Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Das 'Gedankenkram' Archiv

Mittwoch, 24. Dezember 2008 - Gedankenkram, Mottenkiste

In den letzten Jahren habe ich die Weihnachtstage immer auf unterschiedliche Weise verbracht:  Mal mit Familienanschluss, alleine im Wald, mit lieben Freunden oder im WG-Kreise. Diesmal bin ich alleine hier, und das ist okay so. DVDs, Laptop und Naschwerk liegen bereit, die Weihnachtsgans Weihnachtspizza ist verputzt, und ich freue mich auf einen gemütlichen Abend. Allein ist nicht gleich einsam. Freue mich trotzdem auf den Besuch zu Silvester… ;)


Montag, 10. November 2008 - Gedankenkram

Inwiefern können Beratungen – egal ob bei Gesundheits-, Rechts- oder anderen Themen – eigentlich optimal auf den Kunden (Patienten, Klienten…) ausgerichtet sein, wenn der Berater (die Praxis, die Einrichtung…) wirtschaftlichen Zwängen unterworfen ist? Das beginnt bereits bei der Frage, ob für das Problem nicht eine andere Anlaufstelle geeigneter wäre (wer lässt da schon einen potentiellen “Goldesel” freiwillig ziehen?), zieht sich weiter über die Beratung selbst und endet bei der vorhandenen (oder eben gerade nicht vorhandenen) Option, die Beratung auszudehnen, wenn nach Zeit abgerechnet wird bzw. sie zu früh zu beenden, wenn die Abrechnung nach Anzahl der Kunden erfolgt. Vor diesem Dilemma stehen nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch alle Beratungsstellen bzw. Einrichtungen, die durch öffentliche Hand finanziert werden. Davon sind meist auch die ehrenamtlich Tätigen betroffen- wobei jenen auch noch häufig eine entsprechende Ausbildung fehlt. Auch die Pflegekräfte stehen vor diesem Problem – egal ob es sich um Kranken- oder Altenpflege handelt. Denke ich da “zu kurz”? Gäbe es Lösungen?


Donnerstag, 06. November 2008 - Gedankenkram

Ich finde es immer wieder interessant zu beobachten, wie häufig Menschen mit ihrer momentanen Situation unzufrieden sind – aber trotzdem lieber beim alten bleiben, denn “es ist ja nicht alles schlecht”… vor allem aber wohl, weil man einfach Angst vor neuen Wegen hat. Angst, den “halbwegs sicheren Hafen” zu verlassen und sich neue, unbekannte Wege zu suchen. Und schließlich garantiert einem ja auch keiner, dass es dann besser würde.

Wir akzeptieren die Realität der Welt, die uns dargeboten wird. … Wenn unsere Absichten nicht so halbherzig wären, wenn wir im Innersten wirklich entschlossen wären, die Wahrheit herausfinden, könnte das niemand verhindern. Wir ziehen aber unsere Zelle vor. [nach "Christof" in der "Truman Show"]

Ähnlich wie dem einzelnen Menschen geht es dem Kollektiv, zum Beispiel dem Staat: Die Kapitalismusblase ist geplatzt, aber anstatt das marode System endgültig zu beerdigen wird ein Haufen Geld in “lebenserhaltende Maßnahmen” gesteckt. Zugegeben, die Alternativen haben bislang nicht überzeugt. Aber wer hat schon den Mut für neue Ideen?


Montag, 03. November 2008 - Gedankenkram

1929 gab es die “große Weltwirtschaftskrise”, die den Wirtschafts-, Banken- und Arbeitsmarkt zusammenbrechen ließ. Es folgten ein totalitärer Staat mit Arbeitszwang und Totalüberwachung. Sechs Jahre später begann ein Krieg, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete. 15 Jahre später erlebte Kriegsverlierer Deutschland ein Wirtschaftswunder.

Die Ausgangssituation ist eine ähnliche, die Zeit ist schnelllebiger geworden. In spätestens fünfzehn Jahren geht’s also wieder bergauf.


