufiger den Benedikt zu besuchen. Und, wie schon häufiger erwähnt: Eines Tages… ;)

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Sinnvolle Auszeiten

 Veröffentlicht vom Stef um 14:26  Gedankenkram, Misc, Politik
Feb 102011
 

“Boah, siehst du gut aus! Richtig erholt” meinte heute eine (Ex-)Kollegin, als ich mal wieder zum Kaffeeklatsch auf der (Ex-)Arbeitsstelle aufschlug. Natürlich, schließlich habe ich ja seit mittlerweile gut sechs Wochen so etwas wie Urlaub.

So kamen wir denn wieder mal auf das Thema “Arbeitswahn” und stellten – nicht zum ersten mal – fest, dass in der heutigen gesellschaftlichen Situation fast jeder (mehr oder weniger) krank ist: Die einen, weil sie zu viel arbeiten und ihnen die Zeit zur Regeneration fehlt, die anderen, weil sie keine (zufriedenstellende) Arbeit haben. Mit dieser Meinung stehen wir übrigens nicht alleine da.

Eine Möglichkeit dies zu ändern wäre die Regelarbeitszeit von 30 Wochenstunden: Sie böte genügend Zeit zur – dringend erforderlichen – Regeneration, außerdem hätte man die notwendige Zeit, sich um den privaten Alltag – Hobbys, Familie, Wasauchimmer – zu kümmern. Im Prinzip wäre damit allen geholfen: Der Wirtschaft, in dem sie fitte Arbeitnehmer hätte, dem Staat, der eine wesentlich bessere Arbeitslosenstatistik vorweisen könnte (ohne sie weiter fälschen zu müssen) und nicht zuletzt dem Menschen selbst, der bei einer guten Mischung aus Arbeit und Erholung deutlich gesünder wäre. Dass dadurch wahrscheinlich das Gesundheitswesen auch noch profitieren würde wäre eine kleine Zugabe.

Natürlich müsste der Lohn entsprechend angepasst werden – wohl die größte Herausforderung bei der Sache, vor allem wenn man verfolgt, wie sich unsere Regierungsmarionetten vor der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns (der eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte) drücken. Es ist klar, dass mit dieser Regierungsmischpoke kein Schritt zur Vernunft machbar ist. (Die jüngere Vergangenheit zeigt übrigens deutlich, dass auch bei rot-grün das Thema Vernunft nicht großgeschrieben wird, aber das nur am Rande.) So wurschteln wir also weiter vor uns hin, Wachstum und nicht Vernunft regieren unser Denken und Tun, und so nutze ich eben die vorübergehende Auszeit, bis wieder ein Job ansteht, zur Regeneration.

Und ich genieße es! :)

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Pubertäre Randale

 Veröffentlicht vom Stef um 12:35  Berlin, Gedankenkram, Politik
Feb 062011
 

Dass es vor, während und nach der Räumung von Liebig 14 in Berlin zu Demonstrationen kam – verständlich und akzeptabel. Dass dies mit heftiger Verwüstung einher ging schon weniger. Dass nun aber seit mehreren Nächten ein paar Knallköppe durch Berlin ziehen, Scheiben einwerfen, zerstören und randalieren ist, meiner bescheidenen Meinung nach, für’n Arsch völlig daneben. Den Chaoten geht’s nicht um Liebig 14, ihnen geht es auch nicht um politische Veränderungen, ihnen geht es schlichtweg um Randale. Die Kommerzialisierung der Stadt und der Gesellschaft an sich so wie die Gentrifizierung ist dabei lediglich ein (wunderbarer) Vorwand. Ginge es den Randalierern wirklich um politische Veränderung, und sähen sie diese Art Protest als die einzig mögliche Lösung, dann würden sie bei Banken, konservativen Pressehäusern und Großkonzernen randalieren – aber dazu sind sie entweder zu faul oder zu feige, wahrscheinlich beides. Mal ganz abgesehen davon, ob dies wirklich der richtige Weg wäre, erhielten sie in dem Falle zumindest Verständnis oder auch Sympathie von – gar nicht mal kleinen Teilen – der Bevölkerung. So aber leiden lediglich Privatpersonen und Kleinunternehmer, die höchstens bei der Kommerzialisierung mitschwimmen – was wiederum, ob’s den anderen passt oder nicht, ihr gutes Recht ist – und die Alternativen stellen sich ins Abseits. Schade, denn wenn es in einer Stadt genug Kräfte und Sympathisanten für einen ernstzunehmenden – und auch notwendigen – Protest gäbe, dann in Berlin.

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Schichten-TV

 Veröffentlicht vom Stef um 14:04  Gedankenkram, Misc, Nachgeschaut
Jan 212011
 

Das berüchtigte Dschungelcamp habe ich bislang – mit einer Ausnahme von 15 Minuten – ausnahmslos durch die Lästerarien der Presse und der täglichen Kolumne bei The Intelligence verfolgt. Gestern gab ich mir dann den Schwachfug eine halbe Stunde live – als Pausenfüller bis zum Satiregipfel. Je nun…

Nach wie vor frage ich mich, wie verzweifelt, pleite oder durchgeknallt muss man sein, um bei dieser Sendung mit zu machen? Oder werden die “Promis” irgendwie erpresst? Ist es reine Geldgeilheit? Bei den angeblichen 50.000 Euro, die die Delinquenten erhalten sollen, kann ich mir das kaum vorstellen. Ich glaube ja immer noch, dass irgendwann geheime Akten auftauchen die belegen, dass alles nur gefaket war, und zum Beispiel dieser blonde Verbaldurchfall von einer intelligenten Schauspielerin einfach nur göttlich gespielt wurde. Wie auch immer, wenn sich Menschen dazu entschließen, an dem Mist teilzunehmen und in Kauf nehmen, von den Moderatoren – von der Bewunderung, die ich vor zehn Jahren für Dirk Bach in Lukas empfand ist mittlerweile nicht mehr viel übrig – pausenlos übelst durch den Kakao gezogen zu werden, dann sollen sie das tun. Und wenn’s den Massengeschmack trifft, bitte. Menschen sehen auch den Mutantenstadl, kaufen sich Bücher von Dieter Bohlen und Tilo Sarrazin, wünschen sich Guttenberg als neuen Kanzler und lesen die BLÖD-Zeitung…

Nun aber zum Satiregipfel, dem einstigen Kabarett-Flagschiff im Ersten, in jahrelanger Arbeit zuletzt von Matthias Richling in die Bedeutungslosigkeit gekalauert. Seit diesem Jahr ist Dieter Nuhr der Gastgeber. Sowas kann klappen, kann aber auch gehörig schiefgehen… Nach wie vor fehlte der Sendung der richtige Biss, das war nicht links, nicht mal SPD, ja man könnte durchaus vom “Oberschichtenkabarett” sprechen. Lediglich Alfred Dorfer überzeugte, seine Wortschöpfung “Demokratiefolklore” für Wahl geht sicherlich in meinen Sprachgebrauch ein. ;) Natürlich hängt die Qualität einer solchen Sendung auch immer von den Gästen ab, aber wer in eine Satiresendung Matze Knop einlädt scheint das Niveau nicht unbedingt auf neue Höhen schrauben zu wollen. Fazit: Leicht besser als zuletzt, aber dazu gehört nicht wirklich viel. Erste Chance vertan.