Dienstag, 28. Oktober 2008 - Gedankenkram

Perfektion 1Du bist etwas Einmaliges, etwas ganz Besonderes. Und du bist perfekt – du bist der perfekteste Du, den die Welt je gesehen hat! Höre auf, jemand anders sein zu wollen. Selbst wenn du einem Heiligen nacheiferst wärest du bestenfalls eine Kopie eines Heiligen. Die Welt besteht nicht aus lauter Gandhis – und es ist auch fraglich, ob ihr das wirklich so bekäme. Um etwas Besonderes zu sein musst du keinem Menschen nacheifern, du musst noch nicht mal etwas außergewöhnliches “leisten”. Sei einfach du, und du bist etwas ganz Besonderes – nämlich DU!

[geschrieben im September 2005]

Perfektion 3Du bist einmalig. Du bereicherst die Welt mit deinem Wesen! Du bist einzigartig! So wie du bist, bist du perfekt, denn genauso wie du bist sollst du sein! Was willst du ändern? Warum solltest du ein Stück deiner Einmaligkeit aufgeben, nur um vielleicht der Vorstellung eines “guten” oder “perfekten” oder “interessanten” Menschen zu entsprechen – einer Vorstellung, die – vielleicht – in den Köpfen anderer herumspukt? Du bist ein wunderbarer Mensch – so wie du bist!

Bitte verstecke auch nicht den geringsten Teil deiner bunten, herrlichen Einmaligkeit! Versuche nicht, anders zu werden. Nimm dich an, und bereichere die Welt mit deiner Einmaligkeit!

Zu wünschen wie man sein will
heißt den Menschen zu verachten, der man ist!

[geschrieben im Januar 2005]


Dienstag, 14. Oktober 2008 - Gedankenkram

Früher war ein Fernseher ein Luxusartikel, ebenso eine Urlaubsreise über den deutschen Tellerrand hinaus. Heute kann sich Dank der großen Billigoffensive jeder Traumflüge zum Arsch der Welt leisten, und nen größeren und viel besseren Fernseher auch. Naja, nicht wirklich leisten, aber zum Glück drängen einem die Elektroketten ja aggressiv überzeugend genug Finanzierungsmöglichkeiten auf. Und auf Pump leben, das macht uns der amerikanische Durchschnittsbürger ja vor. Dinge, die früher “zum Alltag” gehörten hingegen sind zu Luxusartikeln geworden. Seinen drei Sprösslingen ein Eis zu kaufen, wo die Kugel mittlerweile zwischen 80 Cent und einem Euro kostet ist für viele nicht wirklich (im Portemonnaie) drin. Und ob ich mir nach der nächsten Gasabrechnung weiterhin mein geliebtes Vollbad zum entspannen gönnen kann steht auch in den Sternen.

“Man umgebe mich mit Luxus, auf das Notwendige kann ich verzichten” soll Oskar Wilde gesagt haben. Jaja…


Montag, 13. Oktober 2008 - Gedankenkram, Misc

Depressiv (v. lat.: deprimere = „niederdrücken“) bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Als medizinischer Begriff (Diagnose) wird die Depression zu den affektiven Störungen gezählt. In der gegenwärtigen psychiatrischen Terminologie (→ ICD 10) lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode. [Quelle]

Depression ist eine Erkrankung, die mit Niedergeschlagenheit sowie körperlichen und psychischen Störungen einhergeht. Das können beispielsweise Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Verdauungsstörungen sein. Schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden derzeit an einer behandlungsbedürftigen Depression – in Deutschland sind das etwa vier Millionen Menschen. [Quelle]

Während es in manchen Kreisen lange Zeit relativ hip war wegen “seiner Depressionen zum Therapeuten zu gehen” gilt diese Krankheit bei der Mehrheit der Bevölkerung noch als Lappalie. “Beinbruch, Krebs oder Herzinfarkt ja, aber doch so was nicht. Reiß dich doch mal zusammen”.