Zum Abschluss des Abends gab’s dann noch “die Akte Gysi”. Tja, Genosse Gregor, dazu hätte ich jetzt gerne mal ne explizite Stellungnahme von dir, aber du ziehst es ja vor, dich auszuschweigen. Mein Vertrauen in die Politik(er) steigert das jedenfalls nicht gerade…

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Der lange Weg zum Meer

 Veröffentlicht vom Stef um 11:06  Gedankenkram
Jan 092011
 

Gestern Abend ging mir noch mal durch den Kopf, dass es wohl die richtige Entscheidung war, nicht an die Küste zu ziehen. Wobei – trifft es das Wort Entscheidung wirklich? Einige Hirnforscher sprechen davon, dass es gar keine bewussten Entscheidungen des “Ichs” gibt, sondern dass wir nur glauben, wir würden selbständig entscheiden. Wie auch immer, es scheint wohl der richtige Weg, vorerst hier zu bleiben.

Aber vielleicht eines Tages… Auch Andi hat, wie sie in einer SMS schrieb, die Liebe zu Ostsee entdeckt. Wer weiß, vielleicht landen wir irgendwann doch alle zusammen an der Küste – und wenn’s in einer Rentner-WG ist. ;)

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Hummeln im Hintern

 Veröffentlicht vom Stef um 18:29  Gedankenkram, Misc
Jan 032011
 

Die letzten beiden Wochen hatte ich offiziell Urlaub – und als solchen die Tage auch genossen: Lange geschlafen, viel gefaulenzt, und ansonsten ganz viel nix getan. ;) Nun ist der Urlaub offiziell vorbei, Zeit habe ich aber genug. Ich kann mir den Tag einteilen, kann die Dinge nachholen, die liegengeblieben sind, kann – adäquate Witterung vorausgesetzt – endlich wieder meine Touren durch Berlin unternehmen. Langeweile ist bei mir eigentlich nie ein Thema, es gibt genug zu tun – sowohl Sinnvolles als auch Dinge, die ausschließlich meiner Bespaßung dienen. Es ist angenehm, nicht vom Klingeln des Weckers aus dem Schlaf gerissen zu werden, ebenso angenehm, abends nicht unbedingt auf die Uhr gucken zu müssen und auch mal über einem Buch oder am Rechner zu “versumpfen”. Alles fein, alles schick – trotzdem ungewohnt, irgendwie habe ich noch deutlich zu viele “Hummeln im Hintern”.

All zu sehr darf ich mich an diesen Rhythmus aber auch nicht gewöhnen – schließlich soll in absehbarer Zeit wieder ein Job her. Na, morgen erst mal bei den Ex-Kollegen auf nen Kaffee vorbei gucken – ganz ohne Zeitdruck. Auch was Feines. :)

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Einen guten Rutsch…

 Veröffentlicht vom Stef um 14:47  Gedankenkram, Misc
Dez 312010
 

…wünscht man bei der Witterung besser nicht, wer will schon den Jahreswechsel mit Beinbruch im Krankenhaus verbringen? Viel mehr wünsche ich allen Lesern, dass sie gut und unfallfrei in ein gesundes, interessantes, friedliches und schönes 2011 kommen!

Meine Wünsche für 2011:

Vor allem Gesundheit für meine Lieben und mich, dann gerne nen neuen, guten Job, interessante Begegnungen mit interessanten Menschen, und dass die Regierenden der Welt endlich mal… naja, nicht übertreiben. ;)

Vorsätze für 2011?

Nö.

Was bleibt von 2010?

Nennen wir 2010 mal das Jahr der “wirtschaftlichen Konsolidierung” – so gab’s u.a. ein neues Schlaf- und ein neues Spielzeug. ;) Ansonsten: Interessante Menschen kennengelernt, einige Abstecher an die Küste aber kein Umzug, schöne Besuche (die auf eine Fortsetzung 2011 warten), ein kleines Jubiläum und im großen und ganzen gesund geblieben. Weniger schön: Kranke Sippe, ein Abschied, Feierabend – und mit dem Rauchen doch nicht aufgehört. Aber es muss ja auch Steigerungsmöglichkeiten für 2011 geben. ;)

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The (temporary) countdown

 Veröffentlicht vom Stef um 15:23  Gedankenkram, Misc
Dez 202010
 

Die letzten drei Arbeitstage – schon ein komisches Gefühl. Die Papierberge sind einsortiert oder entsorgt, die dicken Ordner stehen im Archiv, alles Anstehende ist abgearbeitet. Morgen noch mal ein Vertretungsdienst im Sekretariat, am Mittwoch wird das Büro ausgeräumt, und dann… beginnt ein unter Umständen etwas längerer Urlaub.