Ich behaupte, dass immer mehr Menschen an depressiven Verstimmungen oder “handfesten” Depressionen leiden werden. Eine Gesellschaft, in der allein die Ellbogenmentalität gefragt ist, in der nur Kommerz und Machtstreben die Antriebsfedern sind, fördert diese Krankheit.

Aber das ist ja alles kein Problem, schließlich pulvern wir ja Milliarden in die Gesundheitsindustrie. Der Nächste bitte.


Montag, 13. Oktober 2008 - Gedankenkram, Schnappschüsse

Farbtupfer

Jeder ist ein ganz spezieller Farbtupfer im großen Gefüge. Wie schade, dass die meisten Menschen Uniformität anstreben…


Sonntag, 12. Oktober 2008 - Gedankenkram, Schnappschüsse

Der Lebensweg

Auf und ab, mal Licht, mehr Schatten, und immer wieder farbenfrohe Abschnitte. Und solange der Himmel so blau bleibt…


Mittwoch, 08. Oktober 2008 - Gedankenkram

Wie mein Stammleser weiß beschäftigt mich das Thema “Überwachungswahn” sehr intensiv. Mit Sicherheit wird diese Datensammelwut gerne von den Politikern begründet. Mir geht’s diesmal gar nicht um Sinn oder Unsinn, ich frage mich eher, welche Menschen gerade so auf diese Sicherheit abfahren – oder besser gesagt, Menschen welchen Alters. Sind es die Menschen, die sich entweder in den späten 60ern und frühen 70ern Freiheiten erkämpft, oder diejenigen, die sie – rund 10, 20 Jahre später – genossen haben?

Wenn ich daran denke, wie wir früher von mittags bis abends auf der Straße, auf Spielplätzen oder im Wald rumgetobt – und später rumgehangen – haben und unsere Eltern keine Ahnung hatten, wo wir uns aufhielten. Und heute? Am liebsten würden sie ihrem Nachwuchs einen Peilsender einpflanzen, damit sie fortwährende Kontrolle über die lieben Kleinen haben. Dass fast alle Kurzen heute mit Handy ausgestattet sind um jeder Zeit von besorgten Eltern erreichbar zu sein ist ja schon Alltag.

Die Freiheiten, die wir uns damals “erkämpft” haben sind für die heutigen Kids etwas ganz normales, zumeist langweiliges. Klar, ist ja wohl von Generation zu Generation das gleiche. Dass sie sich neue Herausforderungen suchen ist natürlich.

Ich habe die Massenbewegung gegen die Volkszählung in den 80ern miterlebt. Und heute sammeln genau diese Leute Bonuspunkte und geben ihre Fingerabdrücke in den neuen Persos freiwillig ab?

Ebenso verhält es sich mit den inflationär gestellten Verboten und Verbotsanträgen wie dem Rauchverbot, der Trennung von Lebensmittel und Spielzeug oder der stetig ansteigenden Prüderie.

Meine große Hoffnung ist, dass sich mit der Natur auch die Zivilisation in Wellen bewegt. Dass sich in zehn, zwanzig Jahren die jungen Menschen die Gängelei, die Überwachung satt haben. Dass sie erkennen, dass man die Freiheit verteidigen muss, täglich! Und ich hoffe, dass dies einigermaßen friedlich abgeht – ohne Umwege oder Auswüchse wie in den frühen 70ern.

Ich bin froh, meine Jugend damals verbracht zu haben. Die Mode war grausam, ebenso wie die Tonqualität der von SWF3 mitgeschnittenen Cassetten.Und ja, wir hätten uns über ein, zwei weitere Fernsehprogramme gefreut. Trotzdem – heute möchte ich kein Kind mehr sein. Wie empfinden es die Kids heute? Und was werden sie in 20, 30 Jahren sagen?

Dazu passend noch ein Text, der im Netz umhergeistert (und dessen Verfasse ich nicht kenne).