Klare Aussage der Chefin: Wenn wieder genügend Aufträge reinkommen – was mitunter sehr kurzfristig passieren kann – bin ich wieder an Bord. Das macht den (schleichenden) Abschied noch ein wenig entspannter, zumal ich mich ja auf die freien Tage auch sehr freue. Trotzdem – es bleibt ein leicht komisches Gefühl…

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Dez 092010
 

Die seit fast anderthalb Jahren vom Berliner S-Bahn-Chaos genervten Berliner haben – völlig zu recht – die Schnauze voll! Außer Beteuerungen, dass man sich bemühe, kamen bisher lediglich pieselige zwei Monate Gratisfahrt für Dauerkartenbesitzer rum, meiner Meinung nach definitiv zu wenig für das Chaos. Zumal die Muttergesellschaft anscheinend mit allen Tricks versucht, die Kohle, die der Senat – ebenfalls zu recht – einbehält, wieder reinzuholen. Nun überlegen angeblich die Berliner immer häufiger, schwarz zu fahren, was natürlich auch unter den desaströsen Bedingungen verboten ist. Aber mal ehrlich: Wenn zur Zeit ernsthaft ein Kontrolleur durch die Bahn liefe – was bei den überfüllten Zügen wohl sowieso nicht zu schaffen wäre – würde er wahrscheinlich gelyncht. Auch zu recht.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen…

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Terrorangst im Alltag?

 Veröffentlicht vom Stef um 10:36  Berlin, Gedankenkram, Politik
Nov 192010
 

Seit den Terrorwarnungen ist gerade in Berlin die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen spürbar. Angeblich nehmen’s die meisten Berliner relativ gelassen – zum Glück kann man da nur sagen. Aber wie geht man denn selbst damit um? Bei der täglichen Fahrt mit der U-Bahn denke ich eben so wenig an die Warnungen wie bei Spaziergängen oder Einkaufstouren. Klar, letztere finden eh meist im Wedding statt, und da dürfte die Gefahr, von einem volltrunkenen oder streitsüchtigen Schnurch angepöbelt zu werden wesentlich größer sein als Opfer eines Anschlags zu werden. Zugegeben: Wenn ich morgen den lieben Besuch vom Bahnhof abhole bzw. ihn wegbringe oder nächste Woche selbst zur Reise gen Küste aufbreche könnte ein mulmigeres Gefühl als sonst entstehen – aber dies ist dann wahrscheinlich eher der auffälligen Polizeipräsenz geschuldet. Von Weihnachtsmarktbesuchen würden mich auch eher der frühe Zeitpunkt (he, wir haben erst Mitte November!) und die Menschenmassen abhalten als irgendwelche Terrorwarnungen.

Wie es dann aussieht wenn wirklich etwas passiert – keine Ahnung. Aber dann hätten wir wahrscheinlich in diesem Land sowieso andere Sorgen. Einen Vorgeschmack darauf gab der Berliner Innensenator Körting am Mittwoch:

Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist. [Quelle]

Dass Araber und Türken in Berlin über diesen Spruch nicht begeistert sind kann ich mir vorstellen. Wie twitterte RA Udo Vetter so schön?

Ich glaube, ich denunziere nachher mal diesen Staatsanwalt mit dem dunklem Teint und dem arabischen Namen.

Mal gespannt, wie das so weitergeht. Eventuell dürfte es sich für einige Sender als Pech herausstellen, die Jahresrückblicke bereits Anfang Dezember auszustrahlen… ;)

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